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Zynische Theorien

Wie aktivistische Wissenschaft Race, Gender und Identität über alles stellt - und warum das niemandem nützt
Autor:innen:
Reihe:
C.H.Beck Paperback, Band 6467
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Nur weiße Menschen können Rassisten sein, nur Männer sind zu toxischem Verhalten fähig, es gibt kein biologisches Geschlecht, unsere Sprache ist sexistisch – ein neuer moralischer Kanon erobert westliche Universitäten und erschüttert die liberale Gesellschaft. Aber macht er die Welt auch wirklich besser? Helen Pluckrose und James Lindsay begeben sich in ihrem Bestseller auf die Spuren eines wissenschaftlichen Aktivismus, der überall nur noch Feinde sieht.

Postmoderne Denker wie Michel Foucault oder Jacques Derrida haben die Strukturen westlicher Gesellschaften so tiefgreifend dekonstruiert wie niemand vor ihnen. Ihr radikaler Skeptizismus hatte jedoch einen Preis. Helen Pluckrose und James Lindsay zeichnen in ihrem kontroversen Buch nach, wie die Grundannahmen der postmodernen Theorie seit den 1980er Jahren im Postkolonialismus, in der Critical-Race-Theorie, im intersektionalen Feminismus, in den Gender Studies und in der Queer-Theorie für den politischen Aktivismus scharf gemacht wurden. Ihr zentraler Befund lautet, dass ein freier Austausch wissenschaftlicher Argumente durch den aus diesen Reihen immer aggressiver vorgetragenen Anspruch auf Deutungshoheit zunehmend unmöglich wird. Damit erweisen der neue wissenschaftliche Aktivismus und seine Wächter den Minderheiten, für die sie sich angeblich einsetzen, jedoch einen Bärendienst: Drängende soziale Probleme werden von einer völlig überzogenen Sprachkritik und Cancel Culture überlagert – und potenziell wohlmeinende Unterstützer ziehen sich entnervt zurück, weil sie im erhitzten Diskursklima vorschnell dem reaktionären Lager zugeschlagen werden.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-406-78138-4
ISBN-Online
978-3-406-77482-9
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Reihe
C.H.Beck Paperback
Band
6467
Sprache
Deutsch
Seiten
380
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
  2. Einführung Kein Zugriff Seiten 7 - 19
  3. 1 Postmodernismus. Eine Revolution des Wissens und der Macht Kein Zugriff Seiten 20 - 46
  4. 2 Die Wende zum angewandten Postmodernismus. Repression sichtbar machen Kein Zugriff Seiten 47 - 72
  5. 3 Postkoloniale Theorie. Den Westen dekonstruieren, um das Andere zu retten Kein Zugriff Seiten 73 - 99
  6. 4 Queer-Theorie. Die Freiheit vom Normalen Kein Zugriff Seiten 100 - 126
  7. 5 Critical-Race-Theorie und Intersektionalität. Den Rassismus beenden, indem man ihn überall sieht Kein Zugriff Seiten 127 - 155
  8. 6 Feminismen und Gender Studies. Vereinfachung als Raffinement Kein Zugriff Seiten 156 - 183
  9. 7 Disability Studies und Fat Studies. Identitätstheorie für Selbsthilfegruppen Kein Zugriff Seiten 184 - 209
  10. 8 Social Justice und das Denken. Die Wahrheit der Social Justice Kein Zugriff Seiten 210 - 246
  11. 9 Social Justice in Aktion. Theorien sehen auf dem Papier immer gut aus Kein Zugriff Seiten 247 - 275
  12. 10 Eine Alternative zur Social-Justice-Ideologie. Liberalismus ohne Identitätspolitik Kein Zugriff Seiten 276 - 316
  13. Danksagung Kein Zugriff Seiten 317 - 317
  14. Ausgewählte Bibliografie Kein Zugriff Seiten 318 - 329
  15. Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 330 - 380

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