
»Sterbende Kohle« und »flüssiges Gold«
Rohstoffnarrative der Zwischenkriegszeit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Dariya Manova rekonstruiert die Literaturgeschichte der Rohstoffe in der Populärliteratur und Publizistik im Deutschland der 1920er und 30er Jahre.
Was sind die entscheidenden Faktoren unsrer Entwicklung geworden, Seele oder Petroleum?« Erwin Piscator erhebt mit dieser Frage 1928 neue Maßstäbe für die Literatur- und Theaterproduktion. Statt der Dramen bürgerlicher Söhne sollen fortan die neuen Machtverhältnisse durch die globale Rohstoffwirtschaft im Zentrum nicht nur des politischen, sondern auch des kulturellen und literarischen Lebens stehen. Dariya Manova erzählt die Geschichte dieser über Piscators Bühne und die Berliner Avantgarde weit hinausreichenden Forderung, ihrer Folgen und Früchte.
Rohstoffe wie Steinkohle und das »flüssige Gold« Erdöl treten unter spannungsreichen Bedingungen auf die literarische Bühne. Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg, die Ruhrbesetzung sowie die Patentierung und Produktion synthetischer Stoffe werden zu Zeichen dafür, dass Besitz und Zugang zu Rohstoffen über Sieger und Verlierer im Krieg und Frieden entscheiden. Für die Literatur erzeugen Rohstoffe nicht nur einen Bezug zum Materiellen und zur ökonomischen Realität, sondern beanspruchen ein unübertroffen authentisches Erzählen. Umgekehrt werden sie im öffentlichen Diskurs zu Trägern kultureller, exotistischer, chauvinistischer und faschistischer Narrative.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3920-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4645-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 356
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung: Energie und Rohstoff in der Literatur(-wissenschaft) Kein Zugriff Seiten 7 - 26
- 1. Knappe Rohstoffe im Ersten Weltkrieg? Kein Zugriff
- 2. Anschreiben gegen den Rohstoffmangel Kein Zugriff
- Das Amerika von Taylor und Ford Kein Zugriff
- Amerikanische Literaturinvasion und Erzählkrise Kein Zugriff
- Essen ist Detroit: Das Ruhrgebiet als Miniatur der Neuen Welt Kein Zugriff
- Kohle, Kalk und Stadtgas: Querschnitt durch die Publizistik der Weimarer Zeit Kein Zugriff
- 3. Die Petroleummode auf der Berliner Bühne Kein Zugriff
- Automobilismus im Nachkriegsdeutschland Kein Zugriff
- Boyfriend aus Metall Kein Zugriff
- Reisen, Rasen, Tanken: Schreiben mit Benzin Kein Zugriff
- Mit dem Totenschiff über den Ozean: Neue Figuren des Abenteuerromans Kein Zugriff
- Schatzsuche auf dem Ölfeld: Gold vs. Petroleum Kein Zugriff
- Überfluss und Infrastruktur im (Roh-)Stoffparadies Mexiko Kein Zugriff
- Die Grenzen der Literarischen Welt Kein Zugriff
- »Ein Orientale über den Orient«: Erdöl als Medium der Autobiografie Kein Zugriff
- Von der Auto- zur Rohstoffbiografie Kein Zugriff
- 1. Versachlichung der Literatur Kein Zugriff
- Die biografische Mode Kein Zugriff
- Jacobs Kaffee: Biografie eines Stoffes Kein Zugriff
- Radium: Zerfall der Materie Kein Zugriff
- Vom Plagiat zur Innovation: eine neue deutsche Unterhaltungsliteratur Kein Zugriff
- Rohstoffbuch statt Kriminalroman: Kampf um die Weltmacht Öl Kein Zugriff
- King Cotton entthronen: Chemie bricht Monopole Kein Zugriff
- 4. Synthetische Stoffe und atomare Energie im deutschen Zukunftsroman Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff
- Primärliteratur Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff
- Register Kein Zugriff
- Impressum Kein Zugriff




