
Revolution denken
Heidegger und das Politische 1919 bis 1969- Autor:innen:
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Martin Heidegger gilt als einer der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts. Werk und Person üben bis heute diesseits und jenseits philosophischer Diskussionen erhebliche Faszination aus. Dies liegt nicht allein an der außergewöhnlichen Originalität seines Denkens und der Kraft seiner Sprache, sondern auch an seinen schwerwiegenden politischen Verstrickungen im Zusammenhang mit der Machtergreifung Hitlers. Florian Grosser zeichnet die wesentlichen Stationen und Entwicklungslinien von Heideggers verschlungenem Denkweg aus einem halben Jahrhundert nach. Dabei arbeitet Grosser die spezifische Gefährlichkeit von Heideggers politischem Denken klar heraus, insbesondere sein radikal revolutionäres und überzogen antagonistisches Verständnis des Politischen, das ihn hindert, reale politische Phänomene angemessen zu verstehen. Grosser geht der Frage nach, ob Heideggers Denken, wie vielfach unterstellt, tatsächlich eine innere Verwandtschaft mit dem Nationalsozialismus aufweist. Die Differenzen immerhin sind gravierend. Die essayistisch gehaltene Darstellung, die im Grenzbereich zwischen Philosophie und Politikwissenschaft angesiedelt ist, erweckt die festgefahrene, seit Jahrzehnten in den starren Mustern von Anklage und Verteidigung verharrende Kontroverse um den «Fall Heidegger» mit neuem Leben
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-406-62154-3
- ISBN-Online
- 978-3-406-62155-0
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 572
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- 1. Erkenntnisinteresse, Gegenstand, Methodik und Aufbau der Untersuchung Kein Zugriff Seiten 11 - 23
- 2. Verortung des eigenen Ansatzes im Zusammenhang der Forschungsdiskussionen zum «politischen Heidegger» Kein Zugriff Seiten 24 - 26
- 3. Begriffsklärungen: Was mit «politischem Denken» und «Zweideutigkeit» gemeint ist Kein Zugriff Seiten 27 - 43
- 4. Skizzen eines ungefährlichen Begriffs des Politischen:Welcher Maßstab im Weiteren an den «politischen Heidegger» angelegt wird Kein Zugriff Seiten 44 - 58
- 1. Kapitelaufbau und Textauswahl Kein Zugriff Seiten 59 - 65
- 2. Stationen und Entwicklungen: Heideggers öffentliches Leben und philosophisches Denken zur Zeit der NS-Herrschaft Kein Zugriff Seiten 66 - 98
- 3. Gefährliche Vereindeutigung: Der Ausbruch von Heideggers politischem Denken Kein Zugriff Seiten 99 - 149
- 4. Heideggers Abkehr vom Engagement: Ein Rückzug eigener Art Kein Zugriff Seiten 150 - 204
- 5. Jenseits der Philosophie – Seitenblicke auf Ernst Jüngerund Carl Schmitt (I): Politische Lösungen und Scheinlösungen im Angesicht der «Krise» Kein Zugriff Seiten 205 - 218
- 1. Kapitelaufbau und Textauswahl Kein Zugriff Seiten 219 - 223
- 2. Wesentliche Themen, Merkmale und Entwicklungen des Heideggerschen Denkens seit 1919 Kein Zugriff Seiten 224 - 234
- 3. Strukturelle Zweideutigkeit: In welcher Weise philosophische Konzepte an der Formierung eines politischen Denkens beteiligt sind Kein Zugriff Seiten 235 - 279
- 4. Jenseits der Philosophie – Seitenblicke auf Ernst Jüngerund Carl Schmitt (II): Bestandsaufnahmen im Zeitalter der «Krise» Kein Zugriff Seiten 280 - 292
- 1. Kapitelaufbau und Textauswahl Kein Zugriff Seiten 293 - 298
- 2. Wesentliche Themen, Merkmale und Entwicklungen des Heideggerschen Denkens nach 1945 Kein Zugriff Seiten 299 - 309
- 3. Heideggers Denken der Nachkriegszeit: Zwischen Fortschreibung eines politisierten philosophischen Diskurses und postmetaphysischen Gehversuchen im Apolitischen Kein Zugriff Seiten 310 - 363
- 4. Jenseits der Philosophie – Seitenblicke auf Ernst Jünger und Carl Schmitt (III): Schlussfolgerungen im Rückblick auf «Krise» und «Tat» Kein Zugriff Seiten 364 - 378
- 1. Rückblende: Ausgangspunkte der Untersuchung Kein Zugriff Seiten 379 - 384
- 2. Schnelldurchlauf: Bewegungen eines politischen Denkens in der Zeit Kein Zugriff Seiten 385 - 389
- 3. Scharfstellung: Momente der spezifischen Gefährlichkeit eines politischen Denkens Kein Zugriff Seiten 390 - 396
- 4. Zwischenblende: Erfolgreiche Adaptionen Heideggerscher Vorlagen bei Marcuse und Arendt Kein Zugriff Seiten 397 - 405
- 5. Warnhinweis: Zum Umgang mit kontroversen Klassikern Kein Zugriff Seiten 406 - 412
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 413 - 537
- Dank Kein Zugriff Seiten 538 - 538
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 539 - 558
- Personen- und Sachregister Kein Zugriff Seiten 559 - 571
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 572 - 572
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 572 - 572




