Heimat und Fremde
(treibhaus, Bd. 14)- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Trümmer, Heimkehrerschicksale, Flucht und Vertreibung prägen die Literatur der frühen Jahre. Die Heimat als Ort physischer und geistiger Geborgenheit hatte in der Nachkriegszeit aufgehört zu existieren. Das Land war zerstört, die Integrität seiner Bewohner fragwürdig, die Sprache beschädigt. 'Kahlschlag' und 'Stunde Null' sind die Losungen, doch das unselige Erbe der NS-Zeit wirkt allenthalben nach. Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 und Österreichs 1955 und angeheizt durch das Wirtschaftswunder wird Heimat zur trivialen Idylle, der Heimatfilm hat Konjunktur. Geht es um Heimat, sind Topografie und Biografie eng verbunden. Nicht nur den ins Exil Gezwungenen war der Sehnsuchtsort zur Fremde geworden. Erinnerung und Gegenwart verbinden sich zu komplexen Erfahrungsräumen.
Der Band versammelt Beiträge u. a. zu Ilse Aichinger, Heinrich Böll, Günter Eich, Klaus Mann, Arno Schmidt und Regina Ullmann. Erstmals vorgestellt wird das Drama "Der Heimkehrer Cornelius" von Wolfgang Schwarz. Die Entdeckung Kafkas, die Besinnung auf die Werte der 'Inneren Emigration' im Werk von Bergengruen stehen beispielhaft und disparat für die Wiedergewinnung einer transzendentalen Geborgenheit ein.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-96707-538-0
- ISBN-Online
- 978-3-96707-539-7
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 362
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Editorial Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- Kafka als Reflexionsfigur für den Heimatdiskurs nach 1945: Arendt, Blumenberg, Hildesheimer, Celan Kein Zugriff Seiten 17 - 46 Nils Rottschäfer
- Auf der Suche nach einer ‚literarischen Heimat‘. Heinrich Bölls Bekenntnis zur Trümmerliteratur“ Kein Zugriff Seiten 47 - 67 Gabriele Ewenz
- „Hier erst haben wir ja auch gelernt, was Heimat ist“. Der Begriff der Heimat in der deutschsprachigen Stalingrad-Literatur Kein Zugriff Seiten 68 - 94 Eugen Wenzel
- „Heimat, Heimat? My country. Es krachte, als wir heimkamen.“ Zum Konzept Heimat im Gesamtwerk von Ilse Aichinger Kein Zugriff Seiten 97 - 123 Christine Ivanovic
- Das Dasein der Schnecke. Heimaträume in Günter Eichs Nachkriegslyrik. Mit unbekannten Fassungen einiger Gedichte und einem Brief an Peter Huchel Kein Zugriff Seiten 124 - 151 Walter Hettche
- Klaus Manns Schreibtische Kein Zugriff Seiten 152 - 177 Bodo Plachta
- Des Krieges und der Liebe Lehren. Die Fremde in zwei Nachkriegsromanen Hilde Spiels und Geno Hartlaubs als Ort des Diskurses über Politik und Erotik Kein Zugriff Seiten 178 - 198 Detlef Haberland
- „ Die Heimat ist ein Teil unserer Seele.“ Heimat und Fremde bei Regina Ullmann Kein Zugriff Seiten 201 - 216 Günter Häntzschel
- ‚Dekade der Flucht‘ – Flucht und Vertreibung in Arno Schmidts Prosawerk der 1950er Jahre Kein Zugriff Seiten 217 - 241 Sven Behnke
- Steiler Berg, weiße Wand: Das Paradies und (bescheidenere) Gärten in Marlen Haushofers Die Wand Kein Zugriff Seiten 242 - 262 Emanuela Ferragamo
- Zu Hause, aber doch fremd. Die Identitätsfrage in Stefan Chwins Roman Krótka historia pewnego Z˙artu Kein Zugriff Seiten 263 - 276 Joanna Bednarska-Kociołek
- „bestürzende Plötzlichkeiten des Glücks im Nullpunkt des Unglücks“. Zu Wolfgang Schwarz’ unveröffentlichtem Fünfakter Der Heimkehrer Cornelius Kein Zugriff Seiten 279 - 300 Sikander Singh
- „ I never knew Germany was such a lovely country.“ Die Immenhof-Trilogie (1955–1957) und die deutsche Nachkriegsgeschichte Kein Zugriff Seiten 301 - 321 Sandra Beck
- Schreiben für die Niemandskinder. Heimat und Heimatlosigkeit in der Kinder- und Jugendliteratur der Nachkriegszeit Kein Zugriff Seiten 322 - 344 Christiane Raabe
- Die Beiträgerinnen und Beiträger Kein Zugriff Seiten 345 - 348
- Adressen der Beiträgerinnen und Beiträger Kein Zugriff Seiten 349 - 351
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 352 - 362





