Über Menschenbilder
Wie sie unser Denken und Handeln bestimmen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Menschenbilder beeinflussen erwiesenermaßen unsere Wahrnehmungen, unser Denken und Handeln und sind deswegen für unser soziales Zusammenleben von kaum zu überschätzender Bedeutung. Das Buch fragt deshalb, welche Bilder wir uns – wie bei Vorurteilen gleichsam ungewollt – von anderen Menschen und auch von uns selbst machen. Diese Bilder können – wie im Extremfall Heldenbilder – positiv sein, überwiegend aber sollen sie DEN/DIE ANDEREN irgendwie abstempeln. Im Vordergrund steht die Verwendung von Menschenbildern als Argument in gesellschaftspolitischen Diskursen: Betrachtet man mit einem so geschärften Blick die gängigen politischen Debatten, sei es über Migranten oder Langzeitarbeitslose, SUV-Fahrer oder Andersdenkende, sieht man schnell, wie alltäglich der Umgang mit Menschenbildern ist – sei es zum Guten oder Schlechten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-7560-1432-3
- ISBN-Online
- 978-3-7489-1971-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 312
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 24
- I. Kulturkontakte als Herausforderung Kein Zugriff
- II. Zum Phänomen der „relationalen Fremdheit“ Kein Zugriff
- 1. Reisen und Reiseberichte als Karrierehelfer des Bildes vom edlen Wilden Kein Zugriff
- a) Das Bild vom edlen Wilden als Projektionsfläche Kein Zugriff
- b) Der Begriff des edlen Wilden als gesellschaftskritischer Begriff Kein Zugriff
- c) Das Bild vom Wilden als Rechtfertigungsnarrativ Kein Zugriff
- 1. Die Überlegenheit des Weißen als Bestandteil der „mental map“ der Kolonisatoren Kein Zugriff
- 2. Das Bad des Kolonialherrn – gepflegte Hygiene als Ausweis zivilisatorischer Überlegenheit Kein Zugriff
- 3. Die bisweilen unfreiwillig harte Hand des Kolonialherrn Kein Zugriff
- II. Der Blick des Missionars Kein Zugriff
- 1. Weltausstellungen als Globalisierung zum Anschauen Kein Zugriff
- a) Die Weltausstellung als Dokument der „vulgären Überlegenheitsgewissheit“ des Kolonialismus Kein Zugriff
- b) Anthropologie als Herrschaftswissen Kein Zugriff
- a) Hexenbilder als Kinder von Krisen Kein Zugriff
- b) Hexenbilder – aus Angst geboren Kein Zugriff
- c) Funktionen der benannten Ängste: zu den eklatanten Parallelen zwischen Sündenbock- bzw. Verschwörungstheorien auf der einen Seite und Hexenglauben auf der anderen Seite Kein Zugriff
- a) Was uns schon vertraut vorkommt Kein Zugriff
- b) Zur medialen Dimension von Feindbildern: das Beispiel frühneuzeitlicher Flugblätter Kein Zugriff
- c) Feindbilder wollen gepflegt werden Kein Zugriff
- 3. Fremd- und Selbstbilder im Kontext von Verschwörungstheorien Kein Zugriff
- 1. Heldenhunger als Antwort auf in Krisenzeiten besonders drängende Erwartungen und Sehnsüchte Kein Zugriff
- 2. Meine Helden Kein Zugriff
- 1. Eine italienische Eröffnung Kein Zugriff
- 2. Soziale Kategorisierung und Stereotypisierung Kein Zugriff
- 3. Wir stereotypisieren automatisch Kein Zugriff
- 4. Subtile Vorurteile und Diskriminierung Kein Zugriff
- 5. Wie sich die skizzierten Befunde gekonnt zusammenfassen lassen: die sozialpsychologischen Analysen Juliane Degners Kein Zugriff
- a) Ein kurzer Blick auf das Milieu der „évolués“ Kein Zugriff
- b) Von der »carte du mérite civique« zur »carte d‘immatriculation« Kein Zugriff
- a) Selbstemanzipation durch Bildung Kein Zugriff
- b) Zwei politische Leitbilder Adolf Hitlers als Wortführer eines radikalen Antisemitismus Kein Zugriff
- 1. Zur Aufteilung der Welt in Benennende und Benannte Kein Zugriff
- 2. Benennungsmacht als „sprachliche Konstitutionsmacht“ Kein Zugriff
- 1. Zur Unverzichtbarkeit rechtlicher Kategorienbildung Kein Zugriff
- 2. Zur Flexibilisierung einer traditionell binär codierten Kategorienbildung: das Beispiel der geschlechtlichen Identität Kein Zugriff
- 3. Zur handlungsleitenden Funktion sozialer Kategorisierungen Kein Zugriff
- I. Frühe Entwürfe von sich selbst Kein Zugriff
- II. Selbstfindung im Zwiespalt zwischen eigener Veranlagung und „schwermütigem Neid“: das Beispiel Tonio Krögers Kein Zugriff
- III. Herkunft als Käfig: Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ Kein Zugriff
- IV. Selbstbilder im Vergleich: zum Phänomen der „digitalen Demütigung“ Kein Zugriff
- V. Selfies als Instrumente digitaler Selbstinszenierung Kein Zugriff
- I. Nationale Selbstbilder Kein Zugriff
- 1. Das evangelische Pfarrhaus als Mythos Kein Zugriff
- 2. Das evangelische Pfarrhaus als Institution Kein Zugriff
- 3. Das evangelische Pfarrhaus als idyllischer Ort Kein Zugriff
- a) Zum Rekrutierungsverfahren der Kooptation Kein Zugriff
- b) Zum Phänomen eines elitären Selbstbewusstseins Kein Zugriff
- c) Zu den Narrativen der Rechtfertigung der Macht von Eliten Kein Zugriff
- a) Adel als Denkform und als mentale Lage Kein Zugriff
- b) Das adlige Herrschaftsideal Kein Zugriff
- c) Adlige Selbststilisierung als Kompensation realer Machtverlusts Kein Zugriff
- d) Adel als „community of honour“ Kein Zugriff
- a) Begriff und Artenreichtum von Milieus Kein Zugriff
- b) Zu den Selbstbildern verschiedener Milieus Kein Zugriff
- c) Einige das Zweite Kapitel abschließende Bemerkungen Kein Zugriff
- IV. Zwei Selbstverständnisse mehr oder weniger organisatorisch verfestigter Personenmehrheiten Kein Zugriff
- V. Programmhaft fixierte und schlicht eingelebte Selbstverständnisse Kein Zugriff
- VI. Das jeweilige Selbstverständnis als Konkretisierung individueller bzw. kollektiver Identität Kein Zugriff
- I. Begriff und Funktion sozialer Rollen Kein Zugriff
- II. Rollenerwartungen als Rollenzumutungen Kein Zugriff
- III. Zur zentralen Bedeutung von Sozialisationsprozessen Kein Zugriff
- 1. Begriff und Funktion von Deutungsschemata Kein Zugriff
- 2. Das Ritterbild als idealisiertes Leitbild Kein Zugriff
- 3. Die höfische Gesellschaft als kommunikativer Prägeraum Kein Zugriff
- 1. Das Frauenbild im Spiegel des langen Weges zum Frauenwahlrecht Kein Zugriff
- 2. Die Perpetuierung des konservativen Frauenbildes durch das Genre des Trivialromans im 19. und 20. Jahrhundert Kein Zugriff
- 1. Zum Schwanken des Beamtenbildes zwischen karikaturhafter Verzerrung und Garantem verlässlicher Aufgabenerfüllung Kein Zugriff
- d) Officium: Beamte im antiken Rom Kein Zugriff
- e) Der idealisierte Typus des chinesischen Mandarins Kein Zugriff
- f) Die Beamtenschaft als sozialer Träger der Idee der Staatsräson Kein Zugriff
- g) Der französische Staatsadel Kein Zugriff
- a) Das Monster des bürokratischen Apparats und seine unwiderstehliche Sogwirkung Kein Zugriff
- b) Zur unterschiedlichen Widerstandsfähigkeit unterschiedlicher Bevölkerungen gegenüber der bürokratischen Sogwirkung Kein Zugriff
- A. Was wir unter dem „anthropologischen Blick“ verstehen Kein Zugriff
- I. Recht als zentrales Steuerungsinstrument des modernen Staates Kein Zugriff
- 1. Einige kurze Bemerkungen zu den Funktionen von Verfassungen Kein Zugriff
- 2. Das Bild vom würdebegabten Menschen Kein Zugriff
- 1. Von Menschenbildern über Menschentypen zu Sozialmodellen Kein Zugriff
- 2. Die bürgerliche Gesellschaft als Sozialmodell des Bürgerlichen Gesetzbuchs Kein Zugriff
- 1. Zur Steuerungswirkung des Verbraucher-Leitbildes Kein Zugriff
- 2. Zur Ausdifferenzierung des Verbraucherbildes: vom markenfixierten Edelkunden zum Phänomen des politischen Konsums Kein Zugriff
- V. Eine rechtsanthropologische Schlussbemerkung Kein Zugriff
- I. Einige einleitende Bemerkungen Kein Zugriff
- II. Zur Unentbehrlichkeit von anthropologischen Annahmen und Argumenten in der politischen Theorie Kein Zugriff
- III. Anthropologische Annahmen und Argumente in der politischen Ideengeschichte: ein kurzer Blick auf die „üblichen Verdächtigen“ Kein Zugriff
- I. Zur Unvermeidlichkeit von anthropologischen Annahmen und Argumenten in der Pädagogik Kein Zugriff
- II. Einige ausgewählte Zeugnisse pädagogischer Anthropologie Kein Zugriff
- I. Einige einleitende Bemerkungen zur Wirkkraft von Utopien Kein Zugriff
- 1. Der vernunftgeleitete Mensch der Aufklärung Kein Zugriff
- a) Zur Rolle des Brüderlichkeitsideals im Menschenbild des Freimaurertums Kein Zugriff
- b) Fraternité als Bestandteil des revolutionären Pathos der Französischen Revolution Kein Zugriff
- III. Ein sehnsuchtgetriebenes Menschenbild mit utopischem Überschuss: das Menschenbild der Jugendbewegung Kein Zugriff
- I. Das neue Bild vom Menschen und die pädagogische Aufgabe Kein Zugriff
- 1. Zur Dynamik des utopischen Menschenbildes zweier totalitärer Regime Kein Zugriff
- 2. Zum Bild des „Neuen Menschen“ in der nationalsozialistischen Vorstellungswelt Kein Zugriff
- 3. Zur Schaffung des neuen Sowjetmenschen Kein Zugriff
- 4. Veränderung der Menschenbilder durch die Digitalisierung: auf dem Weg zum digitalen Zwilling? Kein Zugriff
- A. Zur allfälligen Überwindung des unfruchtbaren Gegensatzes eines entweder optimistischen oder pessimistischen Menschenbildes oder jenseits von Gut und Böse Kein Zugriff
- I. Der orientierungsbedürftige Mensch Kein Zugriff
- 1. Die Anerkennungsbedürftigkeit als anthropologische Konstante Kein Zugriff
- 2. Sozial Wertschätzung und das Ideal sozialer Gleichheit Kein Zugriff
- III. Der resonanzbedürftige Mensch Kein Zugriff
- 1. Die politische Anthropologie des Aristoteles Kein Zugriff
- 2. Die Ideen der Brüderlichkeit sowie die eines spezifischen Bundes Kein Zugriff
- 3. Assoziative Demokratie: Zum Platz des organisierten Menschen in der Demokratietheorie Kein Zugriff
- 4. Das Konzept des Kommunitarismus Kein Zugriff
- V. Um es zusammenzufassen: der Mensch als kommunikationsbedürftiges Wesen Kein Zugriff
- I. Zu den nach Martha C. Nussbaum zentralen menschlichen Fähigkeiten Kein Zugriff
- 1. Vom Recht, Rechte zu haben Kein Zugriff
- 2. Zu Otfried Höffes Anthropologie der Menschenrechte Kein Zugriff
- 1. Gemeinwohlverpflichtung des gemeinschaftsbedürftigen Menschen Kein Zugriff
- 2. Die Verantwortung des Bürgers für „seinen“ Staat Kein Zugriff
- 3. Gemeinwohlverantwortung als Auftrag des Christenmenschen Kein Zugriff
- IV. Der kulturbegabte Mensch Kein Zugriff




