
Die Geburt des Geoengineerings
Großbauprojekte in der Frühphase des Anthropozäns- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Über die Beherrschbarkeit der Natur und bauliche Großprojekte als Lernorte des Menschen - Martin Meiske erzählt die Geschichte von Hoffnungen und Scheitern.
Visionen zur Erdgestaltung sind weit älter als deren Umsetzung. Doch erst seit den 1850er Jahren wurden im Rahmen von immer größeren Bauprojekten jahrmillionenalte natürliche Formationen durchstochen und grundlegend umgeformt. Hier schlägt die Geburtsstunde des Geoengineerings, das seinen Ausdruck in spektakulären Eisenbahntunneln, in Ozeane verbindenden Meereskanälen und monumentalen Staudämmen findet. In dieser Zeit beginnt sich der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biogeochemischen Stoffkreisläufe der Erde zu entwickeln und es kündigt sich eine neue geochronologische Epoche an, das Anthropozän. Die damit verbundenen Hoffnungen auf Beherrschbarkeit der Natur z. B. zwecks billiger Energiegewinnung erfüllten sich nicht immer. Manches Infrastrukturprojekt endete tragisch, Menschen und Ökosysteme in den betroffenen Regionen kämpften über Generationen hinweg mit den Folgen dieser Großbauten. Vor diesem Hintergrund ist die heute zumindest teilweise zögerliche Haltung zu verstehen, größere Eingriffe in die Erdsysteme etwa durch das Climate Engineering, vorzunehmen. Martin Meiske widmet sich anhand von Beispielen wie dem Mont-Cenis-Tunnel oder dem Panamakanal der Historisierung des Geoengineerings und rekonstruiert die damit verbundenen Voraussetzungen, Auswirkungen und Wahrnehmungen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-4592-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4592-8
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 328
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 48
- 2.1. Nationale Eliten – globale Netzwerke Kein Zugriff
- 2.2. Vortrieb um jeden Preis – Artefakte und Ressourcen neuer Kräfteverhältnisse Kein Zugriff
- 2.3. Die Organisation der Mensch-Tier-Maschine Kein Zugriff
- 2.4. »Es ist eine Geldfrage …« – Die Zirkulation des Kapitals Kein Zugriff
- 3.1. Aus dem Scheitern lernen? – Meereskanäle als Orte der Wissensproduktion Kein Zugriff
- 3.2. Natur und / als Infrastruktur verstehen und erhalten Kein Zugriff
- 3.3. Zwischenfazit: Anthropozäne Zeitschichten im Lichte envirotechnischer Infrastrukturen Kein Zugriff
- 4.1. Von der Infrastruktur- zur Regionalplanung Kein Zugriff
- 4.2. »Democracy on the March«? – Planung und Partizipation Kein Zugriff
- 4.3. Ein »Bayerisches Tennessee Valley«? – Transfer- und Aushandlungsprozesse beim Ausbau des Lechs Kein Zugriff
- 5. Schluss Kein Zugriff Seiten 275 - 284
- 6.1. Abkürzungen Kein Zugriff
- 6.2. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- 6.3. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff
- 6.4. Dank Kein Zugriff
- 6.5. Register Kein Zugriff




