
Die dunkle Seite der Christdemokratie
Geschichte einer autoritären Versuchung- Autor:innen:
- Reihe:
- C.H.Beck Paperback, Band 6466
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
In Ungarn wickelt Viktor Orbáns Fidesz-Partei gerade die Demokratie ab und beruft sich dabei besonders emphatisch auf die christdemokratische Tradition. Ein ungehöriger Affront, könnte man meinen. Aber wie ernst war es christdemokratischen Parteien in der Vergangenheit eigentlich mit der liberalen Demokratie?
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs feierte die Christdemokratie in Europa ihren Siegeszug. Dabei setzten sich besonnene Staatsmänner wie Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi oder Robert Schuman auf einem vormals von Krieg und Gewalt geprägten Kontinent nachdrücklich für Frieden, Wiederaufbau und Stabilität ein. Dennoch hatte die Christdemokratie im Nachkriegseuropa auch eine dunkle Seite: Der autoritäre Geist des reaktionären politischen Katholizismus wirkte in ihr weiter, was sich etwa an der unverhohlenen Bewunderung vieler Christdemokraten für Diktatoren wie Franco und Salazar oder einem angespannten Verhältnis zur freien Presse und den Institutionen der liberalen Demokratie offenbarte. Durch die schrittweise Abkehr von konservativen Positionen – in Deutschland vor allem in der Ära Kohl vollzogen – erfuhr die Christdemokratie schließlich einen nachhaltigen Demokratisierungsschub. Allerdings war der Preis dafür eine ideologische Entkernung. Fabio Wolkenstein blickt in seinem Buch auf die lange und wechselvolle Geschichte der Christdemokratie in Europa zurück und fragt, welchen autoritären Versuchungen sie widerstanden, aber auch welchen sie nachgegeben hat. Dabei spannt er einen weiten Bogen bis zur Gegenwart: Welche Strategien des Machterhalts wählen christdemokratische Parteien heute?
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-406-78238-1
- ISBN-Online
- 978-3-406-78240-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- C.H.Beck Paperback
- Band
- 6466
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 222
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- Christdemokratische Strategien Kein Zugriff
- Die neue Achse der Christdemokratie Kein Zugriff
- Wählerpräferenzen und Zukunftsszenarien Kein Zugriff
- Wofür steht die Christdemokratie? Kein Zugriff
- Eine andere Geschichte der Christdemokratie Kein Zugriff
- Auf der Suche nach einer Definition Kein Zugriff
- Die Theorie integrativer Politik Kein Zugriff
- Die katholische Soziallehre Kein Zugriff
- Ist die Kirche demokratiefähig? Kein Zugriff
- Politischer Katholizismus nach der Revolution Kein Zugriff
- Von 1848 zum Syllabus errorum und Non expedit Kein Zugriff
- Eine katholische Partei? Kein Zugriff
- Zwischen Autoritarismus und Demokratie (1900 – 1945) Kein Zugriff
- Vier Spielarten des politischen Katholizismus Kein Zugriff
- Aufbruch in die Nachkriegszeit Kein Zugriff
- Vorsichtiges Umdenken im Vatikan Kein Zugriff
- Wahre und falsche Demokratie Kein Zugriff
- Der christliche «dritte Weg» Kein Zugriff
- Eine «postliberale» Verfassung Kein Zugriff
- Antimaterialismus und Antiprotestantismus Kein Zugriff
- Illiberale Momente, rechte Appelle, eingeschränkte Demokratie Kein Zugriff
- Der andere Westen: Bewunderung für Franco Kein Zugriff
- Die Liberalisierung der Christdemokratie Kein Zugriff
- Ideologische Krisen und neue Partnerschaften Kein Zugriff
- Die folgenschwere Expansion einer Parteienfamilie Kein Zugriff
- «Hallo, Diktator!» Kein Zugriff
- Ist Orbán wirklich ein Christdemokrat? Kein Zugriff
- Die historischen Lehren von 1945 vs. 1989 Kein Zugriff
- Ideologiebefreite Opportunisten? Kein Zugriff
- Der neue politische Katholizismus jenseits der Christdemokratie Kein Zugriff
- V Schluss Kein Zugriff Seiten 170 - 180
- Dank Kein Zugriff Seiten 181 - 182
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 183 - 220
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 221 - 222




