Seit 1986 stellte sich die neu erschienene KritV als Forum offener, interdisziplinär orientierter, intradisziplinär informierter und im Theorie-Praxis Dialog fundierter kritischer Jurisprudenz dar. Das Rechtssystem, einst bezogen auf nationale Grenzen, hat sich vertikal und horizontal ausdifferenziert. Die KritV als europäische Rechtszeitschrift soll in Zukunft die Anpassungen des Rechts an gesellschaftliche, politische und systemische Steuerungsbedürfnisse in Europa intensiv widerspiegeln. Die Liste der Herausgeber ist durch wichtige Köpfe europäischer Rechtsprechung erweitert worden (Marc Jaeger, Vincent Lamanda, Dean Spielmann, Sir John Thomas, Andreas Voßkuhle). Auch die juristische Fakultät der Universität Luxembourg steht gleichberechtigt neben Herausgebern aus dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe Universität in Frankfurt/Main. Europäische Öffentlichkeit kann nur durch vielfältige Sprachen vermittelt werden. Die KritV präsentiert deshalb Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache. Eine vielsprachige und in verschiedenen Rechtskulturen orientierte Herausgeberschaft verbürgt Originalität und Qualität angenommener Beiträge.
Die Rufe nach mehr „strategischer Autonomie“ dürften angesichts eines volatilen geopolitischen Umfeldes in Zukunft eher zu- als abnehmen. Deswegen wird die Debatte um den digitalen Euro zum Anlass genommen, das Konzept der „strategischen...
Die Digitalisierung des Geldes könnte die bestehende Geldordnung grundlegend verändern. Gegenwärtig beruht diese Geldordnung auf einer Arbeitsteilung zwischen Markt und Staat. Zentralbanken geben öffentliches Geld aus, Geschäftsbanken privates...
Der digitale Euro wird langsam Realität. Der vorliegende Beitrag erklärt, warum die Europäische Union den digitalen Euro nicht als marginale Aktualisierung der bestehenden bankbasierten Finanzarchitektur verstehen, sondern als für eine...
Der vorliegende Beitrag systematisiert zentrale Gestaltungsoptionen digitaler Zentralbankwährungen, im Folgenden „CBDCs“, und entwickelt ein interdisziplinär anschlussfähiges Ordnungsmodell für deren Ausgestaltung. Aufbauend auf einer...