Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
ISSN-Print
1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Produkttyp
Ausgabe
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Seite 1 - 3
Verlag C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München 2016
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Seite 4 - 4
Von Enzyklopädien geht das Versprechen aus, die Anarchie des Wissens zu bändigen und die Erträge wild wuchernder Gelehrsamkeit zu domestizieren. Wo Wissensexplosionen und Wissenserosionen beständig einander ablösen, verheißen Enzyklopädien...
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Seite 5 - 16
Der Kultigator hatte Appetit. Dieser Wiedergänger Adornos, ein kahlköpfiger Drache, der sich schmatzend von Bildschirmgeräten ernährte – im Inneren versah eine Dreißig-Tonnen-Schrottpresse ihren Dienst –, zermalmte im Orwell-Jahr 1984 die...
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Seite 17 - 24
Die Wikipedia ist im Jahr 2002 angetreten, um den bereits etablierten Internet-Enzyklopädien etwas völlig Neues entgegenzusetzen, ja die bislang geübte Praxis der Enzyklopädistik zu revolutionieren. Vor allem in zwei wesentlichen Punkten weicht...
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Seite 25 - 40
Zu einer Geschichte «neuer Medien» gehört immer auch eine Geschichte der «nicht mehr ganz so neuen Medien». Diese älteren aber verschwinden nicht einfach hinter den jüngeren, sie stellen vielmehr Fragen ganz eigener Art. Nur zwei Beispiele:...
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Seite 41 - 46
Joseph Vogl: Ich möchte über den Titel Ihres großen Buches zur Geschichte und Präsenz des Wissens sprechen – «Explosion des Wissens». Für mich als Pazifisten ist Explosion mit Schlachtfeldern verbunden oder mit etwas, das man als Unfall...
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Seite 47 - 64
I. Die Fußnote eines Verfassungshistorikers Ernst Rudolf Hubers monumentale Darstellung der Deutschen Verfassungsgeschichte endet mit einer Fußnote. Auf der letzten Seite des letzten Bandes der samt Registerband fünfbändigen Dokumente zur...
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Seite 65 - 74
In der Ausgabe Bilderbuch des Kursbuchs hat der Kunsthistoriker Martin Warnke bereits vor 35 Jahren eine Bildtafel veröffentlicht, die kommentarlos Pressefotografien Franz Josef Strauß’ mit einer Abbildung einer spätantiken Statue...
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Seite 75 - 92
Dem Juristen Heinrich Binn ist der Ärger über die Helmstedter Universitätsverwaltung in seinem Bericht aus dem Frühjahr 1656 anzumerken. Offenbar ohne sein Zutun gingen die seit über einem Jahr fristgemäß eingereichten Berichte über seine...
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Seite 93 - 100
Im Sommer 1973 erhält Hans Blumenberg Post. Nach ersten Professuren in Hamburg, Gießen und Bochum hatte er sich drei Jahre zuvor gegen den Ruf aus Bielefeld und für die Ordinarienuniversität Münster entschieden. Auf diesen Wechsel kommt...
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Seite 101 - 106
«Der Islam dient ihnen nur dazu, die Gewalt rückwirkend zu rechtfertigen. Ich glaube nicht, dass das Töten leichter fällt, wenn man an irgendetwas glaubt.» Als Jörg Baberowski, der weithin bekannte Osteuropahistoriker der Berliner...
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Seite 107 - 109
Es sind zwei Leseerlebnisse, von denen das hier zu besprechende Buch inspiriert ist. Anfang der 1950er Jahre gelangt Peter Gente (1936–2014), späterer Gründer des Merve-Verlags und gleichsam der Protagonist im ‹langen Theorie-Sommer›, an...
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Seite 110 - 114
Bei der Betrachtung eines Fotos, das Heinz Dieter Kittsteiners Arbeitszimmer in seiner Wohnung in der Charlottenburger Sybelstraße zeigt, scheint der Historiker nur für einen Moment den Raum verlassen zu haben. Als Kittsteiner im Sommer 2008...
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Seite 115 - 125
Im Januar 2014 gab die Bayerische Staatsbibliothek München bekannt, dass mehr als eine Million Bücher aus dem eigenen Bestand digitalisiert und über das Internet verfügbar gemacht worden seien. Sieben Jahre zuvor war die Bibliothek eine...
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Seite 126 - 128
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