Das Wesen des Erscheinens
Eine Untersuchung über phänomenales Bewusstsein und die Intentionalität der Erfahrung- Autor:innen:
- Reihe:
- Alber-Reihe Philosophie
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Wann immer wir etwas sehen, hören, fühlen oder riechen, erscheint uns etwas. Was aber bedeutet es, dass jemandem etwas erscheint? Was ist der mentale Zustand, in dem sich jemand befindet, wenn ihm etwas erscheint (der Zustand des Erscheinens)? Diese nur scheinbar harmlose Frage steht im Zentrum der vorliegenden Untersuchung. Die Antwort, die verteidigt wird, lautet: Zustände des Erscheinens sind ihrem Wesen nach transparent. D. h. in einem Zustand des Erscheinens sind dem Subjekt dieses Zustandes ausschließlich die Gegenstände dieser Zustände präsent, niemals aber das Subjekt oder der Zustand selbst (zumindest nicht als solche).
Diese Antwort widerspricht einigen in der Philosophie des Geistes tief verwurzelten Auffassungen. Eine davon ist die Auffassung, das phänomenale Bewusstsein von Zuständen des Erscheinens bestünde in irgendeiner unmittelbaren Bekanntschaft mit eben diesen Zuständen. In Wahrheit, so wird argumentiert, hat das fragliche Bewusstsein eine auf die Welt gerichtete Struktur. Es ist nichts anderes als das Präsent-Sein von Gegenständen in Zuständen des Erscheinens.
Dieses Ergebnis hat bedeutende Konsequenzen. Es stellt insbesondere die klassische Taxonomie mentaler Zustände in Frage. Einerseits lässt sich die Unterscheidung von intentionalen und phänomenalen Eigenschaften nicht aufrechterhalten. Denn das phänomenale Bewusstsein von Zuständen des Erscheinens ist eine Art der Intentionalität. Andererseits lässt sich die Einheit des Merkmals der Intentionalität nicht aufrechterhalten. Denn die Intentionalität von Zuständen des Erscheinens ist von grundsätzlich anderer Art als die Intentionalität propositionaler Einstellungen. Es wird daher vorgeschlagen, nicht weiter zwischen intentionalen und phänomenalen Zuständen zu unterscheiden, sondern zwischen verschiedenen Arten intentionaler Zustände.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48734-1
- ISBN-Online
- 978-3-495-80819-1
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Alber-Reihe Philosophie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 384
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1.1 Überblick Kein Zugriff
- 2.1 Der komparative und der phänomenale Sinn Kein Zugriff
- 2.2 Der epistemische und der phänomenale Sinn Kein Zugriff
- 3.1.1 Über Begriffe verfügen Kein Zugriff
- 3.2 Begriffe des Erscheinens und Begriffe des Bewusstseins Kein Zugriff
- 3.3 Die Tatsächlichkeitsunabhängigkeit phänomenaler Begriffe Kein Zugriff
- 3.4.1 Demonstrative Begriffe Kein Zugriff
- 3.4.2 Wiedererkennungsbegriffe, reine Wiedererkennungsbegriffe und Wiedererkennungsbegriffe natürlicher Arten Kein Zugriff
- 3.4.3 Wiedererkennungsbegriffe vs. demonstrative Begriffe Kein Zugriff
- 3.4.4 Sind phänomenale Begriffe Wiedererkennungsbegriffe natürlicher Arten? Kein Zugriff
- 3.4.5 Sind phänomenale Begriffe demonstrative Begriffe? Kein Zugriff
- 3.5 Phänomenale Begriffe als erstpersönliche Wiedererkennungsbegriffe Kein Zugriff
- 3.6 Zusammenfassung Kapitel 3 Kein Zugriff
- 4 Erscheinen im Spektrum der mentalen Zustände: eine vorläufige begriffliche Orientierung Kein Zugriff
- 5 Die Transparenzthese Kein Zugriff
- 6.1 Gegenstände Kein Zugriff
- 6.2 Subjekte Kein Zugriff
- 6.3.1 Phänomenale Gegenstände und ontologische Verpflichtungen Kein Zugriff
- 6.4.1 Sensorische Eigenschaften und der phänomenale Sinn von »erscheinen« Kein Zugriff
- 6.5 Warum es unmöglich ist als Subjekt zu erscheinen Kein Zugriff
- 6.6 Zusammenfassung Kapitel 6 Kein Zugriff
- 7 Die Transparenz des Erscheinens und die Flüchtigkeit des Ichs Kein Zugriff
- 8.1 Die Transparenz der visuellen Wahrnehmung und das Bild vom phänomenalen Anstrich Kein Zugriff
- 8.2 Die präsentationale Phänomenologie der visuellen Wahrnehmung Kein Zugriff
- 8.3 Zusammenfassung Kapitel 8 Kein Zugriff
- 9.1.1 Problemfälle Kein Zugriff
- 9.1.2.1 Die Transparenzthese als Symptom des Wahrnehmungsmodells des phänomenalen Bewusstseins? Nida-Rümelins Kritik an der Transparenzthese Kein Zugriff
- 9.1.2.2 Phänomenales Bewusstsein als peripheres Selbstbewusstsein? Kein Zugriff
- 9.2.1 Das Modell des nicht-phänomenalen Selbstbewusstseins Kein Zugriff
- 9.2.2 Präreflexives Selbstbewusstsein Kein Zugriff
- 9.3 Zusammenfassung Kapitel 9 Kein Zugriff
- 10 Erscheinen und phänomenales Bewusstsein Kein Zugriff
- 11.1 Der Begriff der Intentionalität Kein Zugriff
- 11.2 Separatismus und Inseparatismus Kein Zugriff
- 11.3 Die inseparatistische Intuition Kein Zugriff
- 11.4.1 Blocks erstes Inversions-Szenario Kein Zugriff
- 11.4.2 Blocks invertierte Erde Kein Zugriff
- 11.5 Zusammenfassung Kapitel 11 Kein Zugriff
- Exkurs 3: Der Separatismus in der jüngeren Philosophie des Geistes Kein Zugriff
- 12.1 Wahrnehmungen und Gedankenintentionalität Kein Zugriff
- 12.2 Wahrnehmungsintentionalität Kein Zugriff
- 12.3 Zusammenfassung Kapitel 12 Kein Zugriff
- 13 Fragen und Perspektiven Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 359 - 376
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 377 - 380
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 381 - 384





