
Mein Jahr mit Achill
Die Ilias, der Tod und das Leben- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Eine glänzende akademische Karriere vor Augen, stürzt eine fatale Diagnose den jungen Wissenschaftler in tiefe Verzweiflung. Doch der allzu früh drohende Tod lässt ihn auch eine seltsame Gemeinschaft mit dem griechischen Helden Achill empfinden. Beide stehen in der Blüte ihres Lebens, beide müssen erfahren, dass sich das blinde Schicksal nicht für ihre Hoffnungen, Pläne und Wünsche interessiert. Die Konfrontation mit Achill wie in einem jahrtausendealten Spiegel wird für Jonas Grethlein zu einer existentiellen Erfahrung. So ist ein Buch entstanden, das sich keinem Genre unterwirft – persönliche Erzählung, brillante Homer-Interpretation und eine eindringliche Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Menschseins.
Rachsüchtig, zornig und gewalttätig – so erscheint Achill in der Ilias des Homer. Schwerlich eine Gestalt, der man sich in tiefer Verzweiflung auf der Suche nach Trost und Orientierung zuwendet. Und doch ist es ebendieser düstere Held, mit dem der Altphilologe Jonas Grethlein die Auseinandersetzung sucht, als er im Alter von 27 Jahren schwer erkrankt. Die Diagnose wischt mit einer schnellen Bewegung den Erwartungshorizont weg, der, über Jahre aufgebaut, seinen hoffnungsfrohen Lebensentwurf grundiert hatte – und sie lässt ihn zugleich die eisige Luft spüren, in der sich auch Achill in der Ilias bewegt. Im «Besten der Achaier», der, den eigenen Tod vor Augen, in die Schlacht um Troja zurückkehrt, erkennt der Autor das aus seiner Krankheitserfahrung erwachsende Bewusstsein existentieller Verletzlichkeit wieder. So kommt es zu einer Lektüre der Ilias, wie es sie noch nie gegeben hat. Auf zutiefst berührende Art und Weise verwebt Grethlein sein Schicksal mit den großen Fragen, die Homers Epos seit Jahrtausenden den Menschen stellt. Dabei zwingt die unhintergehbare Ernsthaftigkeit seiner Situation den Autor zu einer mitunter verstörenden Offenheit und Ehrlichkeit sich selbst und seinen Leserinnen und Lesern gegenüber. Aber sie lässt ihn auch ein tiefes Verständnis der Ilias als einer heute noch relevanten Reflexion über die Kontingenz allen menschlichen Lebens gewinnen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-406-78206-0
- ISBN-Online
- 978-3-406-78208-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 209
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- 1. Am Strand Kein Zugriff Seiten 9 - 14
- 2. Achill Kein Zugriff Seiten 15 - 46
- 3. Im Wartezimmer Kein Zugriff Seiten 47 - 77
- 4. Körper und Schmerz Kein Zugriff Seiten 78 - 97
- 5. Götter Kein Zugriff Seiten 98 - 115
- 6. Heidegger und Homer Kein Zugriff Seiten 116 - 134
- 7. Eros und Thanatos Kein Zugriff Seiten 135 - 155
- 8. Dinge Kein Zugriff Seiten 156 - 175
- 9. Väter und Söhne Kein Zugriff Seiten 176 - 192
- 10. Wieder am Meer Kein Zugriff Seiten 193 - 204
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 205 - 207
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 208 - 208
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 209 - 209
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 209 - 209




