Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
ISSN-Print
1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
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Seite 1 - 3
Abstract
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2017
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Seite 4 - 4
Im neunten Aphorismus der "Fröhlichen Wissenschaft" (1887) schreibt Nietzsche über diejenigen Ideen, die lange Zeit unterschwellig zirkulieren, bevor sie, «vielleicht nach Jahrhunderten», plötzlich explodieren: «Wir haben Alle verborgene...
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Seite 5 - 14
Im letzten Kapitel seiner Studien zur Geschichte der Renaissance von 1873 zitiert Walter Pater den Ausdruck der Verzweiflung, die den Klassizisten Johann Heinrich Winckelmann nach seiner Ankunft in Rom überkam: «‹Unglücklicherweise gehöre ich...
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Seite 15 - 28
I. Der weiße Wal Bücher, die ihrer Zeit voraus sind, bleiben meist unbeachtet. Glückliche Fügungen verhelfen nur wenigen zu nachträglicher Wirkung. Ein solches Schicksal widerfuhr auch jener Theorie, die zum ersten Mal erklärte, warum sich...
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Seite 29 - 44
I. Die Überforderung der Zeitgenossen Zu den Glanzpunkten des Doktor Faustus von Thomas Mann gehören vier musikhistorische Abendvorträge, die der genialisch-kauzige Organist Wendell Kretzschmar kurz vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in...
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Seite 45 - 52
Zu einem Klassiker gehört, dass er immer wieder neu rezipiert wird – und zwar nicht als ein historischer Referenzpunkt, sondern als eine Stimme der Gegenwart. Das zentrale Merkmal einer verspäteten Rezeption ist die Überzeugung der Rezipienten,...
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Seite 53 - 78
Laokoon als Schmerzensmann Am 14. Januar 1506 wurden in Rom bei den Arbeiten in einem Weinberg am Esquilin in einer unterirdischen Kammer die Reste einer antiken Gruppe gefunden: Die einzelnen Teile waren von aufsehenerregender Qualität und nahezu...
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Seite 79 - 92
Im Folgenden soll ein berühmter Kupferstich, Titelblatt eines ebenso berühmten Werks, noch einmal untersucht werden. Die Abbildung (Abb. 1) zeigt bekanntlich die Titelseite aus Thomas Hobbes’ 1651 erstmals publiziertem Leviathan. Der Stich ist...
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Seite 93 - 110
«Jedes Essen schmeckte ihm, er entdeckte Besonderheiten an jeder Küche, wenn auch sein Geschmack da ebenfalls dem Abgelegenen, Ungewöhnlichen besonders zugeneigt war: zweifelhafte Mayonnaisen, verdächtig aussehende Salate, merkwürdig gefärbte...
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Seite 111 - 116
Das Kleid braucht man, die Mode macht es schön. Die Geschichte des Kleides ist daher eine andere den Wandel eines Gebrauchsgegenstandes, die Modegeschichte die seines Designs. Wenn man von den Frauen und ihrer Mode spricht, meint man immer das...
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Seite 117 - 119
Vor gut eineinhalb Jahrzehnten mutmaßte Wolf Lepenies, dass Afrika Europa den Spiegel seiner Zukunft vorhalten könnte. Dieses Bild ist inzwischen zu einem gängigen Topos der Forschung geworden. Besonders zugespitzt haben es die in Harvard...
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Seite 120 - 127
Das im Super-Gedenkjahr 2015 veröffentlichte Buch des deutsch-britischen Historikers Nikolaus Wachsmann, "KL. A History of the Nazi Concentration Camps", das nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt, wurde weltweit – und auch in der letzten...
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Seite 128 - 128
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