Wachsein
Ein phänomenologischer Versuch- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Wachsein ist in der abendländischen Philosophie ein Randthema. In psychologischem und medizinischem Kontext ist das Wachsein meist nur Thema in der Perspektive der dritten Person: Man beschreibt, wie sich andere verhalten, wenn sie wach sind. Dieses Buch hält sich an die Perspektive der ersten Person. Es geht um das subjektive Erleben, darum, wie es für mich ist, wach zu sein. Das ist uns vertraut und gerade deswegen fremd und unbefragt. Zumeist hintergründig bewusst, wird es erst explizit, wenn das Erleben gestört wird. Im Zentrum steht die These, es fühle sich irgendwie an, wach zu sein. Wachsein bestehe in unterschiedlichen Gefühlen bestimmter Struktur, die man als „Selbstgefühle“ bezeichnen kann, weil ich in ihnen in strengerem Sinn auf mich bezogen bin als in anderen Gefühlen. Eine Theorie der Gefühle, die auf Brentano und Meinong zurückgeht, nach der Gefühle Modifikationen von Strebungen sind, macht dies verständlich und zeigt, wie sich Gefühle des Wachseins von anderen Gefühlen unterscheiden. Die Philosophische Bedeutung des Wachseins resultiert aus den Beziehungen zu einigen klassischen Problemen der Philosophie: zum Selbstbewusstsein, zur freien Entscheidung sowie zum Ursprung des Bewusstseins. Zudem bildet es das Medium, in dem uns etwas bewusst ist. Wir müssen nicht wissen, was Wachsein ist, um wach zu sein, aber dieses Wissen ist unverzichtbar für das Selbstverständnis von uns als Menschen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48722-8
- ISBN-Online
- 978-3-495-80802-3
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 520
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 34
- 1 Wachsein, ein problematischer Begriff Kein Zugriff
- 2.1 Aufwachen aus einem Traum: Wie weiß ich, ob der Wecker wirklich klingelt? Kein Zugriff
- 2.2 Zusammenbruch und Wiederaufbau der Intentionalität – Einengung und Erweiterung des Bewusstseinsfeldes Kein Zugriff
- 2.3 Etwas weckt etwas und lässt anderes einschlafen Kein Zugriff
- 3 Wachsein als Voraussetzung für bewusstes Erleben und als Bei-Bewusstsein-Sein Kein Zugriff
- 4 Betroffenheit als Gefühl Kein Zugriff
- 5 Die Brentano-Meinong’sche Theorie der Gefühle Kein Zugriff
- 6 Pathisches Wachsein als Gefühl Kein Zugriff
- 1 Der Taumel und die Angst vor seiner Wiederkehr Kein Zugriff
- 2.1 Empfindungen und Empfindnisse. Leibliches Wachsein Kein Zugriff
- 2.2 Pathisches Wahrnehmen Kein Zugriff
- 2.3 Pathisches Vergegenwärtigen Kein Zugriff
- 2.4 Pathisches Denken Kein Zugriff
- 2.5 Strebungen, Gefühle und Stimmungen Kein Zugriff
- 2.6 Träume Kein Zugriff
- 2.7 Die Modi des pathischen Wachseins. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 3.1 Die allgemeinere These: Die Angst vor der Wiederkehr des Taumels ist eine notwendige Bedingung für pathisches Bewusstsein Kein Zugriff
- 3.2 Die speziellere These: In jedem Modus des pathischen Wachseins wird das bewusst, was mich in der Weise betrifft, die für diesen Modus bestimmend ist Kein Zugriff
- 4 Gleichzeitiges unterschiedliches pathisches Wachsein Kein Zugriff
- 5.1 Grade des Wachseins innerhalb eines Modus des pathischen Wachseins Kein Zugriff
- 5.2 Wachere und weniger wachere Modi des pathischen Wachseins Kein Zugriff
- 6 Pathisches Wachsein als Selbstbeziehung Kein Zugriff
- 1 Vorläufiges zum aktiven Wachsein Kein Zugriff
- 2 Zum Begriff mentaler Aktivität Kein Zugriff
- 3.1 Der Begriff des mentalen Wollens Kein Zugriff
- 3.2 Aufwachen im prägnanten Sinn: Wie mentales Wollen aus dem pathischen Wachsein entsteht Kein Zugriff
- 3.3 Bewusstseinsweisen und Aspekte beim mentalen Wollen Kein Zugriff
- 3.4 Aktives Bewusstsein als Bewusstsein durch Entscheidung Kein Zugriff
- 4 Aktives Wachsein als Fühlen des Strebens nach Bewusstsein durch Entscheidung Kein Zugriff
- 5.1 Das Wachsein im Stellungnehmen Kein Zugriff
- 5.2 Aufmerksamkeit im Allgemeinen Kein Zugriff
- 5.3 Das Wachsein im absichtlichen Wahrnehmen Kein Zugriff
- 5.4 Das Wachsein im absichtlichen Vergegenwärtigen Kein Zugriff
- 5.5.1 Brentanos Unterscheidung von Vorstellen und Urteilen Kein Zugriff
- 5.5.2 Gedanke und Denken bei Frege Kein Zugriff
- 5.5.3 Rechtfertigendes Denken. Der Begriff der Evidenz Kein Zugriff
- 5.5.4 Gedankenfassen und problemlösendes Denken Kein Zugriff
- 5.6 Die Modi des aktiven Wachseins. Zusammenfassung Kein Zugriff
- 6 Die Beziehungen zwischen pathisch und aktiv Bewusstem Kein Zugriff
- 7.1 Die allgemeinere These: Das Fühlen des Strebens nach Bewusstsein durch Entscheidung ist eine notwendige Bedingung für alles aktive Bewusstsein Kein Zugriff
- 7.2 Die speziellere These: In einem Modus des aktiven Wachseins wach zu sein, ist eine notwendige Bedingung für absichtliches Bewussthaben Kein Zugriff
- 8.1 Mehr oder weniger wach sein innerhalb eines Modus aktiven Wachseins Kein Zugriff
- 8.2 Ob es wachere und weniger wache Modi des aktiven Wachseins gibt. Der Übergang von einem aktiven Modus in einen anderen Kein Zugriff
- 9 Aktives Wachsein, Selbstbewusstsein und Freiheit Kein Zugriff
- 10 Die Phänomene der Passivität in der Aktivität und die Modi des aktiven Wachseins Kein Zugriff
- 1 Die Gefühle des Wachseins und die Lebenswelt Kein Zugriff
- 2 Husserls Konzeption von Wachsein und Aufwachen Kein Zugriff
- 3 Subjektivität, Wachsein und Identität der Person Kein Zugriff
- 4 Metamorphosen der Subjektivität Kein Zugriff
- 5 Aufwachen als Befreiung, Einschlafen als Bindung. Zur philosophischen Bedeutung des Wachseins Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 503 - 508
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 509 - 510
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 511 - 520





