
Naturrecht und Emotion
Eine Geschichte der Gefühle im 18. Jahrhundert- Autor:innen:
- Reihe:
- Historische Geisteswissenschaften, Band 17
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Naturrecht ist das Recht der Vernunft, doch Menschen werden fast immer von ihren Emotionen bestimmt. Philosophie, Medizin und Theologie um 1700 haben versucht, diese genauer zu ergründen. Was ist, wenn der Mensch komplett seinen Gefühlen und Trieben ausgesetzt ist – weil die Stimme der Vernunft nichts mehr ausrichtet? Während heute eine politische Psychologie, die von der Intelligenz der Emotionen ausgeht, der Lage etwas Gutes abgewinnen kann, gab es um 1700 schon einmal eine epistemische Situation, die sich der Macht der Gefühle stellte; aber mit einem pessimistischen Grundton. Was bleibt dann zu tun? Sind die Furcht vor Bestrafung und die Hoffnung auf Belohnung die einzigen legitimen Affekte, auf die natürliches Recht und gesellschaftlicher Friede bauen können? Oder gibt es Befreiungen, über die der Mensch doch noch zu konstruktiven Lebensweisen findet? Der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Ideenhistoriker Martin Mulsow unternimmt eine spannende Achterbahnfahrt durch die Disziplinen, steuert Philosophie und Theologie, aber auch Medizin, Embryologie und Strafrecht, Musik und Ökonomie, Philologie und Kirchengeschichte an, um zu erkunden, was das Wissen von Emotionen im beginnenden 18. Jahrhundert gewesen ist. Auf diese Weise scheinen überraschende Perspektiven auf, die Diskurse von heute im fernen Spiegel der frühen Aufklärung erkennen lassen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5853-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8801-7
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Historische Geisteswissenschaften
- Band
- 17
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 235
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 18
- 1. Thomasius’ pessimistische Anthropologie Kein Zugriff
- 2. Die Leser Kein Zugriff
- 3. Buddes Medizin des Geistes Kein Zugriff
- 4. Vereinigung mit Gott Kein Zugriff
- 5. Thomasius-Rezeption in Zerbst Kein Zugriff
- 6. Ein zarter Epikureismus Kein Zugriff
- 7. Die Mediziner reden mit Kein Zugriff
- 8. Befreiung aus den Ketten Kein Zugriff
- 9. Furcht und Eigentum Kein Zugriff
- 10. Der nötige Kontext der Emotionsgeschichte Kein Zugriff
- 1. Musiktherapie? Kein Zugriff
- 2. Das Glasgefäß Kein Zugriff
- 3. Heilung durch Musik Kein Zugriff
- 4. Pechlin und die Haut Kein Zugriff
- 5. Die neue Physiologie und ihre Chemie Kein Zugriff
- 6. Psychosomatik Kein Zugriff
- 7. Schelhammers systematische Affektenlehre Kein Zugriff
- 8. Emotionen und Heilung Kein Zugriff
- 9. Medizinische Emotionsgeschichte Kein Zugriff
- 1. Kapitalismus und Emotion Kein Zugriff
- 2. Kameralismus und Projektemacherei Kein Zugriff
- 3. Die Falle der Moralistik Kein Zugriff
- 4. Affekte, Blut und Geld Kein Zugriff
- 5. Die Anti-Gundling-Fraktion Kein Zugriff
- 6. Johann Adolf Hoffmann und Machiavelli Kein Zugriff
- 7. Furcht und Hoffnung: August Friedrich Müller im Disput mit Andreas Rüdiger Kein Zugriff
- 8. Müller und das Streben nach Reichtum Kein Zugriff
- 9. Kredite, Zins und Spekulationen Kein Zugriff
- 10. Frugalität und die heutige Gesellschaft Kein Zugriff
- 1. Der gravitätische Gang der Choleriker Kein Zugriff
- 2. Weder kalt noch warm Kein Zugriff
- 3. Das Problem der guten Nichtchristen Kein Zugriff
- 4. Heidnische Reste Kein Zugriff
- 5. Gegen die Verwilderung Kein Zugriff
- 1. Denunziationen Kein Zugriff
- 2. Die Planer-Affäre Kein Zugriff
- 3. Gegner Kein Zugriff
- 4. Wittenberger Debatten über die Seele Kein Zugriff
- 5. Die Anschuldigungen der Theologen Kein Zugriff
- 6. Planer gegen die Todesstrafe Kein Zugriff
- 7. Präformationismus und Verantwortungsethik Kein Zugriff
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 225 - 226
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 227 - 235




