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Gebildeter Antisemitismus an Universitäten in Deutschland
Orte der Toleranz?- Autor:innen:
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Der Autor untersucht ein in der Antisemitismusforschung bisher vernachlässigtes Milieu und eine viel zu wenig beachtete Gruppe: Auf Basis von 30 Interviews mit Studierenden wird Antisemitismus an Universitäten in Deutschland analysiert und nachgezeichnet. Die Analyse der Interviewgespräche liefert dabei nicht nur Einblicke in die Gedanken- und Gefühlsstrukturen der Studentenschaft, sondern ermöglicht auch erste Rückschlüsse und Erklärungsansätze, was die zahlreichen antisemitischen Vorfälle an Universitäten nach dem Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel ermöglicht bzw. begünstigt hat.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-7560-2413-1
- ISBN-Online
- 978-3-7489-5288-6
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Interdisziplinäre Antisemitismusforschung/Interdisciplinary Studies on Antisemitism
- Band
- 17
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 374
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
KapitelSeiten
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 16 Download Kapitel (PDF)
- 1 EinführungSeiten 17 - 24 Download Kapitel (PDF)
- 2.1 Antisemitismus: Definition und Facetten
- 2.2 Historische Genese des Gebildeten Antisemitismus
- 2.3 Tabuisierung, soziale Ächtung und soziale Erwünschtheit
- 2.4.1 Argumentationsmuster des Gebildeten Antisemitismus
- 2.4.2 Weitere Charakteristika des Gebildeten Antisemitismus
- 2.5 Weitere Ergebnisse quantitativer Forschungsarbeiten zu Gebildetem Antisemitismus
- 3.1 Geschichte des Antisemitismus an Universitäten
- 3.2 Antisemitische Vorfälle an Universitäten
- 3.3 Dozenten und Lehrveranstaltungen: Beispiele an der HAWK Hildesheim, FU und HU Berlin
- 3.4 Veranstaltungen und Gäste: Ein Beispiel an der Universität Göttingen
- 3.5 Die Rolle der antisemitischen BDS-Kampagne
- 3.6 Reflexhafte Verteidigung – Debatten, offene Briefe und Initiativen aus dem akademischen Milieu
- 3.7 Zur Situation in den USA und Großbritannien: Campus-Antisemitismus
- 3.8 Zwischenfazit: Zwischen Kontinuität und ‚blindem Fleck‘
- 4.1 Erkenntnisinteresse und Fragestellung
- 4.2.1 Erstellung des Leitfadens
- 4.2.2 Interviewführung und Maßnahmen zur Reduzierung der sozialen Erwünschtheit
- 4.3 Gewinnung der Untersuchungspartner
- 4.4 Ablauf der Datenerhebung und Zusammensetzung der Befragtengruppe
- 4.5 Sicherung und Transkription der Daten
- 4.6 Auswertungsmethode: Die qualitative Inhaltsanalyse
- 4.7 Darstellung der Ergebnisse
- 5.1.1 Erste Assoziation und Grundwissen
- 5.1.2 Persönlicher Kontakt zu Juden und Interesse am Judentum
- 5.1.3 Anzahl der Juden in Deutschland
- 5.1.4 Wahrnehmung im Stadtbild und Bedeutung eines Synagogenbesuchs
- 5.1.5 NS-Zeit und Holocaust als prägende Vorstellungen vom Judentum
- 5.1.6 Bekannte Stereotype gegenüber Juden
- 5.1.7 Auftretende klassische Stereotyp-Konzeptualisierungen
- 5.1.8.1 Antisemitismus als Problem
- 5.1.8.2 Eingeschränktes Problembewusstsein und Subsummierung
- 5.1.8.3 ‚Kleinreden‘ von Antisemitismus: Ein Problem der Vergangenheit oder das Problem Anderer
- 5.1.8.4 Leugnung von Antisemitismus als Problem
- 5.1.8.5 Nacherhebung zur Wahrnehmung von Antisemitismus an der Universität Hamburg
- 5.1.8.6 Wahrnehmung von Schutzmaßnahmen
- 5.1.8.7 Der Anschlag von Halle 2019
- 5.1.8.8 Nennung und Wahrnehmung anderer antisemitischer Vorfälle
- 5.1.9 Zwischenfazit
- 5.2.1 Betonung von vergangener Zeitspanne und (persönlicher) Nichtinvolviertheit
- 5.2.2 Re-Fokussierung auf Positiveres
- 5.2.3 Verschweigen, Umschreiben, Verharmlosen und Verdrängen
- 5.2.4 Argumentationsmuster zur Rechtfertigung und Vorwurfsgefühle
- 5.2.5 Empfundene Allgegenwärtigkeit: Vorwurfs- und Rechtfertigungsgefühle in der Schule
- 5.2.6 Widersprüche in der Selbsteinschätzung und Wissensquellen der Befragten
- 5.2.7 Auswirkungen eines NS- und KZ-Gedenkstättenbesuchs
- 5.2.8 Ablehnung Schlussstrichforderung und Betonung deutscher Verantwortung
- 5.2.9 Zwischenfazit
- 5.3.1 Bewusstes (Un)Wissen zu Israel und zum Nahostkonflikt
- 5.3.2 Herkunft des Wissens
- 5.3.3 Gewalt und Konflikt als dominantestes Zerrbild
- 5.3.4 Die Ursache existierender Zerrbilder: Die studentische Wahrnehmung der medialen Berichterstattung
- 5.3.5 Wahrnehmung einer pro-israelischen Berichterstattung
- 5.3.6.1 Israel als rückständig und ‚unfähig‘ zum Frieden
- 5.3.6.2 Israel als artifizielles und ‚unnatürliches‘ Land
- 5.3.6.3 Israel als keine Demokratie
- 5.3.6.4 Israel als überlegener Unrechtsstaat
- 5.3.6.5 Aus- und Abgrenzung: Juden als Israelis und Juden als Fremde
- 5.3.7 Harmoniebedingte Passivität: Haltung der Studierenden zu einem Boykott Israels
- 5.3.8.1 Ablehnung von NS-Vergleichen
- 5.3.8.2 Eingeschränkte Ablehnung und eingeschränkte Zustimmung
- 5.3.8.3 Zustimmung ohne Einschränkungen
- 5.3.9 Imaginiertes Kritiktabu und das Brechen ‚realer Tabus‘
- 5.3.10 Zwischenfazit
- 5.4 Kosmos der Universität
- 5.5 Medien- und Nachrichtenkonsum
- 6.1 Beantwortung der Forschungsfrage und Zusammenfassung der Ergebnisse
- 6.2 Schlussfolgerungen und Einordnung in den Forschungsstand
- 6.3 Reflexion über die Forschungsergebnisse
- 6.4 Methodischer Beitrag
- 7 Fazit und AusblickSeiten 323 - 328 Download Kapitel (PDF)
- 8 Literatur- und QuellenverzeichnisSeiten 329 - 354 Download Kapitel (PDF)
- Einwilligungserklärung zur Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Interviewdaten




