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Freiheit - Sicherheit - Öffentlichkeit

48. Assistententagung Öffentliches Recht, Heidelberg 2008
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2009

Zusammenfassung

Die Assistententagung widmete sich 2008 unter dem Titel „Freiheit – Sicherheit – Öffentlichkeit“ einem Thema, das gehaltvolle und relevante Beiträge zu einer hochaktuellen Fragestellung erwarten lässt.

Die Rechtswissenschaft begreift Freiheit und Sicherheit klassischerweise als Spannungsverhältnis. Insbesondere im rechtspolitischen Diskurs wird dieses oftmals als ein bipolares Verhältnis verstanden, wonach Gewinne auf der einen Seite regelmäßig zu Verlusten auf der anderen führen.

Dieses Verständnis von Freiheit und Sicherheit erfasst die vielfältigen Dimensionen beider Begriffe nicht hinreichend. Die bipolare Perspektive birgt insbesondere die Gefahr, Freiheit primär als private Freiheit und Sicherheit primär als öffentliche Sicherheit wahrzunehmen. Die Ausübung von Freiheit kann aber zugleich ein öffentlicher Beitrag sein. Dies trifft nicht nur auf Kommunikationsgrundrechte, sondern auf sämtliche Freiheitsrechte zu. Die Ergänzung des Begriffspaars Freiheit und Sicherheit um den Begriff der Öffentlichkeit soll diese Funktion von Freiheit stärker zur Geltung bringen und einer bipolaren Verengung entgegenwirken.

Dies erscheint insbesondere mit Blick auf neue rechtswissenschaftliche Herausforderungen angebracht. Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit wird zunehmend in mehrpoligen und ebenenübergreifenden Konstellationen verhandelt. Neue Akteure treten sowohl als Träger von Freiheit als auch als Gewährleister von Sicherheit auf. Gleichzeitig bilden sich neue Instrumente und Strukturen zur Gestaltung von Freiheit und Sicherheit heraus. Der Begriff der Öffentlichkeit steuert wichtige Aspekte für die Analyse, Kritik und rechtliche Einhegung dieser Phänomene bei. So verbinden sich damit beispielsweise Fragen nach Transparenz, Partizipation, der Bedeutung des öffentlichen Raums und dem Gemeinwohl.

Ebenso stellt sich aber die Frage, welchen Veränderungen die Strukturen der Öffentlichkeit selbst unterliegen. Ziel der Tagung ist es, die Wechselbezüge von Freiheit, Sicherheit und Öffentlichkeit anhand verschiedener Rechtsgebiete zu erarbeiten.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2009
Copyrightjahr
2009
ISBN-Print
978-3-8329-3115-5
ISBN-Online
978-3-8452-1553-2
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
290
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 4
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 8
    Autor:innen:
  3. Freiheit, Sicherheit, Öffentlichkeit: Eine Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 16
    Autor:innen:
  4. Denken vom Ausnahmezustand her Über die Unzulässigkeit der anormalen Konstruktion und Destruktion des Normativen Kein Zugriff Seiten 17 - 39
    Autor:innen:
  5. Die Wesensgehalte der Grundrechte und das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit unter dem Grundgesetz Kein Zugriff Seiten 40 - 60
    Autor:innen:
  6. Öffentliche Auseinandersetzung um Religion zwischen Freiheit und Sicherheit: Vom Blasphemieverbot zur Bekämpfung der Hassrede Kein Zugriff Seiten 61 - 82
    Autor:innen:
  7. Einschätzungsverzerrungen der richterlichen Risikoabschätzung: Das Beispiel der Grundrechtsanwendung auf extremistische Betätigungen Kein Zugriff Seiten 83 - 110
    Autor:innen:
  8. Die Beeinträchtigung des subjektiven Sicherheitsgefühls als polizeiliche Gefahr? Kein Zugriff Seiten 111 - 132
    Autor:innen:
  9. Die Sozialisierung der Risiken wirtschaftlicher Freiheit Kein Zugriff Seiten 133 - 154
    Autor:innen:
  10. Die Aspekte der »Freiheit, Sicherheit und Öffentlichkeit« im Kontext der Gentechnik Kein Zugriff Seiten 155 - 177
    Autor:innen:
  11. Integration von Migrantinnen und Migranten – Risikoverteilung im Integrationsprozess Integrationsbegriffe und -normen und die rechtliche Relevanz erbrachter Integrationsleistungen Kein Zugriff Seiten 178 - 195
    Autor:innen:
  12. Geschichte des Datenschutzrechts von 1600 bis 1977 Kein Zugriff Seiten 196 - 220
    Autor:innen:
  13. Schutz des Aufenthalts zwischen polizeilicher Herkunft und menschenrechtlicher Neuausrichtung Kein Zugriff Seiten 221 - 241
    Autor:innen:
  14. Die Europäische Grenzsicherungsarchitektur Kein Zugriff Seiten 242 - 261
    Autor:innen:
  15. Der private Krieg Zur Evolution des globalen Kriegsdienstleistungsrechts Kein Zugriff Seiten 262 - 284
    Autor:innen:
  16. Sponsoren und Spender Kein Zugriff Seiten 285 - 286
  17. Autor(inn)en und Herausgeber(innen) Kein Zugriff Seiten 287 - 290

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