
Die Fiktion von der jüdischen Weltverschwörung
Zu Text und Kontext der »Protokolle der Weisen von Zion«- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 01.10.2012
Zusammenfassung
Neue Untersuchungen zum zählebigsten Dokument des modernen Antisemitismus.
Unter dem Titel »Protokolle der Weisen von Zion« ist eine Schrift bekannt, die die Juden bezichtigt, auf konspirativ-subversive Weise nach der Weltherrschaft zu streben. Entstanden um 1900, dürften die »Protokolle« das noch immer am weitesten verbreitete Dokument des modernen Antisemitismus sein. Bis heute sind die genauen Umstände ihrer Entstehung ungeklärt. Vor allem die Fragen, wer an der Abfassung beteiligt war und welche Absichten dabei verfolgt wurden, sind noch immer offen – und Gegenstand weitreichender, oft phantastischer Spekulationen. Aktuell erzählt Umberto Eco in seinem Roman »Der Friedhof in Prag« eine fiktive Version der Fälschungsgeschichte. Die hier versammelten Essays präsentieren neue Erkenntnisse zur Herkunft und Verbreitung der »Protokolle«. Es werden bislang vernachlässigte Aspekte des ominösen Textes untersucht: seine Resonanzen mit politischen Utopien, aber auch mit den Verschwörungstheorien des 19. Jahrhunderts; die Verwendung der plagiierten Quellen und sein Status als Plagiat; und nicht zuletzt die Struktur eines Textes, der zwar viel zitiert, aber selten gelesen wurde.
Mit Beiträgen u.a. von: Carlo Ginzburg, Stefan Gregory, Richard S. Levy, Cesare G. De Michelis, Ulrich Raulff
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- Erscheinungsdatum
- 01.10.2012
- ISBN-Print
- 978-3-8353-0498-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2377-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 257
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VI
- Ein Stoff für Bestseller Kein Zugriff Seiten VII - XXII Eva Horn, Michael Hagemeister
- Das Gespenst der Arkana. Verschwörungsfiktion und Textstruktur der »Protokolle der Weisen von Zion« Kein Zugriff Seiten 1 - 25 Eva Horn
- Die »Protokolle der Weisen von Zion «als klassische Utopie? Eine rhetorische Textanalyse Kein Zugriff Seiten 26 - 50 Verena Kasper-Marienberg
- Die Fabrik der Fiktionen. Verschwörungsproduktion um 1800 Kein Zugriff Seiten 51 - 75 Stephan Gregory
- Die Libido des Polizeistaats Kein Zugriff Seiten 76 - 79 Ulrich Raulff
- Vergegenwärtigung des Feindes. Zur Mehrdeutigkeit historischer Evidenz Kein Zugriff Seiten 80 - 96 Carlo Ginzburg
- Synarchie und Weltherrschaft. Die »Protokolle der Weisen von Zion« im Kontext von Bündnispolitik und okkultistischem Untergrund, 1880-1912 Kein Zugriff Seiten 97 - 122 Markus Osterrieder
- Das inexistente Manuskript. Die Geschichte und die Archive Kein Zugriff Seiten 123 - 139 Cesare G. De Michelis
- Zur Frühgeschichte der »Protokolle der Weisen von Zion« I. Im Reich der Legenden Kein Zugriff Seiten 140 - 160 Michael Hagemeister
- Zur Frühgeschichte der »Protokolle der Weisen von Zion« II. Das verschollene Exemplar der Lenin-Bibliothek Kein Zugriff Seiten 161 - 189 Michael Hagemeister
- Die »Protokolle der Weisen von Zion« oder Das Plagiat im Denkraum des Faschismus Kein Zugriff Seiten 190 - 207 Philipp Theisohn
- Die »Protokolle der Weisen von Zion« und ihre Entlarvung: Ein vergebliches Unterfangen? Kein Zugriff Seiten 208 - 230 Richard S. Levy
- Ausgewählte Literatur (Michael Hagemeister) Kein Zugriff Seiten 231 - 241
- Zur Umschlagabbildung Kein Zugriff Seiten 242 - 244
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 245 - 248
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 249 - 257




