
Hier ist nicht Europa
Wie Israel Teil des Nahen Ostens wurde- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Villa im Dschungel oder Teil der Region? In der israelischen Öffentlichkeit mehren sich die Stimmen, die kritisch hinterfragen, ob wir Israel weiterhin als westliche Exklave im Nahen Osten ansehen können, als »Villa im Dschungel«, wie es der ehemalige israelische Premierminister Ehud Barak einst formulierte, oder ob wir Israel nicht längst als Teil der Region verstehen sollten - einerseits eingebunden durch ein engmaschiges Netz an geopolitischen Allianzen, andererseits beeinflusst von einer zunehmend nahöstlich geprägten politischen Kultur. Jenseits der israelischen Tagespolitik greift Johannes Becke diese Debatte auf und fragt differenziert nach der kulturellen Verortung der israelischen Gesellschaft. Er entwirft die These einer umfassenden kultur- und institutionengeschichtlichen Integration Israels seit seiner Gründung in den Raum des Nahen Ostens und Nordafrikas. Nicht nur das religiöse Recht, der riesige Sicherheitsapparat und der Umgang mit ethnischen Minderheiten entsprechen verbreiteten Mustern der Region, sondern auch die israelische Politik, Küche und Musik. Johannes Becke zeigt die Licht- und Schattenseiten der Integration und beschreibt Israel erstmals nicht als westlichen, sondern als nahöstlichen Staat.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5985-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8906-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 272
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung: Hier ist nicht Europa Kein Zugriff Seiten 7 - 18
- 1. Israels Okzidentalisierung: Besiedlung, Besatzung und der Vergleich als Waffe Kein Zugriff Seiten 19 - 38
- 2. Ein außergewöhnlicher Staat? Zur Exzeptionalisierung des zionistischen Projekts Kein Zugriff Seiten 39 - 62
- 3. Israel als nahöstliche Gesellschaft: Grundlagen eines Forschungsparadigmas Kein Zugriff Seiten 63 - 90
- 4. Vom Minarett zur Davidszitadelle: Israel als postosmanische Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 91 - 102
- 5. Monumentalismus und Miniaturisierung: Israel als postkoloniale Gesellschaft Kein Zugriff Seiten 103 - 122
- 6. Kolonialer Sündenstolz: Wie die radikale israelische Linke weiß wurde Kein Zugriff Seiten 123 - 142
- 7. Kurden und Hebräer: Indigenisierung und regionale Zugehörigkeit Kein Zugriff Seiten 143 - 164
- 8. Feind und Vorbild: Jüdisch-arabische Transkulturation Kein Zugriff Seiten 165 - 190
- 9. Weder Aschkenasim noch Misrachim: Kreolisierung in der israelischen Geschichte Kein Zugriff Seiten 191 - 216
- 10. Ein Plädoyer für die Israel-Studien Kein Zugriff Seiten 217 - 224
- Fazit: Hier ist nicht Europa – nach dem 7. Oktober 2023 Kein Zugriff Seiten 225 - 232
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 233 - 234
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 235 - 272




