Andreas Dresen
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- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Das freundliche, fast liebevolle Bild von Menschen, die einen zähen Kampf mit Erwartungen und Normen des gesellschaftlichen Daseins führen – häufig wenig erfolgreich, überfordert und mit ungeeigneten, fragwürdigen Mitteln –, charakterisiert die Filme von Andreas Dresen (*1963).
So grotesk Situationen dort erscheinen mögen, die Handelnden werden nie zu Zombies, sie laden in einen vielschichtigen subjektiven Raum der Teilhabe ein. So ist es bei "Gundermann" (2018), der teils in der DDR spielt, und auch in "Halbe Treppe" (2002) oder "Willenbrock" (2005), die von der prekären Nachwendeperiode erzählen, aber auch in "Nachtgestalten" (1999), "Sommer vorm Balkon" (2005) oder "Wolke 9" (2008), für die dieser Hintergrund weniger bestimmend ist. Häufig ist von einer dokumentarischen Anmutung die Rede. Stimmig gewählte Orte und Ausstattungen, Improvisationen beim Drehen oder auch Einsätze der Handkamera stützen den Eindruck. Sie suggerieren Nichtinszenierung, obschon es Mittel einer durchdachten Inszenierung sind, die beim Schnitt ihren endgültigen Rhythmus findet und Verstand wie Emotion bewegt. Solchen Aspekten des Kinos von Andreas Dresen widmet sich der Band.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-96707-580-9
- ISBN-Online
- 978-3-96707-581-6
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 117
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 2
- Der Dresen-Ton. Zur Einführung Kein Zugriff Seiten 3 - 18 Jörg Schweinitz
- Andreas Dresen im Interview Kein Zugriff Seiten 19 - 42 Selina Hangartner, Jörg Schweinitz
- »Diese Ausweglosigkeit – wo findet die statt? In den Köpfen oder in den Umständen?«. Theater als Verhandlungsraum in Andreas Dresens Spielfilmdebüt STILLES LAND Kein Zugriff Seiten 43 - 56 Stefanie Mathilde Frank
- »Nicht so einfach herzustellen«. Montage-Konstruktionen in NACHTGESTALTEN und DIE POLIZISTIN Kein Zugriff Seiten 57 - 69 Daniel Wiegand
- Vom Spiel mit doppelten Böden. Axel Prahl in den Filmen von Andreas Dresen Kein Zugriff Seiten 70 - 83 Hans J. Wulff
- Frischer Wind. Ironie in HERR WICHMANN VON DER CDU Kein Zugriff Seiten 84 - 95 Selina Hangartner
- Besser scheitern. Die Inszenierung der Nachwendezeit in ALS WIR TRÄUMTEN Kein Zugriff Seiten 96 - 105 Andreas Kötzing
- Biografie Kein Zugriff Seiten 106 - 107
- Filmografie Kein Zugriff Seiten 108 - 111
- Autor*innen Kein Zugriff Seiten 112 - 117





