
Zwischen Mensch und Pflanze
Vegetabile Hybriden in literarischen und grafischen Texten des 20. und 21. Jahrhunderts- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Fiktionale Hybriden aus Mensch und Pflanze sind Denkfiguren: In Text und Bild fordern sie dazu auf, Vorstellungen von Subjekt, Kollektiv und Spezies neu zu denken. Statt Pflanzen auf ihr symbolisches Potenzial zu reduzieren, stehen sie in dieser Studie als Organismen und literarische Akteure im Fokus. Sie adressieren mit ihrer radikalen Alterität zum Menschen gesellschaftliche Probleme und stellen alternative Lebensentwürfe vor. Orientiert am Forschungsparadigma der Plant Studies und unter Bezugnahme auf botanische Wissensdiskurse widmet sich das Buch pflanzlich-menschlicher Hybridität in literarischen und grafischen Texten. Sowohl um 1900 als auch nach 2000 stellen Mensch-Pflanzen-Hybriden Konzepte auf der Schwelle von ›Natur und Kultur‹, wie Fortpflanzung, Familie und Geschlecht, auf den Prüfstand. Während die Hybriden in den Romanen von Kurd Laßwitz und Alfred Döblin kurz nach der Jahrhundertwende vor allem die Krise des Subjekts neu profilieren, letztendlich aber an der herrschenden Ordnung scheitern, fragen die Comics von Olivia Vieweg und Frauke Berger im neuen Jahrtausend nach alternativen Formen des Zusammenlebens und unterbreiten transformative Vorschläge für eine speziesübergreifende Gemeinschaft der Zukunft. Die Studie bringt durch ihren Zuschnitt nicht nur ein neues Paradigma der kulturwissenschaftlichen Forschung zur Anwendung, sondern verändert auch den Blickwinkel auf soziale und ökologische Herausforderungen, indem sie diese historisch und diskursiv kontextualisiert.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5769-3
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8759-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 440
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 24
- Hybridität: Begriffsgeschichtliche Überlegungen Kein Zugriff Seiten 25 - 46
- I.1.1 Verhältnisbestimmungen: Pflanzliche Raumzeit und taxonomische Einhegung Kein Zugriff
- I.1.2 Generationswechsel: Individualisierungsfantasie um 1900 Kein Zugriff
- I.1.3 Harda und ›Hedera helix‹: Parallelisierte Adoleszenz von Mensch und Efeu Kein Zugriff
- I.1.4 Fazit Kein Zugriff
- I.2.1 Zwischen Mythologie und Botanik: Daphne im Mooshemd Kein Zugriff
- I.2.2 Der ›mad scientist‹: Arbeit an der Grenze Kein Zugriff
- I.2.3 Das »grüne Gespenst«: Die vegetabile ›agency‹ der Kanadischen Wasserpest Kein Zugriff
- I.2.4 Die großen Vermischungen: Urzeitwesen, Menschentürme und Giganten Kein Zugriff
- I.2.5 Fazit Kein Zugriff
- II.1.1 Kontaktaufnahmen: Die Suche nach einer gemeinsamen Sprache Kein Zugriff
- II.1.2 Vegetarische Biopolitik: Pflanzen als Lebensmittel Kein Zugriff
- II.1.3 Das geteilte Vegetative: Pflanzen – Zombies – Menschen Kein Zugriff
- II.1.4 Fazit Kein Zugriff
- II.2.1 Vegetabile Handlungsmacht: Pflanzen als Handlungszeichen Kein Zugriff
- II.2.2 Hybridisierungen: Offene Körper von Mensch und Pflanze Kein Zugriff
- II.2.3 Alraunen: Materie und Geschlecht Kein Zugriff
- II.2.4 Hinter der Maske: Pflanzliches Bewusstsein? Kein Zugriff
- II.2.5 Exkurs: Swamp Thing, Poison Ivy und Groot – Die hybriden Verwandten aus Amerika Kein Zugriff
- II.2.6 Fazit Kein Zugriff
- Fazit oder Das Ende der Hybridität? Kein Zugriff Seiten 395 - 402
- Siglen Kein Zugriff Seiten 403 - 404
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 405 - 430
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 431 - 432
- Personen- und Sachregister Kein Zugriff Seiten 433 - 436
- Dank Kein Zugriff Seiten 437 - 440




