, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Der Sprache vertrauen – der Totalität entsagen

Annäherungen an Franz Rosenzweigs Sprachdenken
Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Der Beitrag Franz Rosenzweigs zur Philosophie besteht seinen eigenen Worten nach vor allem in dem, was er Neues Denken oder Sprachdenken nennt. Um diesem Terminus nachzuspüren, begibt sich der Autor des vorliegenden Buchs auf die Bahn der Sprache, wie sie durch Rosenzweigs Hauptwerk 'Stern der Erlösung' gezogen wird. Dabei wird zum einen die Überwindung des auf Totalität zielenden rein begrifflichen idealistischen Denkens herausgearbeitet. Ferner wird der Gegensatz des jüdisch geprägten Sprachdenkens zur analytischen Sprachphilosophie sowie zur Vorstellung von Sprache als Zeichensystem, dem es lediglich um Kommunikation oder Mitteilung geht, kenntlich gemacht. Die „wirklich gesprochene Sprache“ ist für Rosenzweig kein Abbild der Wirklichkeit, sondern das Sprechen bewirkt überhaupt erst das, was wir Wirklichkeit - als eine Bewegung des Aufeinanderwirkens - nennen. Sprache ist nicht nur Mitteilung eines Inhalts, sondern ist selbst Ereignis oder Offenbarung. Das jüdische Sprachdenken beschreibt darüber hinaus eine Umkehr der maßgeblichen Denkrichtungen europäischen Philosophierens: den Sinn eines Textes enthüllt erst der zukünftige Leser, und so wird die Zeit nicht auf die Zukunft hin, sondern von der Zukunft her gedacht. Ferner entdeckt sich das Ich erst im Angesprochenwerden durch ein Du. Wenngleich Rosenzweig mit dem Sprachdenken die religiösen Ereignisse von Schöpfung, Offenbarung und Erlösung als Bahn der Sprache erfahrbar machen möchte, so verfolgt das vorliegende Buch nicht zuletzt das Ziel aufzuzeigen, wie das jüdische Sprachdenken auch jenseits des Religiösen für die Philosophie und das Leben fruchtbar gemacht werden kann. Aus dem erzählenden Kommentar zu Rosenzweigs Hauptwerk „Stern der Erlösung“ haben sich vielfältige Nebenpfade ergeben, die zu weiteren jüdischen Autoren führen. Auf diese Weise ist ein Kaleidoskop entstanden, das sich zwar um das Sprachdenken Rosenzweigs rankt, zugleich aber auch Texte von Hermann Cohen, Eugen Rosenstock-Huessy Friedrich Weinreb und Emmanuel Levinas et al. kommentierend mit einbezieht.

Schlagworte


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-495-48570-5
ISBN-Online
978-3-495-99852-6
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Alber-Reihe Philosophie
Sprache
Deutsch
Seiten
288
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung: Befreiung von der Totalität Kein Zugriff Seiten 7 - 28
  3. Fäden knüpfen: Hermann Cohens Denkbewegungen zwischen Ethik, Logik und Religion auf dem Grat zwischen Idealismus und Sprachdenken Kein Zugriff Seiten 29 - 73
  4. Die Kugelgestalt des Seins zerbrechen: Franz Rosenzweigs Weg vom Nichts zur Sprache – oder die Kritik am Idealismus Kein Zugriff Seiten 74 - 114
  5. Der Sprache vertrauen: die Nennung des Namens und die Grammatik der Schöpfung als erste Etappe auf der Bahn der Sprache Kein Zugriff Seiten 115 - 167
  6. Zwiegespräch halten: die Offenbarung als Brücke zwischen höchster Subjektivität und unendlich klarer Objektivität – oder der Bahn zweiter Teil Kein Zugriff Seiten 168 - 208
  7. Exkurs: Ist das noch Philosophie? Bewährung derWahrheit bei Rosenzweig – Bedeutung und Sinn bei Emmanuel Levinas Kein Zugriff Seiten 209 - 236
  8. Die Zukunft vorwegnehmen – vom Du zum Wir, und damit zum Ihr Kein Zugriff Seiten 237 - 279
  9. Jenseits des Buches und Danksagung Kein Zugriff Seiten 280 - 284
  10. Personenregister Kein Zugriff Seiten 285 - 288

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Philosophie allgemein"
Cover des Buchs: Künstliche Intelligenz und smarte Maschinen
Monographie Kein Zugriff
Eduard Kaeser
Künstliche Intelligenz und smarte Maschinen
Cover der Ausgabe: Philosophisches Jahrbuch Jahrgang 132 (2025), Heft 2
Ausgabe Kein Zugriff
Philosophisches Jahrbuch
Jahrgang 132 (2025), Heft 2
Cover des Buchs: Helmut Schmidt und Karl Popper
Monographie Kein Zugriff
Thomas Stölzel
Helmut Schmidt und Karl Popper
Cover des Buchs: Die Offenbarung – von anderswoher
Monographie Kein Zugriff
Jean-Luc Marion
Die Offenbarung – von anderswoher
Cover des Buchs: Hirntod und Organtransplantation
Sammelband Kein Zugriff
Wolfgang Kröll, Walter Schaupp
Hirntod und Organtransplantation