
Die Zertrennung
Aufzeichnungen eines Mitglieds des Sonderkommandos- Autor:innen/Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Salmen Gradowski war ein Mitglied des »Sonderkommandos« von Auschwitz – jener Gruppe (nicht nur) jüdischer Häftlinge, die die Opfer in die Gaskammern begleiten und deren Körper nach der Vergasung verbrennen mussten. Einige von ihnen notierten das Verbrechen in allen Einzelheiten und vergruben ihr Zeugnis auf dem Lagergelände. Der erste, unvollständige Teil von Gradowskis Aufzeichnungen, in einer Flasche versteckt, wurde 1945 auf dem Gelände des Vernichtungslagers Birkenau von Soldaten der Roten Armee gefunden und 1969 in Warschau erstmals veröffentlicht. Den zweiten Teil – in einer Dose versteckt – verkaufte ein polnischer Finder dem in Auschwitz lebenden Chaim Wollnerman, der 1947 nach Palästina auswanderte und das Zeugnis erst 1977 im Privatdruck veröffentlichte. Sämtliche Texte Gradowskis erscheinen hier erstmals vollständig in deutscher Übersetzung.
Gradowskis Zeugnis ist von einer fast unerträglichen Akribie und Sprachkraft. Inmitten der Katastrophe, die er durchlebt, in dem Bewusstsein, sich nur an Gott und an eine Nachwelt richten zu können, versucht Gradowski, die eigene und die kollektive Erfahrung der Judenvernichtung als Menschheitsgeschehen zu deuten. Um der unversöhnlichen Trauer Stimme zu geben, greift er zurück auf das liturgische Repertoire wie Klagelieder oder apokalyptische Schriften, aber auch auf neujiddische Poesie. Die Vereinigung von literarischem Dokument und historischem Zeugnis macht Gradowskis Aufzeichnungen einzigartig.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2019
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-633-54280-2
- ISBN-Online
- 978-3-633-75225-6
- Verlag
- Jüdischer Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 369
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Einleitung der Herausgeberin Kein Zugriff Seiten 7 - 66
- Salmen Gradowskis Aufzeichnungen Kein Zugriff Seiten 67 - 260
- Anhang Kein Zugriff Seiten B - 333
- Übersetzen aus einer ermordeten Sprache Kein Zugriff Seiten 334 - 339
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 340 - 350
- Biographische Notiz Kein Zugriff Seiten 351 - 351
- Bildnachweise Kein Zugriff Seiten 352 - 352
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 353 - 354
- Inhalt Kein Zugriff Seiten 355 - 355





