
Der Tod der Tribune
Leben und Sterben des Tiberius und Caius Gracchus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
SAKRILEG! Tiberius Gracchus – vor Übergriffen geschützt durch den heiligen Schwurbund des Volkes, der jedem seiner Tribune Unverletzlichkeit garantiert – wird im Jahr 133 v. Chr. von Senatoren und ihren Gefolgsleuten auf dem Kapitol erschlagen. Tiberius hatte es gewagt, gegen den Willen des Sensats eine Bodenreform zur Landverteilung durchzusetzen. Doch den Senatoren geht es um mehr als um ein paar Äcker – sie fürchten um ihre Macht. Dennoch wagt es zehn Jahre später der Bruder des Ermordeten, Caius Gracchus, die Politik des Tiberius aufzugreifen und voranzutreiben, und so widerfährt ihm das gleiche Schicksal. 133 v. Chr. – das hat Rom in den mehr als 600 Jahren seit seiner Gründung noch nicht erlebt: Mitglieder des ehrwürdigen Senats verwandeln sich in einen rasenden Mob und erschlagen den durch heiliges Recht unantastbaren Volkstribunen Tiberius Sempronius Gracchus. Er hat es gewagt, ein Gesetz zur Bodenreform einzubringen, das die Armen begünstigt, der römischen Elite aber nicht willkommen ist. Doch die mordlüsternen Senatoren ahnen noch größeres Unheil voraus – eine Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse insgesamt zu ihrem Nachteil. Zehn Jahre später wiederholt sich die Tragödie, als der jüngere der Gracchen-Brüder, Caius, ein komplexes politisches Programm ins Werk setzt, dessen Kern abermals eine Bodenreform ist. Auch er findet den Tod durch die Hand seiner senatorischen Gegner. Charlotte Schubert hat ein spannendes Buch über den Anfang vom Ende der römischen Republik geschrieben. Sie erhellt die komplexen Motive, welche die Gracchen zu ihren politisch wegweisenden Vorhaben veranlassten, und beschreibt die dramatische Wucht der darauf einsetzenden Konflikte. Die reaktionären Kreise Roms wussten sich keinen anderen Rat, als die Urheber und ihre Projekte in einem Blutbad untergehen zu lassen, anstatt für die drängenden wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Probleme nach alternativen Lösungen zu suchen. Dafür sollten sie Jahrzehnte später in den dunkelsten Stunden Roms einen hohen Preis zahlen, als die Republik in den Bürgerkriegen versank.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-406-81372-6
- ISBN-Online
- 978-3-406-81374-0
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 308
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 13
- 1. Tod auf dem Kapitol Kein Zugriff Seiten 13 - 21
- Legitimationsversuche Kein Zugriff
- Der Vater Tiberius Gracchus Kein Zugriff
- Die Mutter Cornelia Kein Zugriff
- Vom Schützling zum Gegner Kein Zugriff
- Scipio Aemilianus und Tiberius Gracchus – ein Vergleich Kein Zugriff
- Die Entfremdung des Scipio Aemilianus und seines Schützlings Tiberius Gracchus Kein Zugriff
- 1. Römische Kriege in Spanien Kein Zugriff Seiten 57 - 60
- 2. Numantia Kein Zugriff Seiten 60 - 63
- 3. Streit um den Mancinus-Vertrag Kein Zugriff Seiten 63 - 67
- Der öffentliche Nutzen und der Eigennutz Kein Zugriff
- 2. Stoa in Sparta Kein Zugriff Seiten 76 - 80
- Philosophisch-politische Hintergründe des Aristonikos-Aufstands? Kein Zugriff
- Grundbesitzverhältnisse in der römischen Republik Kein Zugriff
- Notleidende Bauern? Kein Zugriff
- Landverteilung Kein Zugriff
- Geld für die Bodenreform Kein Zugriff
- Eine unerwartete Finanzierungsmöglichkeit – das Erbe Attalos’ III. von Pergamon Kein Zugriff
- Die Tage des Tiberius als politische Wendezeit? Kein Zugriff
- Das unruhige Jahr 129 v. Chr Kein Zugriff
- Scipios Tod (129 v. Chr.) Kein Zugriff
- Die politischen Motive für das Handeln des Caius Kein Zugriff
- 2. Dolche aufs Forum! Kein Zugriff Seiten 150 - 160
- 3. Ein institutionelles Schutzkonzept für Bürger Kein Zugriff Seiten 160 - 164
- Brot Kein Zugriff
- Land Kein Zugriff
- Straßen Kein Zugriff
- 5. Neuordnung der Finanzen nach innen und außen Kein Zugriff Seiten 172 - 175
- 6. Richtergesetz und Spezialgerichte Kein Zugriff Seiten 175 - 179
- 7. Bürgerrecht und Wahlrecht für Latiner und Italiker Kein Zugriff Seiten 179 - 185
- 8. Erneutes Scheitern Kein Zugriff Seiten 185 - 190
- 9. Not kennt kein Gebot Kein Zugriff Seiten 190 - 199
- 1. Kampf um Erinnerung und Werk Kein Zugriff Seiten 199 - 207
- 2. Der Gründungsmythos – Cornelia und ihre Söhne Kein Zugriff Seiten 207 - 215
- 3. Frauen als politische Macht Kein Zugriff Seiten 215 - 220
- 4. Das Programm der Gracchen – eine neue Politik Kein Zugriff Seiten 220 - 226
- 5. Gewalt Kein Zugriff Seiten 226 - 233
- VII. Interpretationen Kein Zugriff Seiten 233 - 239
- Glossar Kein Zugriff Seiten 241 - 247
- Stammtafel Kein Zugriff Seiten 247 - 248
- Zeittafel Kein Zugriff Seiten 248 - 251
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 251 - 256
- Quellenautoren Kein Zugriff Seiten 256 - 260
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 260 - 282
- Literatur Kein Zugriff Seiten 282 - 293
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 293 - 295
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 295 - 297
- Namen- und Ortsregister Kein Zugriff Seiten 297 - 304
- Karte: Italien im 2. Jahrhundert v.Chr. Kein Zugriff Seiten 304 - 306
- Karte: Der Mittelmeerraum im 2. Jahrhundert v.Chr. Kein Zugriff Seiten 306 - 308
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 308 - 308
- Über die Autorin Kein Zugriff Seiten 308 - 308




