
Umstrittenes Vermögen
Arbeiterorganisationen in Wiedergutmachungsverfahren für nationalsozialistisches Unrecht- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Wie westdeutsche Arbeiterorganisationen nach 1945 um Rückerstattung und Entschädigung stritten.
Im Jahr 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die deutsche Arbeiterbewegung. Der NS-Staat enteignete das auf rund eine Milliarde Reichsmark geschätzte Vermögen und setzte es nicht zuletzt für Verfolgung, Propaganda und Kriegswirtschaft ein. Als 1948 die Nachfolgeorganisationen Anträge auf Rückerstattung stellen konnten, entbrannte ein erbitterter Kampf um Immobilien, Zeitungsdruckereien und Entschädigungen. Jana Stoklasa erinnert ausgehend vom Beispiel Hannovers an dieses lange vergessene Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Auf der Basis neuer Quellen spürt die Historikerin dem Beziehungsgeflecht zwischen Geschichtspolitik, Justiz und Vergangenheitsbewältigung nach. Sie dekonstruiert die Auseinandersetzungen zwischen SPD und KPD im Zeichen der innerdeutschen Teilung mithilfe der postkolonialen Diskursanalyse; und sie zeigt für die Konsumgenossenschaften in beeindruckender Weise, wie eng Restitution und Vergangenheitsblindheit miteinander zusammenhingen.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5377-0
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8436-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 367
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 28
- 2. Wiedergutmachung als freiwillige Anerkennung von Verantwortung für historisches Unrecht Kein Zugriff Seiten 29 - 34
- 3. Geschichtspolitiken in Rückerstattungsverfahren der westdeutschen SPD, KPD und der Konsumgenossenschaften nach 1945 Kein Zugriff Seiten 35 - 46
- 4.1.1 Zum Entstehungsmythos als Arbeiterselbsthilfeorganisation Kein Zugriff
- 4.1.2 Der Anschluss an die Hamburger Richtung – eine Erfolgsgeschichte? Kein Zugriff
- 4.1.3 Zur Entwicklung zwischen den beiden Weltkriegen Kein Zugriff
- 4.2 Vom allmählichen Übergang in die NS-Masse zum ideologisch-wirtschaftlichen Untergang der deutschdeutschen Konsumgenossenschaften Kein Zugriff
- 4.3.1 NS-Belastung und Verfolgung der Konsumgenossenschaften durch Wiedergutmachungspolitik überwinden? Kein Zugriff
- 4.3.2 Der Hamburger Konsumvereinsausschuss und seine Leistungen für die hannoversche Konsumgenossenschaft Kein Zugriff
- 4.3.3 Zur Liquidation der Lindener Fleischfabrik und ihrer Wiedergutmachung Kein Zugriff
- 4.3.4 »Nur der Not gehorchend«: ein Einblick in das kollektive Lavieren von Ehemaligen nach 1945 Kein Zugriff
- 4.3.5 Zur Denkschrift des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften von 1950: ein verpasster Neuanfang? Kein Zugriff
- 4.3.6 Von der Entnazifizierung über den »Bodensatz« zu Sühnevergleichen: Vergangenheitsblindheit und Geschichtsbewusstsein in der wiedergegründeten Konsumgenossenschaft Hannover Kein Zugriff
- 4.4 Zwischenbilanz zur Wiedergutmachungspraxis der Konsumgenossenschaft Hannover Kein Zugriff
- 5.1.1 Die Konzentration AG und das Treuhandverhältnis ihrer Gesellschaften Kein Zugriff
- 5.1.2 Die SPD-Verlagsanstalt E. A. H. Meister & Co., Hannover, im hannoverschen Gewerkschaftshaus Kein Zugriff
- 5.2 SPD-Presse in der Notverordnungsära: der ›Volkswille‹ als Propagandamittel der NSDAP Kein Zugriff
- 5.3.1 Die Rolle der Diligentia AG Kein Zugriff
- 5.3.2 Vorbereitung auf die Illegalität der KPD: zur Aufteilung der hannoverschen KPD-Druckerei Fortschritt AG Kein Zugriff
- 5.4 Zwischenbilanz zur Vorgeschichteder SPD- und KPD-Pressebetriebe in den Verfahren Kein Zugriff
- 5.5 Zum Rollenwandel sozialdemokratischer und kommunistischer Pressebetriebe: von der NS-Presseuniformierung zum Bedeutungsverlust der Parteipresse in der Bundesrepublik Kein Zugriff
- 5.6.1 Realität der Rückerstattungsverfahren als Diskursformationsplattform des deutsch-deutschen Kalten Bürgerkrieges Kein Zugriff
- 5.6.2 Rückerstattungsanmeldungen im Lichte sich abzeichnender Spaltungen Kein Zugriff
- 5.6.3 Zum Übergehen der Verstrickungen von Privatunternehmen in NS-Entziehungsvorgänge: an der Schnittstelle zwischen kommunikativer Stille und Restitution Kein Zugriff
- 5.6.4 Aktivlegitimation gemäß Artikel 7 Absatz 2 REG als formelle Anerkennung und implizite Statuszuweisung der Wiedergutmachungswürdigkeit Kein Zugriff
- 5.7.1 Der Verkauf durch den Treuhänder der britischen Militärregierung: eine »Rettungsmaßnahme« oder ein »unanfechtbarer Rechtszustand«? Kein Zugriff
- 5.7.2 Zur ersten Phase der Orientierung im Wiedergutmachungsdiskurs Kein Zugriff
- 5.7.3 Zur zweiten Phase der allmählichen Verschiebung des in Bezug auf die Wiedergutmachung Sagbaren Kein Zugriff
- 5.8.1 Kulmination der Fremdzuschreibungen und Verfremden von NS-Unrecht vor dem KPD-Verbot Kein Zugriff
- 5.8.2. Kontrapunktisches Lesen oder zur gleichzeitigen Feststellung und Versiegelung von Schadensersatz für die zerstörte Einrichtung von Bezirksorganisationen der SPD und KPD Niedersachsen Kein Zugriff
- 5.9 Zur Restitution niedersächsischer SPD-Organisationen: eine Zwischenbilanz Kein Zugriff
- 6. Schlussbetrachtung: Arbeiterorganisationen und der Umgang mit ihrer NS-Vergangenheit in den Wiedergutmachungsverfahren Kein Zugriff Seiten 293 - 303
- 7. Dank Kein Zugriff Seiten 304 - 304
- 8. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 305 - 306
- Ungedruckte Quellen Kein Zugriff
- Veröffentlichte Quellen Kein Zugriff
- 10. Literatur Kein Zugriff Seiten 308 - 329
- 11. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 330 - 330
- 12.1 Anhang A: Verzeichnis der zur Rückerstattung angemeldeten Vermögensgegenstände des ›Volkswillen‹ (SPD) Kein Zugriff
- 12.2 Anhang B: Verzeichnis der zur Rückerstattung angemeldeten Vermögensgegenstände der Fortschritt AG, Hannover (KPD) Kein Zugriff
- 12.3 Anhang C: Abschrift des Statements von Henry Everlingin der Anlage 1 zur Denkschrift des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften von 1950 Kein Zugriff
- 12.4 Anhang D: Abschrift des Statements von Rudolf Hartmann in der Anlage 2 zur Denkschrift des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften von 1950 Kein Zugriff




