Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
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Seite 1 - 3
Abstract
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2020
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Seite 4 - 4
1933 dachte Margarete Susman über die Entwicklung des Feminismus nach. Susman kam 1872 zur Welt. Im Gegensatz zu den Jüngeren hatte sie die Kaiserzeit, den Weltkrieg, die Revolution und zuletzt die kurze Weimarer Demokratie erlebt. Ihr Fazit:...
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Seite 5 - 12
Montag, 24. März 1919, «abends 6 ½ Uhr»: Die erste Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft nach dem Ende des Ersten Weltkriegs – im holzgetäfelten Saal. Auf den Zuschaueremporen VertreterInnen aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung. Als...
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Seite 13 - 24
Wie reagierten Männer in der kurzen Epoche nach dem Ersten Weltkrieg auf die Revolution der Frauen? Verhielten sie sich abwehrend oder zumindest skeptisch? Verteidigten sie verzweifelt ihre traditionellen Machtpositionen? Wehrten sie sich, wie...
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Seite 25 - 29
Nur wenig Selbstinszenierung ist im Spiel, wenn Ruth Landshoff- Yorck, vielleicht um das Blatt an Freundinnen und Freunde zu versenden, einen Ankündigungsflyer für ihre Vortragsreise durch die USA handschriftlich mit den Worten versieht: «Das war...
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Seite 30 - 37
Die gesellschaftliche Demokratisierung in der Weimarer Republik war durchaus eine Erfolgsgeschichte: Die Entstehung der Jugend als eigene Generation mit spezifischen Vorstellungen und Lebensweisen; die Neustrukturierung einer Arbeitsgesellschaft...
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Seite 38 - 43
«Verliebt, verlobt, verheiratet – und dann?» – Diese Frage stellt Elisabeth H. Flitner zu Beginn ihrer soziologischen Bemerkungen über das Arrangement der Geschlechter. Ihr Essay erscheint 1987 im Leviathan, der Zeitschrift für...
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Seite 44 - 50
Jugendbücher lassen den Puls ihrer Zeit spüren, takten ihn aber auch, stiften Träume und beflügeln die Imagination. Der Kampf der Tertia von 1927 ist ein solches, geschrieben von dem in der Zwischenkriegszeit auch für seine Erwachsenenromane...
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Seite 51 - 57
Noch in großer Trauer um die Freundin, deren «plötzlicher Tod» sie «sehr erschreckt» hatte, erinnerte sich Hella Jaensch an die «Freundesgespräche, von denen Hannah einmal sagte, daß durch sie die Freundschaft erst eigentlich menschlich...
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Seite 58 - 67
Mit Varieties of Feminism hat die US-amerikanische Soziologin Myra Marx Ferree 2012 einen groß angelegten historischen Vergleich der US-Frauenbewegung mit derjenigen in Deutschland vorgelegt: Das 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg, die...
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Seite 68 - 84
Als der englische Dichter W. H. Auden 1939 kurz nach Freuds Tod im Londoner Exil ein Gedicht zu seinem Gedächtnis verfasste, wählte er den Vergleich mit dem Wetter. Der Name Freud bezeichne weniger eine Person als ein «Meinungsklima», unter...
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Seite 85 - 96
Weltausstellung, Chicago 1893: Neben einem tonnenschweren kanadischen Käselaib und einer Venus von Milo aus 700 Kilogramm Schokolade wird die größte Kanone der Welt präsentiert. Produziert hatte sie die Krupp’sche Gußstahlfabrik, die nach...
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Seite 97 - 120
Im Februar 2018 übernahm die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) den Nachlass von Leni Riefenstahl. Schenkerin war ihre Sekretärin und Nacherbin Gisela Jahn. Nach dem Tod von Horst Kettner, Riefenstahls Ehemann, wollte sie den Nachlass der...
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Seite 121 - 128
Am 30. März 2020 verlor der Virologe Christian Drosten in seinem NDR-Podcast zur Corona-Pandemie kurzzeitig seine Contenance: Er beklagte die Zumutungen einer personalisierten Berichterstattung und drohte mit Abbruch. Die Adressierten parierten,...
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Seite 129 - 134
Im Jahr 1920 schrieb der Schriftsteller Joseph Roth in der Neuen Berliner Zeitung über Handwerker aus den Ländern des ehemaligen Osmanischen Reiches. Diese seien in Berlin so rasch heimisch geworden, dass sie «einfach keine Türken. Sondern...
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Seite 135 - 138
Ihre Aufnahme in den 1913 erschienenen Führer durch die deutsche Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts ist zunächst nicht überraschend. Schließlich hatte die 1865 in Danzig in eine bürgerlich-protestantische Kaufmannsfamilie geborene Käthe...
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Seite 139 - 142
Was ist eine Frau? Die Frage ist spätestens seit der hitzigen, quer durch die sozialen Medien und internationalen Feuilletons geführten Debatte über einen im Juni abgesetzten Tweet der Harry-Potter- Autorin Joanne K. Rowling nicht mehr leicht zu...
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Seite 143 - 144
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