Pantheismus nach der Aufklärung
Religion zwischen Häresie und Poesie- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Ist Pantheismus eine verwerfliche Häresie, die zu Atheismus und Materialismus führt? Oder die universelle Religion der Zukunft? Beide Fragen lassen sich deshalb nicht bündig beantworten, weil es »den« Pantheismus nicht gibt. Es gibt zahlreiche Spielarten des Pantheismus. Eine Spurensuche findet sie in den Religionen nach der Aufklärung, insbesondere bei einer Reihe von europäischen und außereuropäischen Philosophen (Tagore), die den Übergang von Kants Kritizismus zu einer neuen Vision auf das Eine und Ganze wagen. Ein dynamischer Neospinozismus (Lessing, Herder) inspiriert mehr als eine Generation von Denkern und Dichtern. Um kontroverstheologische Abgrenzungen und weltanschauliche, insbesondere naturalistische Vereinnahmungen zu verhindern, wird ein weiter und offener Begriff von »Pantheismen« untersucht (Herder, Schleiermacher). Am Beispiel von Hegels Ausführungen zum unglücklichen Bewusstsein wird eine spekulative Variante von Pantheismus dargestellt. Der Übergang vom Pantheismus zum Atheismus (Feuerbach, Bruno Bauer) ist möglich, aber nicht zwingend. Einige Pantheisten verknüpfen die autonome (oder »reine«) Ethik mit heteronomen Elementen der Abhängigkeit der Menschen vom Einen und Ganzen. Für eine monistische Deutung der Ethik (Schopenhauer) wird die Verschiedenheit unter den Individuen unwichtig. Auch das Interesse von Hegel und Schopenhauer für den Mesmerismus bezeugt eine Annäherung der »Aufklärung über die Aufklärung« an Elemente einer liberalen Weltfrömmigkeit. Der Mesmerismus wird von Emerson erweitert zum Gleichnis des Einen und Allen.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48584-2
- ISBN-Online
- 978-3-495-86063-2
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 220
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 14
- 1.1 Pantheismus, Einsfühlung, Teil und Ganzes Kein Zugriff
- 1.2 Einwände Kein Zugriff
- 1.3 Endlich, unendlich Kein Zugriff
- 1.4 Allgegenwart und Allmacht Kein Zugriff
- 1.5 Pantheismus als Vision und praktische Orientierung Kein Zugriff
- 1.6 Alter Christus Kein Zugriff
- 1.7 Konkreter Monismus Kein Zugriff
- 1.8 Theodizee Kein Zugriff
- 1.9 Erkennbarkeit Gottes im Bild der guten Eltern Kein Zugriff
- 1.10 Toleranz und Trost Kein Zugriff
- Literatur zur Einleitung und zum ersten Teil Kein Zugriff
- 2.1 Vorbemerkungen Kein Zugriff
- 2.2 Das unglückliche Bewusstsein als unbewusster Pantheismus Kein Zugriff
- 2.3 Weitere Stellen bei Hegel und neuere Kommentare Kein Zugriff
- 2.4 Pantheismus und Selbsterlösung Kein Zugriff
- 2.5 Das Umschlagen des unglücklichen Bewusstseins in Atheismus Kein Zugriff
- 2.6 Der Kommentar von Jean Wahl Kein Zugriff
- Literatur zum zweiten Teil Kein Zugriff
- 3.1 Autonome Ethik Kein Zugriff
- 3.2 Heteronome Ethik Kein Zugriff
- 3.3 Die Rechtsethik Kein Zugriff
- 3.4. Schopenhauers Ethik Kein Zugriff
- 3.5. Heteronome Alltagsmoral Kein Zugriff
- 3.6. Heteronomie und Hedonismus der Alltagsmoral Kein Zugriff
- 3.7. Pantheismus und Heteronomie Kein Zugriff
- Literatur zum dritten Teil Kein Zugriff
- Literatur zum vierten Teil Kein Zugriff
- Nachgedanken Kein Zugriff Seiten 201 - 210
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 211 - 214
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 215 - 220





