Lange Schatten der Kulturrevolution
Eine transgenerationale Sicht auf Politik und Emotion in der Volksrepublik China- Autor:innen:
- Reihe:
- Psyche und Gesellschaft
- Verlag:
- 01.06.2019
Zusammenfassung
Im Schatten der emotionalen Manipulationen während der Kulturrevolution (1966–76) gilt das Verhältnis von Politik und Emotion im postmaoistischen China als stark belastet. Sascha Klotzbücher fragt nach den Langzeitwirkungen dieser emotionalen Manipulation und analysiert Maoismus nicht als politischen Herrschaftsmechanismus, sondern in seiner lebensweltlichen und identitätsstiftenden Funktion. In seiner umfassenden Studie untersucht der Autor das Verhältnis von Emotion und Politik in einer transgenerationalen Forschung aus der Erlebnisperspektive der Beteiligten an der Kulturrevolution und ihrer Nachkommen.
Darüber hinaus stellt er mit dieser Arbeit ein partizipatives Forschungsdesign vor, in dem die eigene Subjektivität des Forschers/der Forscherin mitgedacht wird. Die Analyse dieser ForscherInnensubjektivität definiert einen neuen transregionalen Standpunkt, von dem aus die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Kulturrevolution und den nachfolgenden Prozessen der Erinnerungskultur neu bewertet werden muss.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- Erscheinungsdatum
- 01.06.2019
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2829-7
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7418-8
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Psyche und Gesellschaft
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 547
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 18
- 1 Einleitung Kein Zugriff Seiten 19 - 44
- 2 Die Forschersubjektivität in den Chinawissenschaften Kein Zugriff Seiten 45 - 45
- 2.1.1 Gefühle als virulentes Erbe einer vergangenen politischen Kultur Kein Zugriff
- 2.1.2 Angst als strukturimmanentes Merkmal der Feindbeobachtungen Kein Zugriff
- 2.1.3 Entdämonisierung des kommunistischen Zukunftsentwurfs: Sympathie, Identifikation und projektive Rationalisierung Kein Zugriff
- 2.1.4 Ausschluss und Identität des »Beobachters von Beobachtung« Kein Zugriff
- 2.1.5 Vom Beobachter zum Verkünder: Die illusionäre Negierung des Ausschlusses Kein Zugriff
- 2.1.6 Professionelle Abwehrstrategien und das daraus entstehende epistemologische Dilemma Kein Zugriff
- 2.2 Die Fremdwahrnehmung des Fremden: Wie sieht mich der »Andere«? Kein Zugriff
- 2.3.1 Übertragungen: Die affektive Initialisierung in der Verführung Kein Zugriff
- 2.3.2 Gegenübertragungen: Die Deckerinnerung des Berufsverbots als Gruppenformierung Kein Zugriff
- 2.3.3 Die Verleugnung der Verführung und die Begrenzung des Stigmas im kollektiven »Denkzwang« Kein Zugriff
- 2.3.4 Das sinologische Selbstverständnis als entlastende Position Kein Zugriff
- 2.3.4 Szenarien der Rückkehr des verschwundenen Forschersubjekts Kein Zugriff
- 2.3.5 Die Ablehnung der Fremdbeobachtung und die Rolle als vertrauter Beobachter Kein Zugriff
- 2.4.1 Interaktionsmuster zwischen Wissenschaftlern und Kadern: Principal-Agent Kein Zugriff
- 2.4.2 Fortschreibung des patriarchalen Musters in internationalen Kooperationen Kein Zugriff
- 2.5 Der verletzliche Beobachter und seine professionellen Abwehrstrategien Kein Zugriff
- 3.1 Quellenmaterial und -auswahl Kein Zugriff
- 3.2 Gespräche im Forschungsprozess als kommunikative Validierung Kein Zugriff
- 3.3.1 Beschränkungen der bestehenden psychoanalytischen Diskurse Kein Zugriff
- 3.3.2 Der Umbruch und das Erklärungspotenzial der Psychoanalyse Kein Zugriff
- 3.3.3 Theoretische Fassung der Emotion und Identifikation in der Rolle Kein Zugriff
- 3.4 Transgenerationale Weitergabe und Familie als Speicher Kein Zugriff
- 4.1 Ausrichtung auf den politischen Führer Kein Zugriff
- 4.2 Die Freund-Feind-Dichotomie Kein Zugriff
- 4.3.1 Feindbekämpfung als Marker und Handlungsoption Kein Zugriff
- 4.3.2 Erhöhter individueller Klärungsbedarf Kein Zugriff
- 4.4 Die Utopie des Kommunismus suggeriert Verbesserungsbedarf Kein Zugriff
- 4.5.1 Lei Feng und andere kommunistische Mustermenschen Kein Zugriff
- 4.5.2 Rollenerzählungen in den »Drei Aufsätzen« Kein Zugriff
- 4.5.3 Soldaten als allgegenwärtige Repräsentanten der »als ob«-Situation Kein Zugriff
- 4.6 Die totale ideologisch geformte Situation Kein Zugriff
- 5.1 Kalkulierte Verunsicherung: Familienloyalität vs. Gruppenloyalität Kein Zugriff
- 5.2 Enttäuschung aus einem Selbstrelativierungsdefizit Kein Zugriff
- 5.3 Scham durch mangelnde revolutionäre Forschheit Kein Zugriff
- 5.4 Minderwertigkeitsgefühle durch soziale Deklassierung Kein Zugriff
- 5.5 Gefühlsumschläge durch Dissonanz gegenüber einem Objekt Kein Zugriff
- 5.6 Die Furcht vor Entbehrungen und das »Klassengefühl« Kein Zugriff
- 5.7 Politisches Bewusstsein und affektive Ermächtigung Kein Zugriff
- 6.1.1 Auflösung des Ambivalenzkonflikts in der Neuausrichtung auf Mao Kein Zugriff
- 6.1.2 Veränderung der Wahrnehmungssituation in der Masse Kein Zugriff
- 6.1.3 Identitätsbildung im Gefühl der Loyalität Kein Zugriff
- 6.1.4 Kompromissbildung: Positionierung als gewissenhafter Schüler der Bauern Kein Zugriff
- 6.1.5 Handlung als Marker: Treue und Dankbarkeit auf dem maoistischen Energiepfad Kein Zugriff
- 6.2.1 Auflösung der Ambivalenz und Neuausrichtung auf den Feind im Gefühl des Hasses Kein Zugriff
- 6.2.2 Entmenschlichung des Feindes und Grenzverschiebungen Kein Zugriff
- 6.2.3 Identitätsbildung: Held des Volkes im Vollzug des Hasses Kein Zugriff
- 6.2.4 Handlung als Marker: Die Tötung des Volksfeindes Kein Zugriff
- 6.2.5 Denunziation Kein Zugriff
- 6.2.6 Der Anti-Held und die Selbstvernichtung Kein Zugriff
- 6.3.1 Neuausrichtung auf das eigene Innere Kein Zugriff
- 6.3.2 Wahrnehmungsverschiebung: Von Angst zu ideologischer Anforderung Kein Zugriff
- 6.3.3 Handlungen der Selbstbezichtigung als Marker Kein Zugriff
- 6.4 Abwehrformationen, soziale Rollen, Wahrnehmungsräume und Gefühle Kein Zugriff
- 7.1.1 Ideologische Neufassungen des Objekts: Die Veralltäglichung Maos und die nun öffentliche Ambivalenz Kein Zugriff
- 7.1.2 Fantasietrost in der nostalgischen bäuerlichen Umgebung Kein Zugriff
- 7.1.3 Erklärung in neuen großen Ordnungssystemen Kein Zugriff
- 7.1.4 Transgenerationale Weitergabe des Bonding Kein Zugriff
- 7.1.5 Auflösung der Rolle des loyalen Verehrers und Diversifizierung der Objektbeziehungen: Profanisierung Maos, der Bauern und Kader Kein Zugriff
- 7.1.6 Transgenerationale Weitergabe Kein Zugriff
- 7.1.7 Selbst- und politische Fremdwahrnehmung Kein Zugriff
- 7.2.1 Die abschwächende Projektion und die Selbstentdeckung in der Schuld Kein Zugriff
- 7.2.2 Heldische Kontinuitäten: Überhöhte Ideale und die Illusion der Autonomie im Akt der Unterwerfung Kein Zugriff
- 7.2.3 Die Suche nach dem Verbündeten im intergenerationalen Raum Kein Zugriff
- 7.3.1 Sinnlosigkeit der Askese und Flucht in die Gier Kein Zugriff
- 7.3.2 Kontinuum des Kontrolleurs: Narzisstische Funktionalisierung im intergenerationalen Raum Kein Zugriff
- 7.3.3 Die Tradierung der Leidensfähigkeit Kein Zugriff
- 8.1 Affektive Initialisierung, Verführungserfahrung und Stigma Kein Zugriff
- 8.2 Resonanz und Positionalität als Teile einer reflexiven Sinologie Kein Zugriff
- 8.3 Maoismus von unten: Abhängigkeit von der großen Vision Kein Zugriff
- 8.4 Die Verschiebung der Abhängigkeiten in neue Arenen als Merkmal der Kontinuität Kein Zugriff
- 8.5 Transgenerationale Übertragung und Abwehr Kein Zugriff
- 8.6 Das scheinbar Unpolitische: Die disziplinierten Wissenschaften und die Eindimensionalität in den Familien Kein Zugriff
- 8.7 Kontinuität der Kulturrevolution: Die postfaktische Ohnmacht Kein Zugriff
- Gespräche Kein Zugriff Seiten 499 - 502
- Tabellen Kein Zugriff Seiten 503 - 504
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 505 - 506
- Literatur Kein Zugriff Seiten 507 - 542
- Chinesische Zusammenfassung 简要 Kein Zugriff Seiten 543 - 547





