Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken. Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben. Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an. Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
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1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
Ausgabe
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Seite 1 - 3
Abstract
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2025
Vor hundert Jahren veröffentlichte Karl Mannheim seinen Essay über Das Problem einer Soziologie des Wissens. Im selben Jahr, 1925, reichte der shooting star des neuen, «modernen» Faches Soziologie in Heidelberg seine Habilitationsschrift über...
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Seite 5 - 20
Der ungarische Student Karl Mannheim sitzt an seinem Schreibtisch in Berlin-Grunewald und hat gerade die Lektüre einer Extra-Ausgabe der Tageszeitung abgeschlossen. Aufgewühlt greift er zu seinem Tagebuch und hält Eindrücke in den Tagen des...
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Seite 21 - 24
Noch bis in die Nachrufe wurde kolportiert, dass Karl Mannheim nach seiner Geburt im Jahr 1893 in Häusern aufwuchs, die zum «Judenviertel» von Budapest gehörten. Für den Soziologen Leopold von Wiese entstammte Mannheim «einer in Ungarn...
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Seite 25 - 35
Er war der shooting star in der deutschen Soziologie nach dem Tod Max Webers. Keine Weltanschauung war in der Zwischenkriegszeit vor seiner Perspektivierung sicher. Und noch immer stehen seine Themen, die er in Büchern und Aufsätzen traktiert...
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Seite 36 - 45
In einem Brief aus Heidelberg im Oktober 1921 berichtet Karl Mannheim über die gewonnene Perspektive, seitdem er «draußen in der Fremde» ist: wie ein «Wachposten» glaubt er mehr zu sehen und zu hören. Als «vorgeschobener Beobachter» hat er...
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Seite 46 - 53
Am liebsten haut man sich gerade den Ideologievorwurf um die Ohren. «Ideologisch» sind naturgemäß stets die anderen – und gemeint ist damit zumeist eine irgendwie diffuse Idee von «falschem Bewusstsein». «Falsches Bewusstsein» freilich ist...
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Seite 54 - 56
Für Karl Mannheim ist das Konzept der Konstellation eine «Grundkategorie der soziogenetischen Betrachtung», «eine der wichtigsten Kategorien, durch die wir Welt und Geist erfassen». Dabei geht er nicht allein von dem zwischen Heinrich Rickert...
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Seite 57 - 65
«Soziologismus», «Relativismus», «Submarxismus», «Gefahr für den deutschen Geist». Das sind nur wahllos einige Etiketten, mit denen schon Zeitgenossen Karl Mannheims Wissenssoziologie brandmarkten. Mit seinem polarisierenden Vortrag über...
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Seite 66 - 77
Wenige Wochen vor seinem vierundfünfzigsten Geburtstag starb Karl Mannheim am 9.Januar 1947 in London. Kurz darauf veröffentlichte im American Journal of Sociology ein Familienmitglied einen der ersten größeren Nachrufe. Angesichts des...
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Seite 78 - 82
In der neuesten deutschen Geschichte springen zwei Generationen ins Auge, die das soziale und kulturelle Leben ziemlich lang beherrscht haben: Die Wilhelminer im Kaiserreich und die Flakhelfer in der Bundesrepublik. Die idealen Typen für beide...
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Seite 83 - 96
Nach seiner Ankunft in London notiert Paul Tillich am 24.April 1936 im Tagebuch seiner ersten Europareise seit der Ausreise aus NS-Deutschland nach New York: «Im Taxi in das Red Court Hotel, wo Mannheims leben, die aber nicht da sind.» Am Tag...
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Seite 97 - 110
Die «Dekolonialisierung der Curricula» ist in den Vereinigten Staaten und auch in vielen anderen westlichen Ländern zum Gebot der Stunde geworden. Aus den Lehrplänen sollen imperiale Denkmuster entfernt werden, welche die politischen Ideen...
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Seite 111 - 120
Sant’Andrea in Percussina liegt etwa zehn Kilometer südlich von Florenz, inmitten der toskanischen Landschaft. Im Sommer 1513 kehrt ein in Ungnade gefallener vierundvierzigjähriger Mann in diese waldige Umgebung zurück: Niccolò Machiavelli....
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Seite 121 - 127
«Kein Phänomen kann isoliert betrachtet werden, jedes wirkt sich auf alle Aspekte unseres Lebens aus. Wir müssen lernen, dass wir Teil des Ökosystems der Natur sind.» Diese schönen Sätze des kanadischen Architekten Arthur Erickson suggerieren...
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Seite 128 - 128
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