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Monographie Kein Zugriff

Ethik im Drohnenzeitalter

Band 1: Tötung und Tabu
Autor:innen:
Reihe:
Friedenstheorien, Band 3
Verlag:
 2018

Zusammenfassung

David Gelernter, der in den achtziger Jahren die Grundlagen des World Wide Web geschaffen und damit das digitale Zeitalter eingeläutet hat, warnt seit vielen Jahren davor, politisch-gesellschaftliche Entscheidungen zunehmend auf Softwaremodelle und selbststeuernde Systeme zu übertragen. Im militärischen Bereich führt dies zur Roboterisierung des Krieges, in letzter Konsequenz zum Delegieren von Entscheidungen über Leben und Tod an die Software der unbemannten Kriegsmaschinen.

Dem Ruf nach einer Ethik für das Atomzeitalter folgt heute der Ruf nach einer Ethik für das Drohnenzeitalter. Denn die Einbindung neuer Waffensysteme in eine kybernetische Eskalationsautomatik droht den im Homozid gipfelnden atomaren Schlagabtausch den Händen verantwortlicher Entscheidungsträger zu entreißen. Damit würden Handlungsautonomie und Entscheidungsfreiheit preisgegeben, mithin die zentralen Bedingungen für eine Kontrolle über den Mitteleinsatz und damit jeder Rechtfertigung von Militäreinsätzen. Dies würde die Abdankung des autonomen selbstverantwortlichen Subjekts bedeuten – und eine moralphilosophische Bankrotterklärung.

Unter besonderer Bezugnahme auf Kants praktische Philosophie und Niklas Luhmanns Systemtheorie entwirft Gertrud Brücher eine Ethik des Drohnenzeitalters, die an Selbstzwecklichkeit und Würde des Menschen festhält, ohne technologisch-gesellschaftsstrukturelle Tatsachen der modernen Weltgesellschaft ignorieren zu müssen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2018
ISBN-Print
978-3-495-48861-4
ISBN-Online
978-3-495-81330-0
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Friedenstheorien
Band
3
Sprache
Deutsch
Seiten
216
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. I. Einführung: Mensch-Maschine-Verschmelzung und Instrumentalisierung Kein Zugriff Seiten 9 - 21
    1. 1. Ethische Semantik und Gesellschaftsstruktur Kein Zugriff
      1. Zum Anwendungsproblem: Die soziale Sinndimension Kein Zugriff
      2. Zum Institutionenproblem: Die zeitliche Sinndimension Kein Zugriff
    1. 1. Moral und Religion in der Systemtheorie Kein Zugriff
      1. Zur unaufhebbaren Unterscheidung in der Sachdimension Kein Zugriff
      2. Zur unaufhebbaren Unterscheidung in der Sozialdimension Kein Zugriff
      3. Zur unaufhebbaren Unterscheidung in der Zeitdimension Kein Zugriff
      1. Grenze als transjunktionale Operation Kein Zugriff
      2. Programmatische Profilierung als transjunktionale Operation Kein Zugriff
      3. Autopoiesis als transjunktionale Operation Kein Zugriff
      1. Evolution und Verantwortung Kein Zugriff
      2. Sinn und Technik Kein Zugriff
      3. Ethik als Wissenschaft und Moral Kein Zugriff
  3. V. Schluss: Mensch-Maschine-Verschmelzung und Instrumentalisierungsverbot Kein Zugriff Seiten 201 - 207
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 208 - 216

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