„Herr des Seins“
Eine Untersuchung zur philosophischen Gottesfrage in F.W.J. Schellings Münchener Vorlesungen- Autor:innen:
- Reihe:
- Münchner Philosophische Beiträge, Band 27
- Verlag:
- 24.02.2016
Zusammenfassung
In seiner Spätphilosophie unternimmt Schelling den Versuch, einen überzeugenden Gottesbegriff zu entwickeln. Das System der positiven Philosophie beansprucht, eine „höhere Geschichte“ des göttlichen Seins darzustellen. Dieses ist kein bloßes Sein, es ist vielmehr „Leben“, welches sich als schöpferische Freiheit manifestiert. Gott ist „Geist und Leben“ oder ein „lebendiger Geist“, der nicht in seinem Sein verschlossen oder in sich fixiert bleibt. In diesem Von-sich-Hinwegkönnen besteht seine absolute Freiheit, in der er sich selbst als Schöpfer erkennt.
Der vollkommene Geist ist für Schelling nur der, „der an keine Form, an keine Gestalt gebunden ist, der nicht unum quid sein muß“. Der absolute Geist geht über alle Gestalten hinaus, auch von seiner Gestalt als das Geist-Sein, die ihm nur eine Form des Seins ist. Erst diese Freiheit „von sich selbst“ gibt ihm „die überschwängliche Freiheit“. Die absolute Transzendenz des Geistes ist seine absolute Freiheit „über alle Arten des Seins“, auch gegen sein Inneres. Absolute Freiheit ist absolute Existenzbemächtigung, totale Macht über die Existenz. In dieser Macht, das Sein zu setzen oder nicht zu setzen, ist Gott der „Herr des Seins“, d.h. der Herr über den theogonischen und kosmologischen Prozess.
Biographische Informationen
Augustinus G. Kozdra (geboren 1982) studierte Theologie und Philosophie in Krakau und München. Seine Promotion erwarb er an der Philosophischen Fakultät SJ der Hochschule für Philosophie München. Josef Schmidt war sein Betreuer.
Reihe
Münchner Philosophische Beiträge - Band 27
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- Erscheinungsdatum
- 24.02.2016
- ISBN-Print
- 978-3-8316-4544-2
- ISBN-Online
- 978-3-8316-7201-1
- Verlag
- utzverlag, München
- Reihe
- Münchner Philosophische Beiträge
- Band
- 27
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 300
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 14
- 1. Exposition der onto-theologischen Frage beim späten Schelling Kein Zugriff
- 2. Münchener Gesamtentwurf der positiven Philosophie Kein Zugriff
- 3. Textgrundlage Kein Zugriff
- 4. Bemerkungen zur Schellingforschung Kein Zugriff
- 5. Zum Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- 1. Philosophie als System der Freiheit Kein Zugriff
- 2.1. Die reinrationale und die geschichtliche Philosophie als zwei Richtungen des Denkens Kein Zugriff
- 2.2. Das sachliche Kriterium der Zweiteilung der Philosophie Kein Zugriff
- 2.3. Der organische Übergang in die positive Philosophie Kein Zugriff
- 3.1. Das geschichtliche Denken Kein Zugriff
- 3.2. Das Gott-setzende Bewusstsein Kein Zugriff
- 3.3. Die Überwindung des mythologischen Bewusstseins durch die Offenbarung Kein Zugriff
- 4. Neuzeitliche Philosophie als Vernunftsystem Kein Zugriff
- 5.1. Philosophie als Wissenschaftslehre Kein Zugriff
- 5.2. Die Grundsätze des Wissens Kein Zugriff
- 5.3. Ausgang vom Unbedingten Kein Zugriff
- 5.4. Intellektuelle Anschauung Kein Zugriff
- 5.5.1. Absolute Einheit Kein Zugriff
- 5.5.2. Absolute Realität Kein Zugriff
- 5.5.3. Substantialität und Kausalität Kein Zugriff
- 5.6. Das absolute Ich als Freiheit Kein Zugriff
- 6. Schellings weitere Entwicklung in Absetzung von Fichte Kein Zugriff
- 7. Kritik der Wissenschaftslehre in Schellings Spätphilosophie Kein Zugriff
- 8.1. System des transzendentalen Idealismus Kein Zugriff
- 8.2. System der absoluten Identität Kein Zugriff
- 8.3. Schellings Kritik der eigenen Philosophie Kein Zugriff
- 9.1. Hegel in Schellings Spätphilosophie Kein Zugriff
- 9.2.1. Die Methode der Logik Kein Zugriff
- 9.2.2. Der abstrakte Ausgangspunkt Kein Zugriff
- 9.2.3. Das logische Resultat Kein Zugriff
- 9.3.1. Kritik der Methode Kein Zugriff
- 9.3.2. Kritik des Anfangs Kein Zugriff
- 9.3.3. Intellektuelle Anschauung – „ein nicht denkendes Denken“ Kein Zugriff
- 9.3.4. Der Gott, „der (…) nichts Neues schaffen kann“ Kein Zugriff
- 10.1.1. Ens necessarium Kein Zugriff
- 10.1.2. Die unendliche Substanz Kein Zugriff
- 10.1.3. Das »Ding an sich« Kein Zugriff
- 10.2. Die ontologischen Prinzipien – Der Weg der negativen Philosophie Kein Zugriff
- 10.3. Die Potenzen als Gestalten des Seienden – Die transzendentale Rekonstruktion des Seins Kein Zugriff
- 11.1.1. Die Potenzen als Gestalten des Geistes Kein Zugriff
- 11.1.2. Der Geist als „Herr des eigenen Seins“ – Freiheit vom Sein Kein Zugriff
- 11.2.1. Der Geist als zur Schöpfung fähiger Gott – Freiheit zum Sein Kein Zugriff
- 11.2.2. »Ich werde sein, der ich sein werde« – Gott als Wille Kein Zugriff
- 11.3. Der exzentrische Gott Kein Zugriff
- 12.1.1. Gott in der Ekstase Kein Zugriff
- 12.1.2. Der Voranfang der Schöpfung – Ideen Kein Zugriff
- 12.1.3. Göttliche Ironie Kein Zugriff
- 12.1.4. Das Motiv der Schöpfung Kein Zugriff
- 12.1.5. Creatio ex nihilo Kein Zugriff
- 12.2.1. Exkurs: Interner Dualismus – Freiheitsschrift Kein Zugriff
- 12.2.2. Schellings Begriff der Persönlichkeit Kein Zugriff
- 12.2.3. Dreieinigkeit – Herrschaft der Personen Kein Zugriff
- 12.3. »Herr der Zeit« Kein Zugriff
- Schlusswort Der vierte Herrscher Kein Zugriff Seiten 261 - 268
- Anhang Schellings Vorlesungen in München 1827–1841 Kein Zugriff Seiten 269 - 272
- Zur Zitier- und Schreibweise Kein Zugriff Seiten 273 - 274
- 1. Siglen der Schriften und Texte F. W. J. Schellings Kein Zugriff
- 2. Siglen der Schriften anderer Autoren Kein Zugriff
- I. Quellen zu Schelling Kein Zugriff
- II. Weitere Quellen Kein Zugriff
- III. Forschungsliteratur Kein Zugriff





