
Montaigne
Philosophie in Zeiten des Krieges- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Sich immer eine Hintertür offen halten, nie alles von sich preisgeben, die Dinge plötzlich von ganz anderer Seite betrachten: Volker Reinhardt erzählt das Leben des philosophischen Virtuosen Montaigne konsequent in seinem historischen Kontext, der Zeit der Bürgerkriege in Frankreich. So erhält der Parlamentsrat, Romreisende, Bürgermeister von Bordeaux und Kammeredelmann scharfe Konturen, und wir können den Philosophen in seinem Schlossturm, der mit souveräner Distanz auf sich und die Welt blickt, besser verstehen. Schloss Montaigne, auf dem Höhepunkt der Bürgerkriege: Es klopft. Ein Mann wurde überfallen und begehrt eilig Einlass. Nach und nach treffen seine Begleiter ein. Montaigne schöpft Verdacht: ein trickreicher Überfall! Doch er lässt alle gastfreundlich ein. Die Naivität des Schlossherrn erweicht schließlich den Anführer, der das Signal zum Abzug gibt. Der Krieg zwingt zu unkonventionellen Überlebensstrategien. Montaigne empfiehlt mit dieser Episode "Natürlichkeit" im Verhalten und zugleich kluge Verstellung. Das ist auch die Strategie seiner Essays: Ob er über Freundschaft und Ehe, gute Gespräche und Erziehung oder über seine Krankheiten, Spleens und Obsessionen schreibt, immer wirkt er ganz arglos und spielt doch mit seinen Lesern. Bisher wurde die Biographie Montaignes meist aus seinen verführerisch authentisch klingenden Schriften abgeleitet. Volker Reinhardt geht den umgekehrten Weg und macht von Montaignes Leben aus die Essays neu verständlich: als eine Überlebensphilosophie in Zeiten der Gewalt, die uns bis heute direkt anspricht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-406-79741-5
- ISBN-Online
- 978-3-406-79743-9
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 330
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Einleitung: Schreiben gegen die Gewalt Kein Zugriff Seiten 9 - 20
- Selbstbildnis als Aristokrat Kein Zugriff
- Von Eyquem zu Montaigne Kein Zugriff
- Experimentelle Erziehung Kein Zugriff
- Auf dem Collège Kein Zugriff
- Landleben und natürliche Theologie Kein Zugriff
- Jurist wider Willen Kein Zugriff
- Freundschaft mit Etienne de la Boétie Kein Zugriff
- Das Geschäft der Ehe Kein Zugriff
- Der König und die Kannibalen Kein Zugriff
- Der Austritt aus dem parlement Kein Zugriff
- Abrechnung mit der Justiz Kein Zugriff
- Schlossherr im Bürgerkrieg Kein Zugriff
- Vier Widmungen, ein Ziel Kein Zugriff
- Der Ritter mit der goldenen Kette Kein Zugriff
- Vermittlungsarbeit zu Pferd und am Schreibtisch Kein Zugriff
- Die Essais von 1580 I: Anleitung zum Zweifel Kein Zugriff
- Die Essais von 1580 II: Anleitung zum Leben Kein Zugriff
- Die Essais von 1580 III: Das Ich und die anderen Kein Zugriff
- Die Essais von 1580 IV: Strategien des Überzeugens Kein Zugriff
- Das «Reisetagebuch» und seine Rätsel Kein Zugriff
- Die Reise des Standesherrn Kein Zugriff
- Der Todessprung Kein Zugriff
- Römische Exkursionen I: Der Mörder, der Papst und der Exorzist Kein Zugriff
- Römische Exkursionen II: Jüdische und christliche Riten Kein Zugriff
- Die Zensur Kein Zugriff
- Der Körper und seine Rechte Kein Zugriff
- Die Mühen der Politik Kein Zugriff
- Die Wiederwahl Kein Zugriff
- Eine untertänige Mahnung, viel Routine und ein königlicher Besuch Kein Zugriff
- Schreiben im Zeichen der Bedrohung Kein Zugriff
- Im Elend Kein Zugriff
- Auf gefahrvoller Mission Kein Zugriff
- Die Essais von 1588 I: Entstehung und Umrisse Kein Zugriff
- Die Essais von 1588 II: Wider den Wahn Kein Zugriff
- Die Essais von 1588 III: Die Methode der Selbsterkenntnis Kein Zugriff
- Die Essais von 1588 IV: Selbstbildnis als Biedermann Kein Zugriff
- Eine Tochter im Geiste und drei illustre Todesfälle Kein Zugriff
- Briefe an Heinrich IV Kein Zugriff
- Stille Tage auf Schloss Montaigne Kein Zugriff
- Zeittafel Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




