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Die Medien des Rechts: Computernetzwerke

Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Das Projekt »Die Medien des Rechts« ist aus der Idee hervorgegangen, einen intrinsischen Zusammenhang zwischen Medien und Recht zu unterstellen und aufzuzeigen. Unter dieser Prämisse ist ein Medium wie Schrift nicht einfach ein Kanal, in dem rechtliches Wissen kommuniziert wird, sondern hat vielmehr selbst rechtsbildende Konsequenzen. Medien formatieren den Raum, in dem sich praktisches (Regel-)Wissen und damit auch Recht als kulturelles Phänomen ausbildet. Ohne Lautsprache keine Rechtsformeln, ohne Schrift kein Konditionalprogramm, ohne Buch-druck kein nationalstaatliches Rechtssystem – und ohne Computernetzwerke kein fragmentiertes Weltrecht. Das sind die Zusammenhänge, denen »Die Medien des Rechts« nachgehen.

Erst über eine Reihe von Erschlossenheiten über Metaphern, findet ein Zeitalter Zugang zu einer gemeinsamen Welt. Es ist der Aufstieg eines weltweiten Verbundes aus digitalen Medien, der den Verständnishorizont der gegenwärtigen Rechtskultur als Netzwerkkultur ermöglicht und bestimmt. Darin löst die Kultur der Netzwerke die Massenkultur ab, die ihrerseits seit dem späten 19. Jahrhundert begonnen hat, die auf dem Buchdruck beruhende liberale Rechtskultur zu transformieren. Die Allgegenwart der neuen Computernetzwerke hat, wie zuvor der Aufstieg der Massenmedien, einen Bruch in der Geschichte des Wissens ausgelöst: Eine neue Epistemologie ist im Begriff zu entstehen, eine neuartige kollektive Wahrnehmung von faktischen wie normativen Bedeutungszusammenhängen, die die Medien des Rechts zu erfassen und auf die sie zugleich mit einem Umbau des Rechtsdiskurses auf netzwerkadäquate Vorstellungen zu reagieren suchen.

Das ist der Rahmen, den der vierte Band »Die Medien des Rechts« ausleuchtet und damit die ersten drei Teile des Projekts »Sprache«, »Schrift« und »Buchdruck« fortführt. Neben einer Reihe von eher allgemeinen Reflexionen zu einer Theorie der Kulturevolution, zur Medientheorie, zur neuen Wissensordnung der Netzwerkkultur sowie zur Theorie des vernetzten „relationalen“ Subjekts, wird die neue Rechtskultur der Computernetzwerke an einigen zentralen Phänomenbereichen veranschaulicht: Die Zukunft der Verfassung in einer sich globalisierenden Welt und der Wandel von Staatlichkeit und Demokratie sind ebenso Gegenstand des neuen Buches von Thomas Vesting wie die Entwicklung von Ehe und Familie, von Schule und Universitäten sowie die Medienverfassung unter der Bedingung einer sich in hohem Maße selbst organisierenden Internetkommunikation.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-958-32059-8
ISBN-Online
978-3-8452-7741-7
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
240
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 8
      1. Evolutionstheorie und Medientheorie Kein Zugriff
      2. Der historische Kontext Kein Zugriff
      3. Der Ort der Medientheorie Kein Zugriff
      1. Im großen Gewebe der Kultur Kein Zugriff
      2. Der »außengeleitete« Charakter Kein Zugriff
      3. Phänomenologie der Lebenswelt Kein Zugriff
      1. Die Monarchie im Übergang zur Massenkultur Kein Zugriff
      2. Die Hörergruppe als neues Rechtsparadigma Kein Zugriff
      3. Dezisionismus im Radio-Raum Kein Zugriff
      1. Medientheorie und Kulturwissenschaft Kein Zugriff
      2. Praxis und Technik Kein Zugriff
      3. Netzwerke: Systematisch und historisch Kein Zugriff
      1. Vorrang des praktischen Wissens Kein Zugriff
      2. Dezentral, fragmentarisch, experimentell Kein Zugriff
      3. Konnektivität und Anschlussfähigkeit Kein Zugriff
      1. Theorie des Subjekts Kein Zugriff
      2. Das persönliche und authentische Leben Kein Zugriff
      3. Personalisierung von Autorität Kein Zugriff
      1. Text, Textur, Intertextualität Kein Zugriff
      2. Weimar Kein Zugriff
      3. Mehr als eine Welt Kein Zugriff
      1. Bindung an die Textur Kein Zugriff
      2. Grundrechte Kein Zugriff
      3. Nachbarschaftliche Verhältnisse Kein Zugriff
      1. Weltverfassung und sekundäre Oralität Kein Zugriff
      2. Konstitutionalisierung und Fragmentierung Kein Zugriff
      3. Vielfalt der Kulturen Kein Zugriff
      4. Menschenrechte Kein Zugriff
      1. Rolle der Kultur Kein Zugriff
      2. Kontaktzonen Kein Zugriff
      3. Allgemeines Gesetz und polizeiliche Generalklausel Kein Zugriff
      1. Das monarchische Erbe Kein Zugriff
      2. Ein Feld von Kollektiven Kein Zugriff
      3. Gruppenrechte Kein Zugriff
      1. Der neue Rechtsindividualismus Kein Zugriff
      2. Gruppenpluralismus und Ereigniskultur Kein Zugriff
      3. Demokratie als Differenzerfahrung Kein Zugriff
      1. Die bürgerliche Familie als Normalitätsunterstellung Kein Zugriff
      2. Veränderung der Familie in der Massenkultur Kein Zugriff
      3. Das persönliche Leben und die Familie Kein Zugriff
      1. Erziehung als öffentliche Aufgabe Kein Zugriff
      2. Humboldts Bildungsidee Kein Zugriff
      3. Der Aufstieg des schulischen Pluralismus Kein Zugriff
      4. Zukunft der öffentlichen Schule Kein Zugriff
      1. Presse- und Meinungsfreiheit als individuelles Recht Kein Zugriff
      2. Rundfunkfreiheit als Gruppenrecht Kein Zugriff
      3. Medienfreiheit als netzwerkartiges Recht Kein Zugriff
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 207 - 229
  4. Namensregister Kein Zugriff Seiten 230 - 232
  5. Sachregister Kein Zugriff Seiten 233 - 240

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