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Monographie Kein Zugriff

Die zweite Kopernikanische Wende

Kritik und Affekt nach Kant, Adorno und Deleuze
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Debatten über die Unterschiede zwischen poststrukturalistischen Positionen und solchen, die sich der Kritischen Theorie verpflichtet sehen, führen regelmäßig in eine Sackgasse.

Das Buch von Heiko Stubenrauch schlägt hier eine grundlegende Neubestimmung vor, indem es danach fragt, welche Rolle der Affekt im philosophischen Denken der Moderne spielt. Ist er das schlechthin Irrationale, das von der Vernunft ferngehalten werden muss, der Indikator des Scheiterns einer unvernünftigen Gesellschaft, den es zu interpretieren gilt oder doch die produktive Quelle ihrer Erneuerung?

Anhand der Philosophen Adorno und Deleuze nimmt Die Zweite Kopernikanische Wende eine zentrale Gemeinsamkeit im Umgang mit dem ›Erbe der Aufklärung‹ in den Blick: Es geht hier wie dort darum, die affektiven Kräfte des Unbewussten, die im Rahmen der psychoanalytischen Forschung erstmals zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen wurden, dem philosophischen Denken zugänglich zu machen. Besonders in ihrer Kritik der Philosophie Kants finden und schärfen Adorno wie Deleuze ihre Vorstellungen von einem Denken, das in der Bearbeitung unbewusster Impulse transformative Kräfte entwickeln soll. Adorno will der Kantischen Bewusstseinsidentität mit einer Selbstreflexion der Vernunft begegnen. In einer »zweiten Kopernikanischen Wendung« begründet er ein negativ-kritisches Denken als politische Reflexion des unbewussten Leidens. Deleuze hingegen zielt durch eine Neubestimmung der Sinnlichkeit auf ein affirmativ-kritisches Denken. Es nimmt eine ästhetisch-experimentelle Entfaltung des unbewussten Begehrens als Sprungbrett, um das Gegebene zu transzendieren. Das Buch von Heiko Stubenrauch zeichnet diese beiden Wege nach, zeigt ihre gesellschaftstheoretischen Konsequenzen auf und konfrontiert sie vor dem Hintergrund des geteilten Ziels, ein kritisches Denken des Affekts zu initiieren.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8353-9154-3
ISBN-Online
978-3-8353-9749-1
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Konstanz University Press
Sprache
Deutsch
Seiten
260
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. 1. Perspektivwechsel – Affekt und Kritik statt Aufklärung und Gegenaufklärung Kein Zugriff
    2. 2. Die zweite Kopernikanische Wende und affektinformierte Kritik Kein Zugriff
    3. 3. Zwei Wege, die aus Kant hinausführen Kein Zugriff
    4. 4. Kant vom Kopf auf die Füße stellen oder affektinformierte Kritik und Marxismus Kein Zugriff
    5. 5. Undogmatische affektinformierte Kritik und die materialistische Ideenlehre Kein Zugriff
      1. 1.1 Der Begriff der Kausalität im Rationalismus und im Empirismus Kein Zugriff
      2. 1.2 Die Umänderung der Denkart und die Methode der Reflexion Kein Zugriff
        1. Kritische Disziplin I Kein Zugriff
        1. Die Zweiheit von Sinnlichkeit und Verstand: ›synthetische‹ Urteile a priori Kein Zugriff
        2. Die Einheit des transzendentalen Bewusstseins: synthetische Urteile ›a priori‹ Kein Zugriff
        3. Kritische Disziplin II Kein Zugriff
      1. 2.1 Vom Widerstreit der Motive in der ›Kritik der reinen Vernunft‹ Kein Zugriff
      2. 2.2 Kants verkürzter Säkularisierungsversuch Kein Zugriff
      3. 2.3 Das Postulat der Bewusstseinsidentität und die Tabuisierung der unbewussten Sinnlichkeit Kein Zugriff
      4. 2.4 Erkenntnistheoretische Methode als Subjektivierung der göttlichen Ordnung Kein Zugriff
      5. 2.5 Repressives Selbstverhältnis und politischer Konformismus Kein Zugriff
      1. 3.1 Von den Paralogismen der reinen Vernunft und der Unmöglichkeit des Selbstwissens Kein Zugriff
      2. 3.2 Selbstwissen und Selbstbewusstsein Kein Zugriff
      3. 3.3 Bewusstsein und Unbewusstes Kein Zugriff
      4. 3.4 Die unabschließbare Aufgabe der Reflexion. Der Riss durch das Subjekt und die verändernde Erfahrung Kein Zugriff
      5. 3.5 Produktive Passivität und bilderloses Denken Kein Zugriff
      6. 3.6 Zwei Paradigmen affektinformierter Kritik Kein Zugriff
        1. Kants formale Interpretation und der Vorrang des Subjekts Kein Zugriff
        2. Hegels immanente Transzendenz und der Vorrang des Objekts Kein Zugriff
        3. Was zeigt sich in der Leerstelle? Ist ein Vorrang des Objekts überhaupt erreichbar? Kein Zugriff
        4. Der Überschuss übers Subjekt und der Vorrang des Objekts: Adornos Idee der Andersheit Kein Zugriff
        5. Hegel vom Kopf auf die Füße stellen – Subjekt als Objekt nicht Objekt als Subjekt Kein Zugriff
        1. Deutung und die Richtung der Erkenntnis Kein Zugriff
        2. Das Leiden und seine epistemologische Relevanz Kein Zugriff
        3. Das Leiden und seine praktische Relevanz Kein Zugriff
        4. Das Leiden und seine gesellschaftstheoretische Relevanz Kein Zugriff
        1. Erkenntnispraxis, nicht Erkenntnistheorie Kein Zugriff
        2. Der Tod des Autors und die Geburt der dialektischen Schreibweise Kein Zugriff
        3. Die Einheit des Bewusstseins und die Einheit des Textes Kein Zugriff
        4. Der Ausdruck des Leidens: die Wut auf Differenz und das Vermögen zur Differenzierung Kein Zugriff
        5. Verhältnis zu Freud – Sublimierung der Wut, nicht Sublimierung der Triebe Kein Zugriff
      1. 2.1 Kant und das Ästhetisch-Erhabene Kein Zugriff
        1. Die passiven Synthesen und der transzendentale Empirismus Kein Zugriff
        2. Von Fragen und Antworten, negativen Bedürfnissen und produktiven Begehren Kein Zugriff
        3. Erste Synthese: Die Koproduktion der Empfindung und der Status des Lustprinzips Kein Zugriff
        4. Zweite Synthese: Die Aktualisierungen des Gedächtnisses, das Realitätsprinzip und der Grund der Verdrängung Kein Zugriff
        5. Identität als sekundäres Prinzip: Die Abschaffung der Metaphysik der Einheit Kein Zugriff
        6. Dritte Synthese: Zukunft, Denken und Werden Kein Zugriff
        7. Identische Begriffe als Funktionen problematischer Ideen Kein Zugriff
    1. 1. Die zweite Kopernikanische Wende als Achsendrehung (Adorno) Kein Zugriff
    2. 2. Die zweite Kopernikanische Wende als Invertierung der Begriffsherrschaft (Deleuze) Kein Zugriff
    3. 3. Fiktiver Dialog I: Adornos Achsendrehung als theoretische Inkonsequenz Kein Zugriff
    4. 4. Fiktiver Dialog II: Deleuzes Invertierung als praktische Unmöglichkeit Kein Zugriff
    5. 5. Fiktiver Dialog III: Die praktische Frage nach dem Begehren als Fluchtpunkt Kein Zugriff
      1. 1.1 Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse bei Marx und Engels Kein Zugriff
      2. 1.2 Produktivkräfte, Begehren und Kritik im Ödipus-Modell Kein Zugriff
      3. 1.3 Wunschmaschinen und technisch-gesellschaftliche Maschinen Kein Zugriff
      4. 1.4 Affirmative Kritik als Produktivkraft Kein Zugriff
      5. 1.5 Kafka als affirmativer Kritiker Kein Zugriff
      6. 1.6 Revolutionär-Werden statt Revolution Kein Zugriff
      1. 2.1 Die Metaphysik der Produktivkräfte und die Ambivalenz der Naturbeherrschung Kein Zugriff
      2. 2.2 Odysseus, Selbstbehauptung und Disziplinierung Kein Zugriff
      3. 2.3 Negative Kritik als Reflexionsinstanz zwischen entfesselten Produktivkräften und unfreien Produktionsverhältnissen Kein Zugriff
      4. 2.4 Kafka als negativer Kritiker Kein Zugriff
      1. 3.1 Der Abschluss des fiktiven Dialogs in der Definition undogmatischer affektinformierter Kritik Kein Zugriff
      2. 3.2 Der strategische Diskurs der affektinformierten Kritik Kein Zugriff
    1. 1. Kant und die problematische Idee Kein Zugriff
    2. 2. Hegel und die idealistische Ideenlehre Kein Zugriff
    3. 3. Die zweite Kopernikanische Wende und die materialistische Ideenlehre Kein Zugriff
    4. 4. Zwei Varianten einer materialistischen Lehre der problematischen Idee Kein Zugriff
    5. 5. Der Monismus des Problems und die beiden Seiten der materialistischen Idee Kein Zugriff
  2. Dank Kein Zugriff Seiten 253 - 254
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 255 - 260

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