Einander ausgesetzt - Der Andere und das Soziale
Band I: Umrisse einer historisierten Sozialphilosophie im Zeichen des Anderen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
„Sozial“ leben wir nur dank Anderer, in einer Normalität, die das weitgehend in Ver¬gessenheit geraten lässt, sodass man sich fragt, ob man nicht auch ohne sie auskommen kann ‒ sei es in Formen weltflüchtigen Daseins, sei es in einem Wohlstand, der sich die Andern vom Leib hält. Alle Formen der Distanznahme setzen aber eine vorgängige Veranderung des eigenen Selbst voraus, die es Anderen aussetzt und auf sie angewiesen sein lässt. Dieses Ausgesetzt- und Angewiesensein zwingt dazu, die in ihm liegenden Herausforderungen politisch anzunehmen ‒ auch um den Preis einer Gewaltsamkeit, die menschliche Lebensformen und ihre viel gelobte „Offenheit“ zu ruinieren droht. Das zweibändige Projekt Einander ausgesetzt entwirft in historischer Perspektive eine Theorie des Sozialen, die von einem starken Begriff unaufhebbarer Alterität ausgeht und diesen mit einer komplexen Topografie menschlicher Lebensformen verschränkt und soweit deutlich macht, wie man einander ausgesetzt ist ‒ von Geburt an und in Horizonten der Verletzbarkeit, die bis hin zu neuen Kriegen detailliert bedacht werden. So dient das Projekt der „Erfassung des Wirklichen“ (Hegel), ohne das es ein kritisches „Ergründen des Vernünftigen“ nicht geben kann. Es handelt sich um den Versuch zu zeigen, was Sozialphilosophie heute leisten kann und muss.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-495-49013-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-81742-1
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 550
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Inhalt Band I Kein Zugriff Seiten 7 - 11
- Inhalt Band II Kein Zugriff Seiten 12 - 16
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 17 - 26
- Einführung Kein Zugriff Seiten 27 - 38
- 1. Das Soziale als Ideologie der Homogenität und Depolitisierung Kein Zugriff
- 2. Das Soziale in historischer Perspektive Kein Zugriff
- 3. Radikaler Neuanfang nach zwei Weltkriegen? Kein Zugriff
- 4. Verstaatlichung des Sozialen? Kein Zugriff
- 5. Für eine Revision des Sozialen Kein Zugriff
- 1. Das Soziale: alte und neue Ursprungsfragen Kein Zugriff
- 2. Exkurs zu John R. Searles Sozialontologie Kein Zugriff
- 3. Zurück zu einer (ahistorischen) existenzialen Sozialontologie? Vom Mitsein (Martin Heidegger) zur conditio historica (Paul Ricœur) Kein Zugriff
- 4. Zeugnis und Sozialontologie – in dreifacher Hinsicht Kein Zugriff
- 5. Revidiertes Mitsein, co- oder inter-esse Kein Zugriff
- 1. Zu einem ethischen Denken, das sich nicht selbst genügt Kein Zugriff
- 2. Historisierte Ethik Kein Zugriff
- 3. Im geschichtlichen Horizont der Zerstörbarkeit menschlicher Verhältnisse: Gewalt und Lebensform Kein Zugriff
- 4. Ansatzpunkte (1–5) eines sozialphilosophischen Negativismus – in ethischer Perspektive Kein Zugriff
- 5. Resümee Kein Zugriff
- 1. Existieren wir (noch) oder leben wir längst wieder? Kein Zugriff
- 2. Historisierte Existenzphilosophie Kein Zugriff
- 3. Soziale (Co-)Existenz? Kein Zugriff
- 4. Verändertes Denken der Veranderung: Michael Theunissen und Paul Ricœur Kein Zugriff
- 5. Das Prädikat ›sozial‹ – revidiert Kein Zugriff
- 1. Von der menschlichen Sprache (zurück) zur Stimme des Anderen Kein Zugriff
- 2. Die menschliche Stimme Kein Zugriff
- 3. Von Charles Taylor (zurück) zu Johann G. Herder Kein Zugriff
- 4. Johann G. Herder, Wilhelm v. Humboldt und der Ursprung der Sprache Kein Zugriff
- 5. Hören auf den Anderen? Kein Zugriff
- 1. Phänomenologie des Anderen? Kein Zugriff
- 2. Offenheit als Ekstase im Sein Kein Zugriff
- 3. Der Entzug des Anderen Kein Zugriff
- 4. Die Nähe des Anderen – jenseits des Erfahrbaren? Kein Zugriff
- 5. An-archische Zugänglichkeit des Anderen Kein Zugriff
- 1. Rechenschaftsverantwortung und Gewissen Kein Zugriff
- 2. Gegen eine a-pathische Moralität Kein Zugriff
- 3. Bestimmung zur Nicht-Indifferenz Kein Zugriff
- 4. Die Instituierung moralischer Subjekte Kein Zugriff
- 1. Was man sich von der Gabe verspricht Kein Zugriff
- 2. Gabe und Ökonomie: umsonst und/oder vergeblich Kein Zugriff
- 3. Gibt es die Gabe? Die Gabe als fragwürdige Gegebenheit Kein Zugriff
- 4. Die Gabe im Diskurs über die Gabe Kein Zugriff
- 5. Zur Annahme der Gabe Kein Zugriff
- 1. Veränderung und Veranderung Kein Zugriff
- 2. Alteritätsvergessenheit und Gewalt Kein Zugriff
- 3. Anderes und Andere Kein Zugriff
- 4. Irgend ›jemand anderes‹, der Andere und die Geschichte Kein Zugriff
- 5. Verschiedenheit, Asymmetrie und Beziehung zum Anderen Kein Zugriff
- 6. Unterwerfung unter den Anderen? Kein Zugriff
- 7. Unhintergehbare conditio historica: unsere Nachträglichkeit, unsere ›Irre‹ Kein Zugriff
- 1. Fragwürdige Berufung auf ›das Gegebene‹ Kein Zugriff
- 2. Ein ›altes‹ (hermeneutisches) Grundproblem sog. ›Neuer Phänomenologie‹ Kein Zugriff
- 3. Ein methodologischer Atheismus Kein Zugriff
- 4. Religio und religatio unter Verdacht Kein Zugriff
- 5. Das Scheitern einer passion du dehors Kein Zugriff
- 1. Vom Leben zum menschlichen Leib Kein Zugriff
- 2. Ansatzpunkte zu einer Philosophie der Leiblichkeit im Denken Paul Ricœurs Kein Zugriff
- 3. Maine de Biran Kein Zugriff
- 4. Zurück zu Paul Ricœur: Die dem Selbst innewohnende Andersheit und der Widerstand des Anderen Kein Zugriff
- 5. Widerstand und Passivität Kein Zugriff
- 1. Kraft und Sinn: Einleitung zum Verhältnis von Rhetorik und Philosophie Kein Zugriff
- 2. Von der Widerrede zum Sprachdenken Kein Zugriff
- 3. Im dialektischen Für und Wider Kein Zugriff
- 4. Widerstand auf dem Weg in die Sprache, in der Sprache und über sie hinaus Kein Zugriff
- 5. Zur Negativität sprachlichen Widerstands in der Austragung von Dissens Kein Zugriff
- 6. Zur Agonalität verurteilt? Kritik des Widerstandsdenkens Kein Zugriff
- 7. Widerstand und Alterität Kein Zugriff
- 8. Widerstand im Zeichen des Politischen Kein Zugriff
- 9. Ausgesetzte Gemeinschaft – im Zeichen ›unbedingter‹ Demokratie Kein Zugriff
- 1. Macht, andere Macht und ihr Anderes: Widerstand Kein Zugriff
- 2. Widerstand und das Gute: Emmanuel Levinas Kein Zugriff
- 3. Herrliche oder verherrlichte Macht? Emmanuel Levinas mit Blick auf Giorgio Agamben Kein Zugriff
- 4. ›Dämonie‹ der Verantwortung und Selbstentmächtigung Kein Zugriff
- 1. Macht versus Interpretation – ein irreführender Gegensatz Kein Zugriff
- 2. Was bedeutet ›Interpretationsmacht‹&ga;? Kein Zugriff
- 3. Friedrich Nietzsches Apologie der Macht als einer Interpretationsmacht Kein Zugriff
- 4. Ansatzpunkte einer radikalen Sprachkritik Kein Zugriff
- 5. Politische Implikationen radikaler Sprachkritik Kein Zugriff
- 6. Revision des Politischen? Kein Zugriff
- 1. Menschliche Rede: Sagen und Gesagtes im Hinblick auf Macht Kein Zugriff
- 2. Was heißt es, nichts bzw. etwas zu sagen oder das Sagen zu haben? Machtkritische Vorüberlegungen Kein Zugriff
- 3. Von der modernen Biologie zur menschlichen Generativität Kein Zugriff
- 4. Exkurs zu Hermeneutik und Macht Kein Zugriff
- 5. Generativität in ›diachroner‹ Perspektive Kein Zugriff
- 6. Zukünftiges Leben: an-ökonomisch Kein Zugriff
- Anderen ausgesetzt und ausgeliefert? Kein Zugriff Seiten 528 - 532
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 533 - 544
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 545 - 550





