Das ›Jahrbuch der Psychoanalyse‹ zählt seit seinem ersten Erscheinen 1960 zu den führenden deutschsprachigen Periodika in diesem Feld. Es sieht seinen Auftrag darin, psychoanalytisch-klinische Erfahrung und Beobachtung mit theoretischer Reflexion zu verbinden und in historische Perspektiven einzufügen. Ursprünglich als Diskussionsorgan der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung gegründet, um nach der nationalsozialistischen Zerstörung den Bezug zur internationalen Psychoanalyse wiederherzustellen, hat sich das ›Jahrbuch‹ im Laufe der Zeit zu einer für alle Fachgesellschaften offenen wissenschaftlichen Zeitschrift entwickelt. Innerhalb der Psychoanalyse ist das ›Jahrbuch‹ keiner einzelnen Schulrichtung verbunden, es will vielmehr den Austausch der Perspektiven und Traditionen fördern. Richtungsweisend ist die Idee der Optionalität jeder Deutung, die durch Methodentreue gleichwohl vor Beliebigkeit geschützt ist. Diese Idee gilt für alle Rubriken des ›Jahrbuches‹: die klinische Praxis, die klinische Theorie, die Metapsychologie sowie die angewandte Psychoanalyse. Die detaillierte Dokumentation und Diskussion klinischer Arbeiten, die das ›Jahrbuch‹ unter anderen psychoanalytischen Periodika auszeichnet, steht dabei im Zentrum. Darüber hinaus wird psychoanalytisches Denken in einen Dialog mit angrenzenden Diskursen in Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft eingebracht. Beiträge ausländischer Autoren sollen die Auseinandersetzung mit der psychoanalytischen Diskussion weltweit fördern.
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Bibliographische Angaben
ISSN-Print
0075-2363
ISSN-Online
0075-2363
Verlag
Psychosozial-Verlag, Gießen
Sprache
Deutsch
Produkttyp
Ausgabe
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Seite 1 - 6
Psychosozial-Verlag, Gießen 2022
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Seite 7 - 16
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Seite 17 - 36
Der vorliegende Text widmet sich der Frage, wie sich in der psychoanalytischen Arbeit mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum der richtige Abstand zum Patienten1 finden lässt. Wie hier nahegelegt wird, sind diese Kinder, ähnlich wie...
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Seite 37 - 56
Anhand von Vignetten aus Behandlungen mit Patienten, die an psychotischen Störungen leiden, wird die Frage erörtert, welche Rolle Abstand in der Beziehung zwischen Analysanden und Analytikerin spielt. Dabei kommt ausgehend von initial fusionären...
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Seite 57 - 78
In der psychoanalytischen Behandlung von Psychotikern ist es schwierig, den richtigen Abstand zu finden. Zwischen Verschmelzung und Abbruch fehlt oft der Dritte. Bei diesen schweren Fällen wird oft die Einführung eines Mediums vorgeschlagen. Das...
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Seite 79 - 106
Dieser Artikel ist der erste Teil eines Essays über das Thema ›Distanz‹, den ich auf Einladung der Herausgeber des Jahrbuchs für Psychoanalyse für diese Ausgabe verfasst habe. Die Definition des Begriffs ›Distanz‹ wurde mir freigestellt....
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Seite 107 - 128
In der psychoanalytischen Literatur werden virtuelle Begegnungen häufig als ›entkörpert‹ beschrieben. Aufgrund dieser weitverbreiteten Vorstellung lassen wir uns auch in der klinischen Praxis vorschnell überzeugen, dass der Körper im...
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Seite 129 - 150
Aus dem Gegenübertragungsgefühl der nächsten Ferne heraus werden Zugangsund Entwicklungswege in der hochfrequenten Analyse eines zurückgezogenen jungen Patienten entwickelt und das gegensätzlich erscheinende Erleben von gleichzeitiger großer...
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Seite 151 - 180
In diesem Beitrag wird argumentiert, dass die Arbeit von Bouvet (1958) ein Dilemma für die psychoanalytische Technik formuliert – was ist zu tun, wenn der Rahmen, in dem der Analytiker arbeitet, ein Abweichen von der Kerntechnik zu erfordern...
Psychosozial-Verlag, Gießen 2022
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Seite 181 - 206
Grenzflächen verbinden Räume, die gleichzeitig unterschiedlich und genügend ähnlich sein müssen. Dabei steuern sie Quantität sowie Qualität eines über sie stattfindenden Austauschs. Grenzflächen sind in den Dimensionen des Raums und der...