
Grenzen des Konsenses
Rekonstruktion einer Theorie transnormativer Vergesellschaftung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
In Auseinandersetzung mit der Debatte über die vorpolitischen Bedingungen moderner Rechtstaatlichkeit (Böckenförde, Habermas, Ratzinger) sowie mit Luhmanns Rechtsoziologie bietet Fitzis Grenzen des Konsenses den systematischen Leitfaden, um die Untersuchung transnormativer Vergesellschaftung in die gegenwärtige Theorielandschaft einzuordnen und ihre Tragweite abzustecken. Integrationsprozesse in komplexen Gesellschaften lassen sich nicht mehr auf der Grundlage gemeinsamer Wertvorstellungen vollziehen. Die vorpolitischen Ressourcen moderner Rechtstaatlichkeit stoßen an ihre Grenzen. Dennoch arten sozialpolitische Spannungen in der Regel nicht in offene Konflikte aus. Transnormative Vergesellschaftungsformen ermöglichen es, Handlungsarrangements mit begrenzter raum-zeitlicher Geltung zu etablieren. Gesellschaften entwickeln eine Spannkraft, die sie gegen die politisch unbeherrschte Dynamik von Weltwirtschaft und -gesellschaft resistent macht. Die normative Ausrichtung weiter Teile der sozialwissenschaftlichen Theorie hindert diese daran, die vorsystemische Schwelle in den Blick zu nehmen, an der die Legitimationsverfahren transnormativer Vergesellschaftung ansetzen. Gibt die Theorie die normative Lesart des soziologischen Kanons auf, die Parsons etablierte, so zeigt sich, dass klassische soziologische Forschungsprogramme wesentliche Bausteine zur Analyse transnormativer Vergesellschaftung bieten. Sie stellen die Geltungsfrage sozialer Strukturen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Tönnies’, Simmels und Webers Werke sind neu zu lesen. Viele Übermalungen sind abzutragen. Die soziologische Theoriebildung wird durch Plessners anthropologische Begründung der Notwendigkeit transnormativer Vergesellschaftung grundlegend ergänzt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-942-39381-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7722-6
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 512
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Rechtsgeltung in transnormativen Gesellschaften Kein Zugriff Seiten 9 - 24
- Zur begrifflichen Grenzbestimmung transnormativer Vergesellschaftung Kein Zugriff
- Parsons’ teleologisch-normative Handlungstheorie Kein Zugriff
- Konsens jenseits der Vertrautheitsgrenze Kein Zugriff
- Theoretischer Rückblick auf die »soziologische Klassik« Kein Zugriff
- Die Frage einer »deutschen Linie der Soziologie« Kein Zugriff
- Die Arbeitshypothese zur Charakteristik der »frühen deutschen Soziologie« Kein Zugriff
- Der Begriff der »deutschen klassischen Soziologie« Kein Zugriff
- Zur Kritik der Begriffsgeschichte von Gemeinschaft und Gesellschaft Kein Zugriff
- Liberalismus und Konservatismus im theoriehistorischen Vorfeld der Soziologie Kein Zugriff
- Die Ursprünge von Tönnies’ Begriffspaar Kein Zugriff
- Der Begriff der Gemeinschaft Kein Zugriff
- »Consensus« als Verständnis Kein Zugriff
- Der Begriff der Gesellschaft Kein Zugriff
- Zwei Willensformen und zwei Typen des »natürlichen Rechts« Kein Zugriff
- Gemeinschaft und Gesellschaft als historisch-politische Kategorien Kein Zugriff
- Abschied von der »Kollektivverantwortlichkeit« Kein Zugriff
- Der Begriff der Vergesellschaftung Kein Zugriff
- Die erkenntnistheoretische Begründung der Soziologie Kein Zugriff
- Soziale Integration durch Konflikt Kein Zugriff
- Kulturkrise und individuelle Ethik Kein Zugriff
- Zwischen Großstadt und Geselligkeit: die Öffnung zum Gesellschaftlichen Kein Zugriff
- Zur theoretischen Einordnung von Webers Handlungsund Struktursoziologie Kein Zugriff
- Umdeutung und Synthese des soziologischen Kategorienfeldes Kein Zugriff
- Vertragsgeleitetes Handeln Kein Zugriff
- Konsensgeleitetes Handeln Kein Zugriff
- Zur Strukturierung der Ordnungsebene durch asymmetrische Konsensbeziehungen Kein Zugriff
- Erwartung und Glauben in der Begründung der Soziologie als Handlungs-, Ordnungs- und Verbandstheorie Kein Zugriff
- Der Begriff der politischen Gemeinschaft Kein Zugriff
- Die »Unentrinnbarkeit« modernen Rationalisierungsprozesses Kein Zugriff
- Soziologen zwischen Emotionalisierung, Propaganda und »Schweigepflicht« Kein Zugriff
- Die mühevolle Rückkehr der wissenschaftlichen Distanz Kein Zugriff
- Der Weg der Gemeinschaft zum Idol des Weimarer Zeitalters Kein Zugriff
- Der Gegensatz von Gemeinschaft und Gesellschaft als soziologisch-anthropologische Fragestellung Kein Zugriff
- Gegenstand und Methode von Plessners Gemeinschaftskritik Kein Zugriff
- Die Religionssoziologie der Gemeinschaft Kein Zugriff
- Veralltäglichung des Charismas und argumentative Gesinnungsethik als Grenzen der Gemeinschaft Kein Zugriff
- Eine anthropologische Lösung zum Konflikt des soziologischen Kategorienfeldes? Kein Zugriff
- Geselligkeit und Herrschaft als Grunddimensionen der Öffentlichkeit Kein Zugriff
- Die Zerstörung der Öffentlichkeit Kein Zugriff
- Freyers jugendbewegte Gemeinschaftssehnsucht Kein Zugriff
- Gegen eine Soziologie als »Logos-Wissenschaft« Kein Zugriff
- Entdifferenzierung der Soziologie im sozialpolitischen Diskurs Kein Zugriff
- Dialektisch-existenzialistische Umdeutung des soziologischen Kategorienfeldes Kein Zugriff
- Die politische Programmatik der Volksgemeinschaft Kein Zugriff
- Soziologie als empirische Rechtsgeltungstheorie Kein Zugriff
- Transnormativität komplexer Gesellschaften Kein Zugriff
- Luhmanns Institutionalisierungstheorie Kein Zugriff
- Transnormativer Konsens Kein Zugriff
- Konsens diesseits und jenseits der Vertrautheitsschwelle Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 483 - 483
- Archivalien Kein Zugriff
- Gesamtausgaben Kein Zugriff
- Primärliteratur Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff
- Siglen Kein Zugriff Seiten 501 - 505
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 506 - 512



