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Sammelband Kein Zugriff

Normalungetüme

School Shootings aus psychoanalytisch-sozialpsychologischer Perspektive
Herausgeber:innen:
Verlag:
 01.08.2013

Zusammenfassung

Gewalt erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung fast immer als etwas Fremdes, das überraschend in eine friedlich-zivilisierte Welt einbricht – gerade wenn es um School Shootings geht. Während die Medien psychopathische TäterInnen, zerrüttete Familienstrukturen und soziale Randgruppen in den Mittelpunkt rücken, lenkt die Psychoanalyse die Aufmerksamkeit auf die Allgegenwart von Gewaltfantasien und mörderischen Impulsen, die in der Entwicklung des Individuums eine prominente Rolle spielen. Unter bestimmten psychosozialen Bedingungen können die zuvor sozialverträglich gehemmten Impulse, nachträglich umgeformt, erneut hervorbrechen – bei männlichen Jugendlichen insbesondere in Form von physischer Gewalt.

Kritische Gesellschaftstheorien betonen, dass die kapitalistische Vergesellschaftung auf Gewalt beruht und familiäre wie schulische Sozialisationsprozesse von gewaltförmigen Macht- und Herrschaftsverhältnissen durchzogen sind. Es ist daher eine zentrale Annahme der psychoanalytischen Sozialpsychologie, dass die gesellschaftliche Normalität »Normalungetüme« (Adorno) gebiert, die in Krisenzeiten auch zu offener Gewalt fähig sind, wie sie sich in School Shootings zeigt.

Mit Beiträgen von Markus Brunner, Götz Eisenberg, Benjamin Faust, Christine Kirchhoff, Jan Lohl, Nadja Meisterhans, Rolf Pohl, Sebastian Winter und Achim Würker


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
Erscheinungsdatum
01.08.2013
ISBN-Print
978-3-8379-2228-8
ISBN-Online
978-3-8379-6615-2
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Reihe
Psyche und Gesellschaft
Sprache
Deutsch
Seiten
201
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. »Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod« – Normalität und School Shooting. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 14 Markus Brunner, Jan Lohl
  3. Amok in Erfurt. Vor zehn Jahren ereignete sich das Massaker am Gutenberg-Gymnasium Kein Zugriff Seiten 15 - 34 Götz Eisenberg
  4. Der Amoklauf als entfremdeter und androzentrischer Anerkennungswunsch. Überlegungen zu dem Verhältnis von neoliberaler Ideologie und verstümmelter Subjektivität Kein Zugriff Seiten 35 - 58 Nadja Meisterhans
  5. Todestrieb und Amoklauf. Ein Übersetzungsversuch Kein Zugriff Seiten 59 - 76 Christine Kirchhoff
  6. Scham und Gewalt in der Schule. Tiefenhermeneutische Überlegungen zum Thema School Shooting Kein Zugriff Seiten 77 - 102 Achim Würker
  7. School Shootings als männliche »Lösung« der narzisstischen Spannung zwischen Selbstverwirklichung und Anpassung im Postfordismus Kein Zugriff Seiten 103 - 130 Sebastian Winter
  8. Paranoide Abwehr-Kampf-Haltung und männliche Adoleszenz. Was verbindet Tim Kretschmer mit Anders Behring Breivik? Kein Zugriff Seiten 131 - 162 Rolf Pohl
  9. Der Amoklauf von Winnenden als mediales Ereignis Kein Zugriff Seiten 163 - 198 Benjamin Faust
  10. Autoren und Autorinnen Kein Zugriff Seiten 199 - 201

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