Seit 1986 stellte sich die neu erschienene KritV als Forum offener, interdisziplinär orientierter, intradisziplinär informierter und im Theorie-Praxis Dialog fundierter kritischer Jurisprudenz dar. Das Rechtssystem, einst bezogen auf nationale Grenzen, hat sich vertikal und horizontal ausdifferenziert. Die KritV als europäische Rechtszeitschrift soll in Zukunft die Anpassungen des Rechts an gesellschaftliche, politische und systemische Steuerungsbedürfnisse in Europa intensiv widerspiegeln. Die Liste der Herausgeber ist durch wichtige Köpfe europäischer Rechtsprechung erweitert worden (Marc Jaeger, Vincent Lamanda, Dean Spielmann, Sir John Thomas, Andreas Voßkuhle). Auch die juristische Fakultät der Universität Luxembourg steht gleichberechtigt neben Herausgebern aus dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe Universität in Frankfurt/Main. Europäische Öffentlichkeit kann nur durch vielfältige Sprachen vermittelt werden. Die KritV präsentiert deshalb Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache. Eine vielsprachige und in verschiedenen Rechtskulturen orientierte Herausgeberschaft verbürgt Originalität und Qualität angenommener Beiträge.
Die Reformdiskussion nimmt Fahrt auf. Am 5. Juli 2022 haben die Fraktionen der Ampel-Koalition die „Beschlussvorlage der Obleute der Koalitionsfraktionen der Wahlrechtskommission“ erörtert und die „Eckpunkte einer Wahlrechtsreform zur...
Die Europäische Union (EU) hat sich von der Wirtschaftsgemeinschaft zu einer Werteunion entwickelt. Dies bestätigt Art. 2 EUV, der die Werte festschreibt, auf denen sich die EU und ihre Mitgliedstaaten gründen. In den vergangenen Jahren ist die...