Wissensarbeit in der Automobilindustrie
Topologie der Reorganisation von Ingenieursarbeit in der globalen Produktentwicklung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Wissensarbeit gilt heute vielen arbeitssoziologischen Beobachtern als Prototyp der Beschäftigung in einer modernen, hochtechnisierten und globalisierten Gesellschaft, der folgerichtig auch das Attribut »Wissensgesellschaft« zugeschrieben wird. Aber gibt es eigentlich »die« Wissensarbeit? Und wie zutreffend sind die verbreiteten positiven Zuschreibungen, wonach Wissensarbeit mit einem hohen Maß an Autonomie, Kreativität, Selbststeuerung etc. verknüpft sei? Die Autorin diskutiert in diesem Buch solche Fragen anhand einer empirischen Topologie der Arbeit von Produktentwicklern in der Automobilindustrie. Die Unternehmen dieser Branche befinden sich in multiplen Ausdifferenzierungsprozessen, in deren Folge Ingenieursarbeit entkernt und intensiviert wird und Autonomie aufgrund von Standardisierung bei gleichzeitiger Ausweitung von Verantwortlichkeiten rückläufig ist. Bei den Ingenieuren nimmt die Unsicherheit sowohl hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes als auch ihrer Position im Unternehmen beständig zu; zugleich verändert sich die Konstruktionsarbeit durch fortschreitende Virtualisierung des Arbeitsgegenstandes. Die Wahrnehmungen dieses Wandels durch die Betroffenen und ihre Strategien, mit den Veränderungen umzugehen, relativieren das idealisierende Bild von Wissensarbeit erheblich.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8360-3582-8
- ISBN-Online
- 978-3-8452-6911-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 297
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 9
- Geleitwort Kein Zugriff Seiten 10 - 14 Rudi Schmiede
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 15 - 15
- Einleitung: Ingenieursarbeit in globalen Netzwerken Kein Zugriff Seiten 16 - 23
- 1.1 Aktuelle Situation der Automobilindustrie und Entwicklung der Beschäftigungszahlen Kein Zugriff
- 1.2 Die Automobilindustrie als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung Kein Zugriff
- 1.3 Auswirkungen des Wandels auf die Automobilentwicklung Kein Zugriff
- 2.1 Informatisierung und Technikeinsatz in der Produktentwicklung Kein Zugriff
- 2.2.1 Der Produktentwicklungsprozess und die Rolle von Normen und Standards Kein Zugriff
- 2.2.2 Standardisierung und Modularisierung der Produktpalette Kein Zugriff
- 2.3.1 Globalisierung der Automobilentwicklung? Kein Zugriff
- 2.3.2 Gestaltung der Arbeitsteilung zwischen Akteuren in der Produktentwicklung Kein Zugriff
- 2.4.1 Multiple Ausdifferenzierungsprozesse in der Automobilentwicklung Kein Zugriff
- 2.4.2 Ingenieursarbeit im Zeichen von Reorganisationsprozessen Kein Zugriff
- 3.1 Auswahl der Forschungsmethodik mit Blick auf den Untersuchungsgegenstand Kein Zugriff
- 3.2 Durchführung der Erhebung und Auswertung der Interviews mit Methoden qualitativer Forschung Kein Zugriff
- 3.3 Auswahl der Interviewten und Vorstellung der Fallunternehmen Kein Zugriff
- 4.1 Neue Organisationsmuster in Automobilunternehmen Kein Zugriff
- 4.2.1 Steigende Komplexität in globalen und matrixförmigen Organisationsstrukturen Kein Zugriff
- 4.2.2 Neue Qualität in der globalen Reorganisation der Fahrzeugentwicklung Kein Zugriff
- 4.2.3 Arbeitsteilung unter Konkurrenzdruck Kein Zugriff
- 4.3.1 Die Organisation der Entwicklung: zwischen Zentralisierung und Vernetzung Kein Zugriff
- 4.3.2 Effizienzorientierte Reorganisation der Fahrzeugentwicklung Kein Zugriff
- 4.3.3 Arbeitsteilung unter Innovationsdruck Kein Zugriff
- 4.4.1 Diversität der organisatorischen Strukturen in der Entwicklung Kein Zugriff
- 4.4.2 Strategien der Reorganisation im Entwicklungsbereich Kein Zugriff
- 4.4.3 Arbeitsteilung unter Verlagerungsdruck Kein Zugriff
- 4.5 Zusammenfassung: Heterogene Reorganisationsstrategien in den Fallunternehmen Kein Zugriff
- 5.1.1 Ingenieurstum und dessen gesellschaftliche Relevanz in historischer Perspektive Kein Zugriff
- 5.1.2 Der Ingenieur als Gegenstand arbeits-, betriebs- und industriesoziologischer Forschungen Kein Zugriff
- 5.1.3 Vom Zeichenbrett zum Rapid Prototyping – Ingenieursarbeit heute Kein Zugriff
- 5.2.1 Reorganisationsprozesse in der Ingenieursarbeit aufgrund globaler Arbeitsteilung Kein Zugriff
- 5.2.2 Zunehmende Dokumentation und Digitalisierung als Ausdruck informatisierter Arbeit Kein Zugriff
- 5.2.3 Praktiken des Kommunizierens und Informierens Kein Zugriff
- 5.2.4 Zunahme von Verwaltungsarbeit zulasten von ingenieurswissenschaftlichen Kerntätigkeiten Kein Zugriff
- 5.3.1 Handlungsoptionen und Durchsetzungsfähigkeit bei Unternehmensentscheidungen Kein Zugriff
- 5.3.2 Freiheitsgrade in der Ingenieursarbeit im Produktentwicklungsprozess Kein Zugriff
- 5.3.3 Paradoxien von Zielvereinbarungen als erlebte Autonomieverluste Kein Zugriff
- 5.3.4 Verantwortungsausweitung trotz Autonomieeinschränkung Kein Zugriff
- 5.4 (Un-)Sicherheitserfahrungen im Zusammenhang mit Reorganisationsprozessen Kein Zugriff
- 5.5 Zusammenfassung: Veränderungen der Ingenieursarbeit Kein Zugriff
- 6.1.1 Organisationale Ausdifferenzierungsprozesse und gegenläufige Tendenzen Kein Zugriff
- 6.1.2 Topologische Ausdifferenzierungsprozesse in der Produktentwicklung Kein Zugriff
- 6.2.1 Informatisierung von Ingenieursarbeit Kein Zugriff
- 6.2.2 Standardisierung von Prozessen und Arbeit Kein Zugriff
- 6.2.3 Verlusterfahrungen: Die Entkernung von Ingenieursarbeit Kein Zugriff
- 6.2.4 Verschiebungen: Die Autonomie in der Arbeit Kein Zugriff
- 6.2.5 Moderne Unsicherheitserfahrungen von Ingenieuren Kein Zugriff
- 6.2.6 Ingenieure: Arbeitnehmer oder Manager? Kein Zugriff
- 7. Fazit: Ingenieursarbeit als Prototyp von Wissensarbeit? Kein Zugriff Seiten 270 - 275
- Literatur Kein Zugriff Seiten 276 - 293
- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Kein Zugriff Seiten 294 - 294
- Anhang Kein Zugriff Seiten 295 - 297





