
Chlodwig I.
Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt- Autor:innen:
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Seit dem 3. Jahrhundert brandeten – ausgelöst durch kriegerische Entwicklungen im Osten – immer wieder Wellen herandrängender Völker gegen die Grenzen des Imperium Romanum. Die Versuche der römischen Kaiser, die Fremden militärisch abzuwehren, scheiterten. Und auch dem Bemühen der römischen Verwaltung, die Entwicklung wenigstens zu steuern und dabei große Verbände von Goten, Franken und anderen Völkern ins Reich zu integrieren, ja, sie sich sogar dienstbar zu machen, war nur zeitweilig und letztlich um den Preis der eigenen Herrschaft Erfolg beschieden. Aber wenn auch die Kraft der neuen Gewaltgemeinschaften ausgereicht hatte, das weströmische Reich zum Einsturz zu bringen, war es doch eine ganz andere Aufgabe, auf den Trümmern der alten Macht eine eigene, dauerhafte Herrschaft zu errichten. So bestimmte eine vielfach mit Waffengewalt ausgefochtene Konkurrenz zwischen, aber auch blutige Rivalität innerhalb der Gruppen die Jahrhunderte des Epochenwechsels von der Spätantike zum Frühmittelalter.
In diese Situation wurde Chlodwig im Jahre 465 als Sohn des Frankenkönigs Childerich geboren. Als er 481/82 die Herrschaft seines Vaters übernahm, war seine Zukunft alles andere als gesichert, und er hätte ebenso gut als einer von zahllosen, kaum bekannten Kleinkönigen scheitern und zu einer schemenhaften Gestalt der europäischen Frühgeschichte werden können. Doch als er nach einer außergewöhnlich langen Regierungszeit im Jahr 511 friedlich starb, hatte er gegen zahllose Widerstände das Frankenreich geeint und die ersten territorialen, kulturellen und religiösen Grundlagen für eine Nationenbildung in Mitteleuropa gelegt.
Erfolgreiche Herrscher finden auch in schwierigen Zeiten leichter einen Biographen. Im Falle Chlodwigs nahm sich Bischof Gregor von Tours (538/39–594) dieser Aufgabe an. Ihm verdanken wir eine ungemein wertvolle, aber auch tendenziöse Lebensbeschreibung seines Protagonisten, die von der Begeisterung des Kirchenmannes für die religionspolitischen Verdienste des Frankenkönigs getragen ist. Der Mediävist Matthias Becher hat diese, aber auch viele andere Quellen kritisch ausgewertet und bietet seinerseits eine scharf konturierte Darstellung Chlodwigs, wobei er dessen historische Leistungen ebenso wie die Nachtseiten seiner Herrschaft vor dem Hintergrund einer dramatischen Epoche herausarbeitet. Er beschließt diese spannende, klug bebilderte und mit guten Karten ausgestattete Biographie mit einem Ausblick auf das Nachleben Chlodwigs.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-406-61370-8
- ISBN-Online
- 978-3-406-61371-5
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 334
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- EINLEITUNG Kein Zugriff Seiten 9 - 22
- 1. DIE FRANKEN UND DAS RÖMISCHE REICH Kein Zugriff Seiten 23 - 71
- 2. GALLIEN UND DAS ENDE DES WESTRÖMISCHEN REICHES Kein Zugriff Seiten 72 - 102
- 3. DIE FRÜHEN FRANKENKÖNIGE IM DUNKEL DER ÜBERLIEFERUNG Kein Zugriff Seiten 103 - 143
- 4. DIE ANFÄNGE CHLODWIGS Kein Zugriff Seiten 144 - 173
- 5. DIE TAUFE CHLODWIGS Kein Zugriff Seiten 174 - 203
- 6. CHLODWIG ALS EROBERER – FEHLVERSUCHE UND ERFOLGE Kein Zugriff Seiten 204 - 234
- 7. CHLODWIG ALS PRIMUS REX FRANCORUM. HERRSCHAFT AUF RÖMISCHEN UND FRÄNKISCHEN GRUNDLAGEN Kein Zugriff Seiten 235 - 264
- 8. CHLODWIGS TOD UND NACHLEBEN – VON DER IMITATIO IMPERII ZUR BEGRÜNDUNG DES FRANZÖSISCHEN KÖNIGTUMS Kein Zugriff Seiten 265 - 282
- ANMERKUNGEN Kein Zugriff Seiten 283 - 290
- BILD- UND KARTENNACHWEIS Kein Zugriff Seiten 291 - 291
- DANKSAGUNG Kein Zugriff Seiten 292 - 292
- STAMMTAFELN Kein Zugriff Seiten 293 - 296
- BIBLIOGRAPHIE Kein Zugriff Seiten 297 - 318
- REGISTER Kein Zugriff Seiten 319 - 332
- ZUM BUCH Kein Zugriff Seiten 333 - 334




