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Sammelband Kein Zugriff

Die Reformation und ihr Mittelalter

Herausgeber:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Nach einer – vor allem in Deutschland – nahezu allgemeinen Wahrnehmung hatten die Reformation und der werdende Protestantismus radikal mit dem Mittelalter gebrochen. Diese weit verbreitete These führt zu der erklärungsbedürftigen Situation, dass im Selbstverständnis und in der Selbstwahrnehmung des Protestantismus eine Kluft von über einem Jahrtausend entstanden ist, die diesen nicht nur von der frühchristlichen und patristischen Zeit trennt, sondern die ihn offenkundig auch in keinem Verhältnis zu diesem Jahrtausend stehen lässt. Dieses lange tradierte (Selbst-)Verständnis kann nicht länger unhinterfragt bleiben. So lassen vor allem die gewaltigen Forschungsanstrengungen der jüngeren Zeit die These von einer radikalen Kluft von Reformation und ihrem Mittelalter und damit auch die Wahrnehmung des Protestantismus in ihrem Verhältnis zu diesem mehr als fragwürdig erscheinen. Ein neuer Blick auf die Reformation und ›ihr‹ Mittelalter öffnet sich. According to an almost common perception, above all in Germany, the Reformation and nascent Protestantism had made a radical break with the Middle Ages. This widespread theory led to a situation which did require an explanation, i.e. the fact that in the self-understanding and the self-perception of Protestantism a gap of over a thousand years had developed which divided it not only from the Early Christian and the patristic period but which also evidently had no relationship to this millennium. This long tradition of self-understanding can no longer remain unquestioned. Thus the tremendous research efforts made in recent years make the theory of a radical gap between the Reformation and its Middle Ages and thus also the perception of Protestantism and its relationship to these seem more than questionable. This provides us with a new view of the Reformation and “its“ Middle Ages.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-7728-2690-0
ISBN-Online
978-3-7728-3085-3
Verlag
frommann-holzboog, Stuttgart
Reihe
Melanchthon-Schriften der Stadt Bretten
Sprache
Deutsch
Seiten
478
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VIII
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 1 - 2 GÜNTER FRANK, VOLKER LEPPIN
  3. Domingo De Sotos Auseinandersetzung mit der protestantischen Theologie in »De natura et gratia« im Ringen um den philosophisch-theologischen Begriff »natura pura« gegen Luthers Menschenbild Kein Zugriff Seiten 3 - 40 JORGE USCATESCU BARRÓN
  4. Die konfessorische Katholizität Georgs von Anhalt Kein Zugriff Seiten 41 - 54 AUGUSTINUS SANDER OSB
  5. »Des Pabstes eigene Scribenten« – Lutherische Geschichtsschreibung – historiographische Praktiken – Intertextualität Kein Zugriff Seiten 55 - 78 MATTHIAS POHLIG
  6. Reformatoren drucken das Mittelalter – Luthers »Theologia deutsch« und Melanchthons Lampert von Hersfeld Kein Zugriff Seiten 79 - 112 ARNO MENTZEL-REUTERS
  7. Luthers Blick auf das Mittelalter Kein Zugriff Seiten 113 - 134 VOLKER LEPPIN
  8. Die »articuli fidei« als Grund des Glaubens und der Theologie –Genese und Kritik eines Grundbegriffs der Ekklesiologie Kein Zugriff Seiten 135 - 152 GÜNTER FRANK
  9. Martin Luthers kritische Wahrnehmung »der« Scholastik in seiner so genannten »Disputatio contra scholasticam theologiam« Kein Zugriff Seiten 153 - 188 THEODOR DIETER
  10. »Crux/Cruxifixus sola/solus est nostra Theologia«? –Luthers solus Christus, seine mittelalterlichen Wurzeln und seine offenbarungstheologischen Implikationen Kein Zugriff Seiten 189 - 208 JOHANNA RAHNER
  11. Aus Konflikten lernen – Der Verlauf gelehrter Kontroversen im Spätmittelalter und ihr Nutzen für die Reformation Kein Zugriff Seiten 209 - 250 JAN-HENDRYK DE BOER
  12. Nicolaus Taurellus oder die Geburt der Gleichheit aus dem Geist der Erbsünde Kein Zugriff Seiten 251 - 262 HENRIK WELS
  13. Lambert Daneau kommentiert Petrus Lombardus – Eine reformierte Auseinandersetzung mit einem Basistext mittelalterlicher Scholastik Kein Zugriff Seiten 263 - 282 UELI ZAHND
  14. Die Kontinuität der Memoria – Überlegungen am Beispiel von sächsischen Grabdenkmälern Kein Zugriff Seiten 283 - 302 TARALD RASMUSSEN
  15. Die Geburtswehen der mittellateinischen Philologie: Polycarp Leyser IV. und das Mittelalter Kein Zugriff Seiten 303 - 326 BERND ROLING
  16. »nach der alten gebreuchlichen Lateinischen Translation gelesen und gesungen« –Zur Stundenliturgie in den Klöstern Württembergs nach Einführung der Reformation Kein Zugriff Seiten 327 - 362 ANDREAS ODENTHAL
  17. Der wichtigste karolingische Autor im »Catalogus testium veritatis« des Matthias Flacius Illyricus Kein Zugriff Seiten 363 - 378 MARTINA HARTMANN
  18. Die Reformation und die nominalistische Wende Kein Zugriff Seiten 379 - 390 GÜNTHER MENSCHING
  19. Gedankenmuster der Reformation in mittelalterlichem Licht Kein Zugriff Seiten 391 - 406 ANTONIE VOS
  20. Die Renaissance als Beginn der Neuzeit – Mit einem Seitenblick auf die Reformation Kein Zugriff Seiten 407 - 440 ULRICH MUHLACK
  21. Die Eigenart der Scholastik in Gerhard Ebelings Lutherdeutung Kein Zugriff Seiten 441 - 452 RISTO SAARINEN
  22. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 453 - 458
  23. Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 459 - 464
  24. Namenregister Kein Zugriff Seiten 465 - 472
  25. Sachregister Kein Zugriff Seiten 473 - 478

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