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Jahrbuch der Luria-Gesellschaft 2020

Herausgeber:innen:
Verlag:
 2020

Zusammenfassung

Die Luria-Gesellschaft e.V. führt ihren Namen in memoriam Alexander Romanowitsch LURIA (Lurija), 1902 - 1977, der mit Lev S. VYGOTSKIJ und Alexej N. LEONT'EV die kulturhistorische Psychologie und die Tätigkeitstheorie begründete.Die Luria-Gesellschaft verfolgt den Zweck, das wissenschaftliche Erbe dieser Theorien zu sichern und inhaltlich weiterzuentwickeln. Die zentrale Aufgabe dieser Konzeption besteht in der Überwindung einer dualistischen, funktionalistischen und reduktionistischen Auffassung des Menschen und seines Bewusstseins. Dies kann nicht abgelöst von der Entwicklung der Kategorie Tätigkeit eingelöst werden, die als tätige Wechselbeziehung in der sozialen Auseinandersetzung mit der Welt, als Ausdruck des sinn- und systemhaften Aufbaus der psychischen Prozesse in der Entwicklung der Subjektivität verstanden wird.Kulturhistorisches und tätigkeitstheoretisches Herangehen an die Psyche setzt das Erkennen der Wechselbeziehungen zwischen der biologischen, psychischen und sozialen Ebene des ganzheitlichen Menschen voraus und reduziert diesen weder auf Psychologie und Biologie noch auf Soziologie.Die Eigenständigkeit der psychischen Funktionen als menschliches Erleben und menschliches Bewusstsein sind reale Momente des motivierten und emotional begründeten Tätigkeitsvollzuges der Persönlichkeit. Sie sind eingebunden in die menschlichen Lebensbedingungen und -beziehungen, die sie hervorbringen und die von ihnen hervorgebracht werden. Mit Alexander R. LURIA, dem Begründer der Neuropsychologie: »Die gesellschaftlichen Formen des Lebens zwingen das Gehirn, auf neue Weise zu arbeiten, sie lassen qualitativ neue funktionelle Systeme entstehen«.Das Jahrbuch der Luria Gesellschaft ist dieser Konzeption verpflichtet. Seine Inhalte orientieren sich an dem methodologischen und wissenschaftlichen Erbe der kulturhistorischen Schule/Tätigkeitstheorie und dessen Relevanz für die gegenwärtigen humanwissenschaftlichen Probleme und Fragestellungen.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2020
Copyrightjahr
2020
ISBN-Print
978-3-96543-177-5
ISBN-Online
978-3-96543-267-3
Verlag
Lehmanns Media, Berlin
Sprache
Deutsch
Seiten
96
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
    2. Vorwort Kein Zugriff
  1. Emotionale Entwicklung unter Bedingungen der Vernachlässigung, Miss-achtung und sozialer Exklusion Kein Zugriff Seiten 9 - 27
  2. Nein zur Macht – ein Exkurs zu Freiheit und Befreiung. Ein Plädoyer für Anarchie als Grundlage einer synthetischen Humanwissenschaft Kein Zugriff Seiten 28 - 38
  3. Die wilde Spekulation – Anmerkungen zum »spekulativen Materialismus« in der postmodernen französischen Philosophie Kein Zugriff Seiten 39 - 48
  4. Hommage an Nina Fjodorovna Talyzina (1923-2018): Ein Interview von N. F. Talyzina über das Modellieren der Erkenntnistätigkeit und der Lehre Kein Zugriff Seiten 49 - 66
  5. Sergej Nikolaevi Mareev (2. Mai 1941 – 12. September 2019) Kein Zugriff Seiten 67 - 77
  6. Vom Weg in die Freiheit – zum Andenken an David Graeber Kein Zugriff Seiten 78 - 81
  7. Psychologie des Abbilds Kein Zugriff Seiten 82 - 95
  8. Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 96 - 96

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