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Öffentliche Kleinkindererziehung in Bayern

Die Rolle des Staates bei der Definition einer Lebensphase im 19. Jahrhundert
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Der Lebensabschnitt zwischen dem Säuglings- und Schulalter erscheint als eine Zeit ohne Reglementierung. Dennoch entstanden mit Bewahranstalten, Kleinkinderschulen und Kindergärten bereits im 19. Jahrhundert Institutionen, deren Nachfolger heute zu einer Gleichläufigkeit dieser sog. Kleinkindphase führen. Schon damals wurden auch die Entscheidungen getroffen, nach denen wir gegenwärtig die öffentliche Kleinkindererziehung in Gesellschaft und Recht verorten. Dies zeigt die Studie am Beispiel Bayerns und seiner Geschichte öffentlicher Kleinkindererziehung. Deutlich wird, wie sich diese in Etappen von einer schichtspezifischen Einrichtung in Städten hin zu einer landesweiten, schichtübergreifenden Institution entwickelte. Stufenweise erfolgte auch die Definition der Lebensphase: angefangen mit der von Anbeginn vorhandenen Normierung der den Statuswechsel vom Klein- zum Schulkind erzwingenden Schulpflicht, über die die Lebensphase inhaltlich synchronisierende, früh auch staatlich normierte Kleinkindpädagogik der Einrichtungen, bis hin zur zunächst flexiblen, erst 1910 festgeschriebenen Abgrenzung nach unten. Das insgesamt zu verzeichnende Zusammenwirken gesellschaftlichen Engagements, staatlicher Unterstützung und Steuerung wird dabei als Beispiel einer regulierten Selbstregulierung beschrieben. Hierzu kommen neben zeitgenössischen Zeitschriften, Intelligenzblättern und pädagogischen Werken vor allem die in ihrer Fülle erstmals ausgewerteten bayerischen Verwaltungsakten zu Wort.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-465-04190-0
ISBN-Online
978-3-465-14190-7
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
Sprache
Deutsch
Seiten
362
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - X
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten XI - XII
  3. Einleitung Kein Zugriff Seiten 1 - 12
    1. A. Kleinkinder in der bayerischen Gesellschaft des ausgehenden 18. und frühen 19. Jh. Kein Zugriff
    2. B. Von der Theorie zur städtischen Praxis: Die öffentliche Kleinkindererziehung 1820 bis 1839 Kein Zugriff
    1. A. Die Normierungen der Jahre 1839, 1846 und 1847 Kein Zugriff
    2. B. Die öffentliche Kleinkindererziehung nach der Märzrevolution Kein Zugriff
    1. A. Die Renaissance der Kindergärten Kein Zugriff
    2. B. Der Weg zu den Allgemeinen Bestimmungen von 1910 Kein Zugriff
  4. Resümee Kein Zugriff Seiten 299 - 302
  5. Anhang Kein Zugriff Seiten 303 - 326
  6. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 327 - 360
  7. Personen- und Sachregister Kein Zugriff Seiten 361 - 362

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