
»Du mußt nur die Laufrichtung ändern.«
Zum Werk von Hermann Kinder- Herausgeber:innen:
- | |
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Kinders Werk steht für die Aporien der 1968er Generation, vom Aufbruch aus verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen über den Weg durch die sog. „Instanzen“ bis hin zu Alter und körperlichem Verfall. Hermann Kinder hat die Aporien der 1968er Generation so umfassend und gültig dargestellt, wie wenig andere Autoren der Nachkriegsliteratur: von der Schilderung des Aufbruchs dieser Generation aus verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen über ihren Weg durch die sog. „Instanzen“ bis hin zu Alter und körperlichem Verfall. Die Kritik hat Kinders Werk wiederholt zu würdigen gewusst: Selten sei ein Generationengefühl »so präzise und grimmig komisch« beschrieben worden, wie von diesem »ungemein klugen und skrupulösen Erzähler«, so Hilmar Klute. Aleida Assmann wiederum würdigt die »Autorität eines Kenners, der ohne Mätzchen, Schnörkel, Effekte und andere Selbstvergrößerungstechniken auskam.« Trotz seiner erzählerischen Qualitäten war Kinder Zeit seines Lebens ein vom Betrieb marginalisierter Autor. Gerade seine Randständigkeit macht ihn indes zu einem der spannendsten „Fälle“ für eine Sozial- und Literaturgeschichte verbindende Perspektive. Seine weitgehend prekäre Rezeptionsgeschichte zeigt viel über das Funktionieren des literaturkritischen wie literaturwissenschaftlichen Betriebes der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren (bzw. gesamtdeutsch seit 1990). Der Sammelband untersucht systematisch sowohl die Rezeptionsgeschichte als auch sämtliche Werkphasen dieses „halbvergessenen“ Autors.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-8353-6119-5
- ISBN-Online
- 978-3-8353-9336-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 320
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Gegen die Laufrichtung. Hermann Kinder und die Literaturgeschichte – eine Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 14Autor:innen: | |
- ›Der Schleiftrog‹. Ein germanistischer Bildungsroman Kein Zugriff Seiten 15 - 37Autor:innen:
- »alle Farben der edition suhrkamp«. Zu den medienökologischen Transformationen der ›paperback revolution‹ in ›Der Schleiftrog‹ Kein Zugriff Seiten 38 - 59Autor:innen:
- Automobilität und Erzählen in Hermann Kinders ›Du mußt nur die Laufrichtung ändern‹ Kein Zugriff Seiten 60 - 77Autor:innen:
- Bewegung als Begegnung: Mobilitätserfahrungen zwischen fremden Zeichen und imaginierter Kultur in Hermann Kinders ›Kina Kina‹ Kein Zugriff Seiten 78 - 102Autor:innen:
- Aus der Fettecke – Überlegungen zu Hermann Kinders Erzählstrategien in der »Kriminalnovelle« ›Alma‹ Kein Zugriff Seiten 103 - 116Autor:innen:
- ›Himmelhohes Krähengeschrei‹ oder Das Leben als Irrfahrt zwischen Sehnsucht und Verzweiflung. Zu Hermann Kinders Poetik der Existenz Kein Zugriff Seiten 117 - 139Autor:innen:
- »Er sagt zum Augenblick: Verweile doch, bevor alles viel schlimmer wird« – Vom Verschwinden und Bleiben in Hermann Kinders ›Der Weg allen Fleisches‹ Kein Zugriff Seiten 140 - 149Autor:innen: |
- »und im Spiegel deiner Augen / erkannte ich mein Bild«. Textuelle Polyphonie in Hermann Kinders ›Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit‹ Kein Zugriff Seiten 150 - 164Autor:innen:
- Gegen die Laufrichtung. Hermann Kinders Erzählverfahren im ›Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit‹ Kein Zugriff Seiten 165 - 189Autor:innen:
- Die Ambivalent des Authentischen. Über den »Kinder-Ton« und die Komik des Elegischen Kein Zugriff Seiten 190 - 211Autor:innen:
- Realismus und Wissenschaft. Hermann Kinder als Literaturwissenschaftler Kein Zugriff Seiten 212 - 224Autor:innen:
- Die Lust am Text: Überlegungen zur Herausgeberfunktion am Beispiel von ›Die klassische Sau‹ Kein Zugriff Seiten 225 - 240Autor:innen:
- Vom Leben schreiben: Auto/Biographik und Fiktion. Hermann Kinders »Wiener Poetikvorlesungen« Kein Zugriff Seiten 241 - 253Autor:innen:
- ›Zusammengepresste‹ Briefe. Zu Hermann Kinders Collage über Berthold Auerbach »Einst fast eine Weltberühmtheit« Kein Zugriff Seiten 254 - 275Autor:innen:
- »Ich bleibe ein Zwitter, Scharlatan, Germanist«. Hermann Kinder zwischen Wissenschaft und Literatur Kein Zugriff Seiten 276 - 298Autor:innen:
- Den Namen nachgehen. Hermann Kinders ›Lisengrat‹ Kein Zugriff Seiten 299 - 319Autor:innen:





