Politikwandel zwischen Kontingenz und Strategie
Zur Etablierung der Ganztagsschule in Deutschland- Autor:innen:
- Reihe:
- Policy Analyse, Band 1
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Die Entwicklung von der beinahe alternativlosen Halbtagsschule zu einem flächendeckenden Angebot an Ganztagsschulen hatte einen Wandel der Bildungs- und Familienpolitik im konservativen deutschen Wohlfahrtsstaat zur Folge. Zum einen wurde das Verhältnis zwischen den traditionell getrennten Bereichen der Bildungs- und Sozialpolitik im Sinne einer Bildungspolitik als präventive Sozialpolitik enger. Zum anderen trat damit neben die sozial- und familienpolitische Unterstützung der klassischen Familienkonstellation die Intensivierung der Bemühungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Wie dieser Wandel möglich war, wird mit einer Multiple-Streams-Analyse zur Durchsetzung des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) rekonstruiert. Auf der Grundlage von Experteninterviews und einer Dokumentenanalyse wird gezeigt, wie der Bund zum ersten und bisher einzigen Mal in eine der Kernkompetenzen der Länder – die Schulpolitik – eingegriffen und zum Wandel der deutschen Bildungs- und Familienpolitik beigetragen hat.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-6674-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3417-5
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Policy Analyse
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 282
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 18
- Statuserhalt als Kernprinzip des deutschen Sozialstaats Kein Zugriff
- Die Normalfamilie als Pfeiler in der deutschen Wohlfahrtsarchitektur Kein Zugriff
- Die Halbtagsschule: Ausdruck und Stabilisierung des konservativen Arrangements Kein Zugriff Seiten 35 - 40
- Die quantitative Entwicklung der Ganztagsschule Kein Zugriff Seiten 40 - 45
- Kurswechsel in der Bildungspolitik: Ganztägige Bildung als Teil präventiver Sozialpolitik Kein Zugriff
- Kurswechsel in der Familienpolitik: Ganztägige Betreuung als Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Kein Zugriff
- Bildungspolitik als ‚Ländersache‘ Kein Zugriff Seiten 58 - 65
- Vereinheitlichungsversuche durch Beratungsgremien Kein Zugriff Seiten 65 - 67
- Ausdehnung der Bundeskompetenzen während der Großen Koalition 1966–1969 Kein Zugriff Seiten 67 - 70
- Das bildungspolitische Engagement der sozialliberalen Koalition 1969–1982 Kein Zugriff Seiten 70 - 74
- Bildungspolitische Stagnation und Zurückhaltung des Bundes Kein Zugriff Seiten 74 - 77
- Differenzierung in 16 Bildungslandschaften Kein Zugriff Seiten 77 - 81
- Neuer Vereinheitlichungstrend: Die Internationalisierung der Bildungspolitik Kein Zugriff Seiten 81 - 86
- Multiple Streams: Infragestellung rationaler Vorgänge Kein Zugriff Seiten 87 - 93
- Problem Stream: Wie wird etwas zum Problem? Kein Zugriff Seiten 93 - 97
- Policy Stream: Wie wird eine Idee prominent? Kein Zugriff Seiten 97 - 100
- Politics Stream: Zustimmung der politischen Kräfte? Kein Zugriff Seiten 100 - 103
- Window of Opportunity: Zeit der Möglichkeit Kein Zugriff Seiten 103 - 106
- Politisches Entrepreneurship: Das Koppeln der Ströme Kein Zugriff Seiten 106 - 110
- Das doppelte Menschenbild Kein Zugriff Seiten 110 - 115
- Theoretische Entwicklung zwischen Akteur/in und Struktur Kein Zugriff Seiten 115 - 119
- Erkenntnisoptionen und Reichweite des Ansatzes Kein Zugriff Seiten 119 - 121
- Multiple Streams: Konzeptionelle Anlage der empirischen Analyse Kein Zugriff Seiten 121 - 123
- Gütekriterien qualitativer Sozialforschung Kein Zugriff Seiten 124 - 128
- Gegenstandsangemessenheit: Prozessrekonstruktion über Dokumente, Experteninterviews und eine computergestützte qualitative Inhaltsanalyse Kein Zugriff Seiten 128 - 132
- Dokumentation des Wissenschaftsverständnisses Kein Zugriff Seiten 132 - 136
- Dokumentation der Bedeutung und Auswahl von Dokumenten Kein Zugriff Seiten 136 - 137
- Das Experteninterview als eigenständige Erhebungsmethode Kein Zugriff
- Zuschnitt der Experteninterviews zur Rekonstruktion des politischen Prozesses der Durchsetzung des IZBB Kein Zugriff
- Auswertungsstrategien der qualitativen Inhaltsanalyse und Zuschnitt zur Rekonstruktion des politischen Prozesses der Durchsetzung des IZBB Kein Zugriff
- Computergestützte Auswertung mit MAXQDA Kein Zugriff
- Empirische Verankerung und theoriegeleitetes Vorgehen Kein Zugriff Seiten 155 - 156
- Problemdefinition I: ‚PISA-Schock‘ Kein Zugriff Seiten 157 - 162
- Problemdefinition II: Vereinbarkeit von Familie und Beruf Kein Zugriff Seiten 162 - 165
- Die Idee Ganztagsschule im Softening-up-Prozess Kein Zugriff Seiten 165 - 173
- Die Überlebensfähigkeit der Idee Ganztagsschule Kein Zugriff Seiten 173 - 177
- Öffentliche Meinung: Gefühlte Zustimmung Kein Zugriff Seiten 177 - 180
- Verbände: Gesamtgesellschaftlicher Konsens? Kein Zugriff Seiten 180 - 185
- Parteien: Grundsätzliche Zustimmung bei unterschiedlicher Reichweite Kein Zugriff Seiten 185 - 188
- Föderale Akteure: Heterogenität in der deutschen Bildungslandschaft Kein Zugriff Seiten 188 - 193
- Window of Opportunity: „PISA 2000“ Kein Zugriff Seiten 193 - 197
- Ganztagsschule als nationale Antwort auf PISA: Von der Vorbereitung bis zur Ankündigung Kein Zugriff
- Mehrdeutige Einschätzungen und Framing: Wechselspiel zwischen den Policy Makern der CDU/CSU und der SPDgeführten Bundesregierung Kein Zugriff
- Die Lockerung der ‚goldenen Zügel‘: Einigung und Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung Kein Zugriff
- Das IZBB als ‚Sündenfall‘: Die Föderalismusreform Kein Zugriff
- Das IZBB als Präzedenzfall: Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Kein Zugriff
- Ganztagsschulen als gesamtgesellschaftlicher Konsens Kein Zugriff
- Zukunft der Ganztagsschule in Deutschland Kein Zugriff
- Fazit und Ausblick Kein Zugriff Seiten 251 - 256
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 257 - 282





