Cover des Buchs: Kollektives Unrecht und individuelle Schuld
, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Kollektives Unrecht und individuelle Schuld

Autor:innen:
Verlag:
 2023

Zusammenfassung

Im Völkerstrafrecht herrscht ein individualistisches Narrativ vor. Systemunrecht wird allein auf das Verhalten von Individuen zurückgeführt. Es handelt sich hierbei um eine nützliche Fiktion, durch die eine normative Konfliktverarbeitung ermöglicht werden soll. Sie setzt auf die Isolierung des einzelnen Täters und damit – wie beim »normalen« Strafrecht – auf die individuelle Zurechnung der Taten. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Vereinzelungstechnik, dass der Völkerstraftäter innerhalb eines kollektiven Aktionszusammenhangs konform handelt. Es drängt sich die Frage auf, welche Auswirkungen diese kollektive Dimension auf die Schuld des Einzelnen hat. Die individuelle Zurechnung erscheint zu reduktionistisch, um kollektives Unrecht aufzuarbeiten. Wie aber lässt sich vermeiden, dass der Einzelne zum Sündenbock für Taten wird, die ohne den kollektiven Hintergrund überhaupt nicht denkbar sind? Dies ist auch eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2023
ISBN-Print
978-3-465-04636-3
ISBN-Online
978-3-465-14636-0
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Juristische Abhandlungen
Band
59
Sprache
Deutsch
Seiten
274
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VIII
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 1 - 4
  3. Einleitung Kein Zugriff Seiten 5 - 7
    1. A. Das »individualistische Narrativ« im Völkerstrafrecht Kein Zugriff
    2. B. Die Teilhabe des Einzelnen am objektiven Geist und ihre Bedeutung für die Frage nach der strafrechtlichen Schuld Kein Zugriff
    3. C. Tout comprendre, c’est tout pardonner? Kein Zugriff
    4. D. Gerechtes Darstellen im Strafrecht Kein Zugriff
    1. A. Horizontale Erweiterung Kein Zugriff
      1. I. Individuelle Zurechnung kollektiven Verhaltens (Jäger) Kein Zugriff
      2. II. Systemorientierte Unrechtslehre (Lampe) Kein Zugriff
      3. III. Anerkennung eines besonderen (übergesetzlichen) Schuldminderungsgrundes und Verweisung der Problematik in die flexiblere Strafzumessung Kein Zugriff
      4. IV. Modifizierter Zurechnungszusammenhang (Marxen) Kein Zugriff
      5. V. Soziale Tatherrschaft (Schlösser) Kein Zugriff
      6. VI. Abgestuftes Mehrebenenmodell systemischer Tatherrschaft (Vest) Kein Zugriff
    2. C. Zwischenergebnis Kein Zugriff
      1. I. Die menschliche Willensfreiheit Kein Zugriff
      2. II. Handlungstheoretische Überlegungen und die Bedeutung der Situationsdefinition Kein Zugriff
      3. III. Welches Menschenbild legen wir dem Strafrecht eigentlich zugrunde? Kein Zugriff
      4. IV. Notwendige Berücksichtigung der Lebenswelt des Täters Kein Zugriff
      1. I. Darstellung der Jakobsschen Konzeption Kein Zugriff
        1. 1. Grundlegende Einwände und Fragen Kein Zugriff
        2. 2. Weitere Schlussfolgerungen Kein Zugriff
      2. III. Zwischenruf: Eine Frage der richtigen Terminologie: Vom Begriff »Schuld« und seiner Bedeutung für die Verantwortung des Strafjuristen Kein Zugriff
    1. B. Verteilung von Verantwortung – eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit Kein Zugriff
      1. I. Systemdenken und Interdisziplinarität Kein Zugriff
          1. a) Fundament: »Allgemeine Systemtheorie« (v. Bertalanffy) Kein Zugriff
          2. b) Methode: »Allgemeine Systemtheorie« als operative Modelltheorie Kein Zugriff
    2. D. Verortung der systemischen Erwägungen innerhalb der allgemeinen Zurechnungslehre Kein Zugriff
      1. I. Zweifel an der Leistungsfähigkeit des dualistischen Beteiligungssystems und der Tatherrschaftslehre Kein Zugriff
      2. II. Grundgedanken des einheitstäterschaftlichen Denkens Kein Zugriff
    1. A. Der Leitgedanke Kein Zugriff
    2. B. Anknüpfungspunkt: Der Output des personalen Systems Kein Zugriff
    3. C. Ein Blick in die black box Täter Kein Zugriff
    4. D. Die Verflochtenheit des Täters: Die relationale Umwelt Kein Zugriff
      1. I. Vorbemerkung zu der Gefahr, Völkerstrafrecht als Mittel der Machtverneinung zu begreifen Kein Zugriff
      2. II. Freistellungen im Strafrecht Kein Zugriff
    5. F. Abschließende Bemerkungen Kein Zugriff
  4. Kap. 6: Ergebnisse in 10 Thesen Kein Zugriff Seiten 237 - 238
  5. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 239 - 274

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Strafrecht & Kriminologie", "Recht allgemein, Übergreifende Werke und Sammlungen"
Cover des Buchs: Das erlangte Etwas bei Steuerstraftaten
Monographie Kein Zugriff
Stefan Holzmaier
Das erlangte Etwas bei Steuerstraftaten
Cover des Buchs: Überobligatorische Compliance als Risiko strafrechtlicher Haftung
Monographie Kein Zugriff
Patricia Magdalena Labussek
Überobligatorische Compliance als Risiko strafrechtlicher Haftung
Cover des Buchs: Kostenübersichtstabellen
Monographie Kein Zugriff
Manfred Schmeckenbecher, Karin Scheungrab
Kostenübersichtstabellen
Cover des Buchs: Taschen-Definitionen
Lehrbuch Kein Zugriff
Nomos Verlag
Taschen-Definitionen