
»Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin«
Der Fall des SS-Richters Konrad Morgen- Autor:innen:
- |
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Man habe »das moralische Recht«, dieses Volk »umzubringen«, sagte Heinrich Himmler im Oktober 1943 über den millionenfachen Mord an den Juden. »Wir haben aber nicht das Recht«, fuhr er fort, »uns auch nur mit einem Pelz, einer Uhr, mit einer Mark oder mit einer Zigarette oder sonst etwas zu bereichern.« Tatsächlich hatte Himmler 1939 eine SS-Gerichtsbarkeit geschaffen, die über die »Moral« und die Einhaltung des »Ehrenkodex« der Organisation wachen sollte. Ein solcher SS-Richter war Konrad Morgen (1909-1982). Morgen ermittelte gegen hochrangige Nationalsozialisten, u. a. gegen Karl Otto Koch, den ehemaligen Kommandanten des Lagers Buchenwald, und gegen Adolf Eichmann, dem er vorwarf, Juwelen unterschlagen zu haben. Sich selbst bezeichnete Morgen als »Gerechtigkeitsfanatiker«. Gestützt auf seine Berichte und Briefe aus der Kriegszeit sowie auf seine Aussagen in Nürnberg und beim Frankfurter Auschwitz-Prozess, zeichnen Herlinde Pauer-Studer und J. David Velleman die wichtigsten Stationen in der Karriere des SS-Richters Konrad Morgen nach. Die Biografie dieses ambivalenten Charakters ist zugleich eine Studie in moralischer Komplexität und verdeutlicht die strukturelle Pervertierung von Recht und Moral im »Dritten Reich«.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2017
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-518-42599-2
- ISBN-Online
- 978-3-518-75098-8
- Verlag
- Suhrkamp Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 349
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Zeittafel Kein Zugriff
- Einleitung: Der rechtstheoretische Kontext Kein Zugriff Seiten 19 - 44
- 1. Eine Art Ausgangspunkt Kein Zugriff Seiten 45 - 60
- 2. Morgens Eintritt in die SS Kein Zugriff Seiten 61 - 76
- 3. Die SS- und Polizeigerichtsbarkeit Kein Zugriff Seiten 77 - 82
- 4. Kriminelle und Spione Kein Zugriff Seiten 83 - 100
- 5. Die Charaktertypologie des Kriminellen Kein Zugriff Seiten 101 - 108
- 6. »Rasse« und »Rassenfrage« Kein Zugriff Seiten 109 - 118
- 7. Von Krakau nach Buchenwald Kein Zugriff Seiten 119 - 132
- 8. Karl Otto Koch Kein Zugriff Seiten 133 - 142
- 9. Von Korruption zu Mord Kein Zugriff Seiten 143 - 154
- 10. Komplizen des Verbrechens Kein Zugriff Seiten 155 - 172
- 11. »Legale« Tötungen Kein Zugriff Seiten 173 - 184
- 12. Die »Endlösung«: Widersprüchliche Narrative Kein Zugriff Seiten 185 - 200
- 13. »Aktion Erntefest« Kein Zugriff Seiten 201 - 208
- 14. Auschwitz Kein Zugriff Seiten 209 - 236
- 15. Adolf Eichmann Kein Zugriff Seiten 237 - 248
- 16. Die SS-Prozesse in Weimar 1944 Kein Zugriff Seiten 249 - 260
- 17. Eleonore Hodys: Zeugin gegen Rudolf Höss Kein Zugriff Seiten 261 - 268
- 18. Neuerliche Versetzung nach Krakau und Kriegsende Kein Zugriff Seiten 269 - 280
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 281 - 302
- Hauptpersonen Kein Zugriff Seiten 303 - 308
- Archivmaterialien und Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 309 - 318
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 319 - 330
- Abbildungsverzeichnis und Nachweise Kein Zugriff Seiten 331 - 332
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 333 - 340
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 341 - 349





