
Zum Schweigen.
Macht Ohnmacht in Erziehung und Bildung- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Schweigen ist zugleich Part wie Konterpart von Sprache oder Sprechen. Es stellt eine Möglichkeit dar, über das Sagbare und Unsagbare zu reflektieren. Dass Schweigen Ausdruck von Macht und Ohnmacht ist, kann gerade in Erziehungs- und Bildungsverhältnissen aufgezeigt werden.
In den bisherigen systematischen Auseinandersetzungen wird Schweigen in Familie, Schule oder Bildungspolitik entweder idealisiert oder einzig als Verschweigen gedeutet – und auf diese Weise eine klar zu identifizierende Machtkonstellation behauptet. In beiden Fällen werden die dem Phänomen und seinen Deutungen innewohnenden Ambivalenzen aufgehoben. Schweigen ist aber sowohl ein Instrument der Mächtigen als auch eine nahezu letzte und dennoch souveräne Äußerung, eine Machtdemonstration der Ohnmächtigen.
Die Frage, wer, wann, wie, aus welchen Gründen sprechen oder schweigen darf, kann oder muss, ist ohne die Berücksichtigung von Machtkonstellationen und hegemonialen Verflechtungen nicht zu beantworten.
Der Band vollzieht diese Zusammenhänge systematisch nach. In historischer, theoretischer und empirischer Hinsicht werden die Grenzen des Phänomens abgeschritten, die Dimensionen Raum und Körper einbezogen und institutionalisierte Formen des Schweigens rekapituliert. So richtet sich der Band an diejenigen in Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften, die sich empirisch und analytisch für Macht und Ohnmacht in Erziehungs- und Bildungsverhältnissen interessieren, von denen das Schweigen zeugt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-958-32062-8
- ISBN-Online
- 978-3-8452-7733-2
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 378
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Zur Macht der Ambivalenz. Schweigen in Erziehung und Bildung Kein Zugriff Veronika Magyar-Haas, Michael Geiss
- Das stumme Schweigen. Welt als geteilter Bezugspunkt von Bildung und Politischem Kein Zugriff Seiten 29 - 48 Sönke Ahrens
- Das Schweigen der Befragten. Literarische und historische Ausflüge zu Fragen, Geständnissen und Bekenntnissen Kein Zugriff Seiten 49 - 74 Norbert Grube
- »Ein Männlein steht im Walde …« Die (Selbst-)Ermächtigung und das (Ver-)Schweigen Kein Zugriff Seiten 75 - 102 Daniel Dietschi
- Schweigen an der Odenwaldschule: Ein Essay Kein Zugriff Seiten 103 - 126 Jürgen Oelkers
- Das Schweigen brechen. Kindesmissbrauch – Voraussetzungen für eine persönliche, öffentliche und wissenschaftliche Aufarbeitung Kein Zugriff Seiten 127 - 146 Sabine Andresen
- Zum-Sprechen-Bringen. Dilemmata des Empowerment Kein Zugriff Seiten 147 - 168 Catrin Heite
- Schweigen des Körpers? Verhältnisse von Ausgesetztheit und Wahrnehmbarkeit Kein Zugriff Seiten 169 - 202 Veronika Magyar-Haas
- Zwischen Stille und Stimme. Frühpädagogik als schweigsames Beobachten Kein Zugriff Seiten 203 - 232 Oliver Schnoor, Sascha Neumann
- Pssst! Zum hidden curriculum von Museum und Bibliothek Kein Zugriff Seiten 233 - 258 Karen van den Berg, Markus Rieger-Ladich
- Städtebauliche Gestaltung um 1900 als ›stille‹ Form der »Volkserziehung«. Camillo Sittes künstlerischer Städtebau und Theorien der Raumwahrnehmung Kein Zugriff Seiten 259 - 282 Martin Viehhauser
- Praktiken des Schweigens in pädagogisch-institutionellen Grenzsituationen Kein Zugriff Seiten 283 - 306 Fabian Kessl, Friederike Lorenz
- Schweigen im Jugendamt. Momente des Nicht-Sprechens/-Schreibens als schweigende Ermöglichung und Verweigerung von Kinder- und Jugendhilfeleistungen in Antrags- und Hilfeplanverfahren Kein Zugriff Seiten 307 - 332 Philipp Sandermann
- »Krankhafte Geschwätzigkeit« und »psychogene Stummheit«. Zur Geschichte von Reden und Schweigen in der Pädagogik Kein Zugriff Seiten 333 - 358 Patrick Bühler
- Vom Problem, einen Sachverhalt (erziehungswissenschaftlich) nicht bezeichnen zu können Kein Zugriff Seiten 359 - 378 Michael Geiss




