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Monographie Kein Zugriff

Demokratie und Frieden

Kants Friedensschrift in den Kontroversen der Gegenwart
Autor:innen:
Verlag:
 2008

Zusammenfassung

Die Schlüsselbegriffe Demokratie und Frieden bestimmen die aktuelle Diskussion um die Gestaltung globaler Ordnung. Sie werden von Politikwissenschaft, Völkerrechtslehre und politischer Philosophie bevorzugt Immanuel Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“ entnommen: Frieden sei nur unter Demokratien möglich, Demokratien die einzig legitimen Mitglieder eines Friedensbundes, Demokratie nur in supranationaler Gestalt zu erreichen. Alle diese Lesarten sind jedoch politisch motiviert. Wie ein hermeneutisch-ideologiekritischer Durchgang durch die Wirkungsgeschichte von Kants Schrift seit ihrem Erscheinen 1795 zeigt, waren politische Interessen schon immer ausschlaggebend bei der Aneignung ihres Inhalts. Auf der Basis einer kritischen Rekonstruktion der drei aktuell herrschenden Lesarten legt die Arbeit eine konkurrierende Interpretation der Friedensschrift und eine Bestimmung ihrer Aktualität vor. Der Zusammenhang von „Demokratie und Frieden“ wird rekonstruiert als Kants Projekt der Verrechtlichung inter- und transnationaler Beziehungen zur Verhinderung von Selbstermächtigungen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure auf globaler Ebene.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2008
ISBN-Print
978-3-8329-3892-5
ISBN-Online
978-3-8452-1085-8
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Band
4
Sprache
Deutsch
Seiten
293
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 16
    1. Kants Friedensschrift um 1900 – und um 2000 Kein Zugriff Seiten 17 - 23
    2. Das hermeneutische Problem der Zeitgebundenheit Kein Zugriff Seiten 23 - 28
    3. Politische Wissenschaft und Ideologie Kein Zugriff Seiten 28 - 32
    4. Kant-Rezeption heute Kein Zugriff Seiten 32 - 36
    5. Stand der Forschung und eigenes Projekt: Selbstaufklärung Kein Zugriff Seiten 36 - 43
    6. Aufbau der Arbeit Kein Zugriff Seiten 43 - 46
      1. Publikation der Friedensschrift und die Reaktion des Publikums Kein Zugriff Seiten 47 - 49
      2. Fichte: Vom Völkerbund zum Isolationsstaat Kein Zugriff Seiten 49 - 52
      3. Schlegel: Republikanismus und Revolution Kein Zugriff Seiten 52 - 55
      4. Gentz: Realismus und Gleichgewicht der Kräfte Kein Zugriff Seiten 55 - 57
      5. Hegel: Die Verwerfung von Kants Friedensphilosophie Kein Zugriff Seiten 57 - 63
      1. Von Europa nach Amerika nach Europa Kein Zugriff Seiten 63 - 67
      2. Kant-Rezeption in der US-amerikanischen Friedensbewegung des 19. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 67 - 70
      3. Die Bewegung für ein War Referendum Kein Zugriff Seiten 70 - 73
      4. Ein Völkerbund für alle Staaten? – Kant und Wilson Kein Zugriff Seiten 73 - 79
      5. Die deutsche Rezeption nach 1918: Der gerechte Friedensschluss Kein Zugriff Seiten 79 - 83
      6. Übergang: Kant-Interpretation zwischen UNO und post-blockkonfrontativem Handlungsdruck Kein Zugriff Seiten 83 - 86
      1. Kant als „Stammvater“ von Liberalismus und Idealismus in den IB Kein Zugriff Seiten 87 - 92
      2. „Demokratischer Frieden“ und der Aufschwung des Liberalismus in den IB Kein Zugriff Seiten 92 - 98
      3. Die Rechtsvergessenheit der Theorien des „demokratischen Friedens“ Kein Zugriff Seiten 98 - 102
      4. Wie demokratisch war das Deutsche Reich von 1871? Kein Zugriff Seiten 102 - 108
      5. „Demokratischer Frieden“ jenseits des ersten Definitivartikels Kein Zugriff Seiten 108 - 111
      6. Das radikale Vermächtnis von Kants Republik-Begriff Kein Zugriff Seiten 111 - 119
      1. Souveräne Gleichheit der Staaten in der UN-Charta und die liberale Agenda Kein Zugriff Seiten 119 - 124
      2. The Kantian Theory of International Law von Fernando R. Tesón Kein Zugriff Seiten 124 - 128
      3. Kantische Kritik am neuen Liberalismus Kein Zugriff Seiten 128 - 130
      4. Gescheiterte Anerkennung – verlorener Frieden Kein Zugriff Seiten 130 - 135
      5. Intervention und Regime Change im „Liberal Law“ Kein Zugriff Seiten 135 - 142
      6. Die Vereinnahmung Kants für den liberalen „gerechten“ Krieg Kein Zugriff Seiten 142 - 147
      1. Der neue politische Kosmopolitismus Kein Zugriff Seiten 147 - 153
      2. Die Kant-Rezeption von David Held und Daniele Archibugi: Kosmopolitische Demokratie Kein Zugriff Seiten 153 - 158
      3. Demokratie und Frieden in der Kosmopolitischen Demokratie Kein Zugriff Seiten 158 - 166
      4. Otfried Höffes Entwurf einer Weltrepublik Kein Zugriff Seiten 166 - 175
      5. Jürgen Habermas: Der weltbürgerliche Zustand Kein Zugriff Seiten 175 - 182
      1. Die Stellung der Republik in Kants Friedensentwurf Kein Zugriff Seiten 183 - 186
      2. Die Friedensneigung der Republik Kein Zugriff Seiten 186 - 192
      3. Republik und die Entscheidung über den Krieg Kein Zugriff Seiten 192 - 196
      4. Übergang: Republik und Völkerrecht Kein Zugriff Seiten 196 - 198
      1. Freiheit der Staaten als Ziel des Völkerbundes Kein Zugriff Seiten 198 - 202
      2. Verrechtlichung der internationalen Beziehungen mittels Vertrag Kein Zugriff Seiten 202 - 207
      3. Völkerrechtlicher Zwang und der „ungerechte Feind“ Kein Zugriff Seiten 207 - 213
      4. Formen des „ungerechten Feindes“ in den Traditionen des Völkerrechts und der Friedensentwürfe Kein Zugriff Seiten 213 - 220
      1. Die europäische Expansion: Von der Eroberung zum Handel Kein Zugriff Seiten 220 - 228
      2. Vom Gastrecht der Antike zum Fremdenrecht der Neuzeit Kein Zugriff Seiten 228 - 235
      3. Abschließung als Teil des Weltbürgerrechts: Japan und China Kein Zugriff Seiten 235 - 244
      4. Das Weltbürgerrecht in einer Welt der Nationalstaaten Kein Zugriff Seiten 244 - 249
      5. Weltbürgerrecht als Flüchtlingsrecht? Kein Zugriff Seiten 249 - 254
  2. Schluss: Demokratie und Frieden und der neue Liberalismus Kein Zugriff Seiten 255 - 264
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 265 - 288
  4. Namensverzeichnis Kein Zugriff Seiten 289 - 293

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