
Die Namen der Katastrophe
»Holocaust« und »Shoah« als sprachliche und soziale Zeichen- Autor:innen:
- Reihe:
- Genozid und Gedächtnis
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Die Begriffe »Holocaust« und »Shoah« haben eine Bedeutung als Namen, im Sinne einer von Symbol, Zeichen oder Metapher unterschiedenen Bezeichnungsform. Beide Wörter rücken unmittelbar für ein Ereignis ein, das sich sprachlicher Vermittlung entzieht. Indem sie die Tatsächlichkeit, die Präsenz und die Gültigkeit der Vernichtung der europäischen Juden markieren, sollen sie diese doch dem Verstehen zugänglich machen. Detailliert zeichnet Kristin Platt die Durchsetzungsgeschichte der Begriffe Churbn (jidd.: »Katastrophe«), Holocaust und Shoah nach. Die begriffsgeschichtliche Untersuchung wird gerahmt von einer sozial- und kulturtheoretischen Analyse zu Relationen von Ereignis und Sprache, Dialogizität und Schweigen. Das Buch macht deutlich, dass Benennungen als soziale Verfahren verstanden werden können, durch die nicht zuletzt Anerkennungen ausgehandelt werden: Wer kann, wer darf sprechen? Darin ist diese kenntnisreiche Studie ein Meilenstein in der wissenschaftlichen wie gesellschaftlichen Debatte um Erinnerung und Gedächtnis.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-95832-216-5
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1691-8
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Reihe
- Genozid und Gedächtnis
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 792
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Dank Kein Zugriff Seiten 7 - 7
- Vorbemerkungen zu den gewählten Schreibweisen Kein Zugriff Seiten 8 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 34
- 1. Sprechende Namen. Benennungspraktiken in ausgewählten sozialen und kulturellen Feldern Kein Zugriff
- 2. Funktionen der Namensgebung. Der Name als politische Übereinkunft, moralisches Argument, Bedeutungsträger symbolischer Sinnwelten und Schlüssel sozialer Anerkennung Kein Zugriff
- 1. Bedeutungen. Perspektiven und Ausblicke der Forschung zur Berücksichtigung der Sprachlichkeit des Namens Kein Zugriff
- 2. Eigennamen. Zu disziplinären Rahmungen, sozialen und kulturellen Bedingungen von Benennungen Kein Zugriff
- 3. Bestimmtheit. Zur Deutlichkeit und Deutbarkeit des Namens als Begriff und Metapher Kein Zugriff
- 4. Relationen. Zusammenfassung und Ausblick auf die Funktionen und Praktiken historischer Namen Kein Zugriff
- 1. Das stumme Wort (W. Benjamin) Kein Zugriff
- 2. Sprache und Geschichte (L. Freund, L. Gulkowitsch, H. Bergmann) Kein Zugriff
- 3. Das Leben enthält seine Vergangenheit in sich (G. Simmel, E. Cassirer, K. Mannheim) Kein Zugriff
- 4. Ein Verlust von Sprache? (V. Frankl, P. Levi, P. Celan, E. Wiesel) Kein Zugriff
- 5. Schweigen als Außerhalb (N. Luhmann, P. Fuchs) Kein Zugriff
- 6. Begegnung im Namen (E. Lévinas, J. Derrida, H. Cixous) Kein Zugriff
- 7. Sprache als Sprechakt und Anerkennung (P. Bourdieu, J. Butler, V. Flusser) Kein Zugriff
- 8. Nachfragen Kein Zugriff
- 1. Bedingungen der Referenz Kein Zugriff
- 2. Olah, Akedah Kein Zugriff
- 3. Holocaust Kein Zugriff
- 4. Churbn, Khurban, Shoah Kein Zugriff
- 5. Katastrophe Kein Zugriff
- 1. Wissenslinien Kein Zugriff
- 2. Unschuldige Unmittelbarkeit Kein Zugriff
- 3. Der Begriff der Katastrophe in Erfahrungen von Genozid während des Ersten Weltkriegs Kein Zugriff
- 4. Zerstörungen und Grauen in Erzählungen katastrophischer Ereignisse Kein Zugriff
- 5. Krise und Katastrophe als historische und soziologische Begriffe Kein Zugriff
- Die Namen der Katastrophe Kein Zugriff
- Parenthese Kein Zugriff
- Verstehbarkeit und Verneinung Kein Zugriff
- Referenzielle Integrität Kein Zugriff
- Benennungen als soziale Prozesse Kein Zugriff
- Benennungen und Erzählung historischer Ereignisse Kein Zugriff
- Wenn es Abend wird Kein Zugriff
- Konventionen Kein Zugriff
- Zum Schluss Kein Zugriff
- Literatur- und Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 688 - 792




